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Das ist Flicks WM-Geheimwaffe

  • T-Online
Von Alexander Kohne

Aktualisiert am 05.08.2022Lesedauer: 5 Min.
Lukas Nmecha (l.) neben Bundestrainer Hansi Flick: Der 23-Jährige hofft auf ein Ticket für Katar.
Lukas Nmecha (l.) neben Bundestrainer Hansi Flick: Der 23-Jährige hofft, bei der WM in Kater mit dabei zu sein. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON)
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Kein DFB-Star hat eine Vita wie Lukas Nmecha. Entdeckt in England, als Supertalent in die zweite Liga geschickt – und nun Flicks unverzichtbarster Stürmer.

Der Spieler mit dem ungewöhnlichsten Werdegang im DFB-Team weiß, wie es ist, nicht zu treffen. Als er mit 19 Jahren von Manchester City in die zweite Liga ausgeliehen wurde, wartete Lukas Nmecha 24 Spiele auf sein erstes Tor; in der Saison drauf blieb er in Wolfsburg und Middlesbrough komplett ohne Tor. Und das als Stürmer.

Nur zwei Jahre später hat sich seine Situation grundlegend gewandelt: Nmecha ist zurück beim VfL, zum echten Torjäger gereift – und hat als deutscher Nationalspieler beste Chancen auf die Teilnahme an der WM. Bundestrainer Flick kam im Juli extra ins Wolfsburger Trainingslager im österreichischen Seefeld, um Nmecha auf das Turnier in Katar einzuschwören: "Wir haben 15 Minuten miteinander gesprochen und er hat gesagt, dass ich eine gute Chance habe, dabei zu sein. Und dass es von mir selbst abhängt", verrät der 23-Jährige t-online. Derartige Reisen macht der Bundestrainer nicht ohne Grund.


Das sind die Stadien der WM in Katar 2022

Education City Stadion (ar-Rayyan): 40.000 Plätze. Der FC Bayern hat an diese Arena gute Erinnerungen, denn hier gewannen die Münchner im Februar 2021 das Finale der Klub-WM. Dabei wurde das Stadion erst im Juni 2020 eröffnet.
Hier finden sechs Gruppenspiele, ein Achtel- und ein Viertelfinale statt.
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Nmecha verkörpert einen Spielertyp, den es im DFB-Team sonst nicht gibt – den zentralen Mittelstürmer, körperlich robust, kopfballstark, aber auch spielerisch beschlagen. Während WM-Kandidaten wie der Neu-Dortmunder Karim Adeyemi oder Thomas Müller eher als hängende Spitzen agieren und Timo Werner zwar gerne zentral spielt, aber vornehmlich durch seine Geschwindigkeit reüssiert, wartet Nmecha mit einem anderen Profil auf. "Ich bin am liebsten vorne drin", entgegnet der 1998 in Hamburg geborene Angreifer auf die Frage nach seiner Lieblingsposition.

"Er fühlt sich im Strafraum wohl und ist gierig nach Toren", konstatierte Weltmeister Müller einst nach Nmechas ersten Übungseinheiten mit der Nationalelf November 2021 und bescheinigte dem 1,85 Meter großen Wolfsburger, dem "Idealbild Mittelstürmer sehr nahezukommen". Deshalb betitelte ihn unter anderem die "Frankfurter Rundschau" als "Geheimwaffe" des Bundestrainers für die WM – und quasi unverzichtbare Größe im Kader. Aber ist dem wirklich so?

Nationalspieler Lukas Nmecha (l.) traf t-online-Redakteur Alexander Kohne im Trainingslager im österreichischen Seefeld.
Nationalspieler Lukas Nmecha (l.) traf t-online-Redakteur Alexander Kohne im Wolfsburger Trainingslager im österreichischen Seefeld.

Getroffen hat Nmecha in sechs Spielen im DFB-Trikot noch nicht. Doch das nimmt er ganz locker: "Natürlich habe ich mich geärgert, dass ich meine Chance gegen Holland nicht genutzt habe, aber sonst mache ich mir darüber keine Sorgen." Wohl auch, weil sein Werdegang trotz außergewöhnlichen Talents alles andere als stromlinienförmig ist – die eingangs erwähnten Torflauten sind da eher Randnotizen.

Entdeckt in Manchester

Ein Ort zieht sich wie ein Roter Faden durch Nmechas Leben: "Manchester" – wenn er den Namen der nordwestenglischen Stadt ausspricht, erinnert das stark an die Betonung der Gallagher-Brüder Liam und Noel. Doch nicht nur der "Mancunian"-Dialekt verbindet ihn mit den Oasis-Streithähnen. Den Großteil seines sportlichen Lebens hat Nmecha bei ihrem Lieblingsklub verbracht: Manchester City.

"Ich war neun Jahre, als ich nach England gekommen bin, und nach nur zwei, drei Monaten haben mich die Scouts von City entdeckt", erklärt der Sohn einer Deutschen und eines Nigerianers. Zuvor waren seine Eltern von Hamburg nach Manchester umgesiedelt – und der kleine Lukas hatte in der Hansestadt nur mit seinen Kumpels im Park gekickt. "Das war schon ungewöhnlich", sagt Nmecha, den die City-Scouts bei einem Spiel der Schulmannschaft entdeckten und quasi direkt mit zum Training nahmen.

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Als Kind zog Lukas Nmecha mit seiner Familie nach England. Dort wurde er von Manchester City entdeckt und spielte gut zehn Jahre im Trikot der "Citizens".

"In England werden schon in jungen Jahren Talente gesucht und gefördert. Man sieht, was für Spieler sich dort momentan entwickeln", verdeutlicht Nmecha, der sich in der City-Jugend selbst schnell in den Vordergrund spielte – allerdings nicht auf dem großen Feld. "Ich kann mich noch gut an mein erstes Elf-gegen-elf-Spiel erinnern. Da war ich 12 oder 13 Jahre alt – und stand immer im Abseits, weil ich die Regeln gar nicht kannte", sagt er mit einem lauten Lachen.

Profidebüt unter Guardiola

Das änderte sich jedoch schnell und Nmecha durchlief von der U16 bis zur U21 alle englischen Jugendnationalmannschaften. 2017 wurde er mit den "Three Lions" sogar U19-Europameister. Wenig später debütierte er im Ligapokal für die erste Mannschaft von ManCity. Der Trainer: Pep Guardiola.

"Er war jemand, von dem ich viel gelernt habe", erklärt Nmecha und ergänzt beeindruckt: "Nach nur zwei Wochen im Training von Pep habe ich gemerkt, dass ich schon viel besser geworden bin. Wo das hinführt, kann man bei Phil Foden sehen. Wir haben zusammen in der Jugend gespielt und die Schritte, die er gemacht hat, sind beeindruckend."

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Unter Trainer Pep Guardiola (r.) debütierte Lukas Nmecha (Nr. 43) in der ersten Mannschaft von ManCity. (Quelle: Andy Rowland)

Doch anders als Foden setzte sich Nmecha bei den Citizens nicht sofort durch. Logische Konsequenz: eine Leihe zu Preston North End und mit 19 Jahren ein unsanfter Aufprall in der harten Realität der zweiten englischen Liga. "Am Anfang war das für mich ein totaler Kulturschock im Vergleich zu City."

Nmecha kann sich noch genau an sein erstes Spiel erinnern: "Gegen Swansea habe ich nur lange Bälle gekriegt und in meinem Rücken stand ein 30-Jähriger, der körperlich auf einem ganz anderen Level war und mir richtig zugesetzt hat. Mit sowas hatte ich nicht gerechnet."

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Schwierige Zeit in der zweiten Liga

Weil die Tore ausblieben, beorderte der schottische Trainer Alex Neil Nmecha von der Sturmspitze auf die Flügel. Der damalige Teenager bat den knorrigen Schotten daraufhin immer wieder, zurück in die Mitte zu wechseln zu dürfen ("Ich war der Spieler, der am meisten bei ihm im Büro war."), doch Neil ließ nicht mit sich reden. "In Preston bin ich teilweise schon richtig verzweifelt", gibt der deutsche Nationalspieler heute zu.

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Bei Preston North End kam Lukas Nmecha (r.) schwer in Tritt, absolvierte bis zum Ende seiner Leihe aber immerhin 44 Partie, in denen ihm drei Tore gelangen.

Doch statt zu resignieren, passte sich Nmecha an den rauen, so gar nicht nach großer Fußballwelt schmeckenden englischen Zweitligakosmos an – und hatte am Saisonende die meisten Spiele auf dem Konto. "Das war ganz wichtig für meine Entwicklung. Ich habe viel gelernt durch diese harten Momente", resümiert Nmecha, auch wenn er das damals überhaupt nicht so positiv gesehen habe.

Kuntz als Türöffner

Der Durchbruch gelang ihm erst nach zwei weiteren Leihen – beim RSC Anderlecht. Mit 18 Toren in 37 Ligaspielen. Im Sommer 2021 gewann der Angreifer mit der deutschen U21 auch noch die EM und krönte sich zum Torschützenkönig. Entscheidend dabei: Stefan Kuntz. Der langjährige DFB-Nachwuchstrainer hatte Nmecha bereits zwei Jahre zuvor zum Wechsel zum deutschen Verband überredet – als es im Klub noch alles andere als glänzend lief.

"Ich bin Stefan Kuntz sehr dankbar. Bei der U21 habe ich immer eine große Wertschätzung erfahren, auch wenn es im Klub nicht so lief: Das hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben", sagt Nmecha. Dies stellte er nach seinem erneuten Wechsel nach Wolfsburg auch in der vergangenen Bundesligasaison unter Beweis, als er mit acht Treffern zum besten VfL-Torschützen avancierte und auch in der Champions League zweimal traf.

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In Wolfsburg spielt Lukas Nmecha (l.) mittlerweile mit seinem jüngeren Bruder Felix zusammen. (Quelle: IMAGO/Christian Schroedter)

So wirklich reicht ihm das aber noch nicht: "Ich habe in allen Bereichen noch Luft nach oben – aber auf jeden Fall beim Toreschießen", verdeutlicht Nmecha. Auch der Bundestrainer habe ihm gesagt, dass er "an der Ruhe vor dem Tor arbeiten und die Abschlüsse noch sauberer hinbekommen" solle.

Eine konkrete Toranzahl hat sich der Wolfsburger, der nach einer Knöcheloperation im Sommer topfit zurückkehrte, auch schon vorgenommen. "Ich habe eine Nummer im Kopf, aber die werde ich nicht verraten", sagt Nmecha mit verschmitztem Lächeln. Nur so viel: Sie liege höher als seine Rückennummer zehn. Torlose Zeiten wie zu Beginn seiner Karriere, dürften also der Vergangenheit angehören.

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