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Titel mit Hertha? "Bin ein Typ, der daran glaubt"


Hertha-Star Ibisevic im t-online.de-Interview  

"Als Kind hat niemand davon geträumt, mal in China zu spielen"

12.07.2017, 07:14 Uhr | Benjamin Zurmühl, t-online.de

Titel mit Hertha? "Bin ein Typ, der daran glaubt". Mit 104 Bundesliga-Toren ist Vedad Ibisevic einer von sechs ausländischen Spielern, die mindestens 100 Bundesliga-Tore erzielt haben. (Quelle: imago images/Camera 4)

Mit 104 Bundesliga-Toren ist Vedad Ibisevic einer von sechs ausländischen Spielern, die mindestens 100 Bundesliga-Tore erzielt haben. (Quelle: Camera 4/imago images)

Die vergangene Saison lief für Hertha BSC und Vedad Ibisevic sehr gut. Durch den sechsten Platz qualifizierten sich die Berliner direkt für die Europa-League-Gruppenphase. Auf das junge Team von Trainer Pál Dárdai wartet eine große Aufgabe.

Im Interview mit t-online.de verrät Vedad Ibisevic, ob er sich ein Sturmduo mit Neuzugang Davie Selke vorstellen kann, worauf es bei der Europa League ankommt und welches das schönste Tor seiner Karriere war.  

t-online.de: Herr Ibisevic, immer mehr Spieler um die 30 Jahre gehen nach China, um nochmal richtig Kohle zu scheffeln – kommt das für Sie nicht in Frage?

Vedad Ibisevic (32): Nein, ich hatte schon zwei Mal die Möglichkeit, nach China zu wechseln. Ich wollte aber nicht, weil ich die Bundesliga genießen möchte und mich in Berlin sehr wohl fühle. Deshalb habe ich kein Interesse, nach China zu gehen.

Können Sie denn Spieler verstehen, die nach China wechseln?

China ist für den Fußball etwas Neues. Das ist fußballerisch eine andere Welt. Als Kind hat niemand davon geträumt, mal in China zu spielen. Aber die Spieler sind bei solch großen Beträgen fast gezwungen, dorthin zu wechseln, weil man insgesamt ja nicht so lange Fußball spielen und dort viel verdienen kann. Einige Spieler kommen aus ärmlichen Verhältnissen und können damit ihre ganze Familie versorgen. Diese Spieler kann ich schon verstehen, denn die Unterschiede zwischen den Gehältern in Deutschland und China sind sehr groß, das habe ich selbst mitbekommen.

Bei China haben Sie nicht gezuckt. Hatten Sie denn auch mal ein Angebot von einem Topklub in Europa?

Ja, ich hatte schon ein Angebot eines europäischen Topklubs. Aber welcher Verein das war, bleibt mein Geheimnis.

Sie sind 32, haben bis 2019 verlängert. Planen Sie ihr Karriereende bei Hertha?

Von mir aus: Ja. Aber ich muss erstmal die beiden Jahre überstehen. Die Trainingslager werden ja auch nicht einfacher (lacht).

Vedad Ibisevic (r.) im Gespräch mit t-online.de-Redakteur Benjamin Zurmühl. (Quelle: t-online.de)Vedad Ibisevic (r.) im Gespräch mit t-online.de-Redakteur Benjamin Zurmühl. (Quelle: t-online.de)

In Stuttgart haben Sie Ihren Stammplatz einst mit Daniel Ginczek an einen jüngeren Spieler verloren. Haben Sie Angst, dass es Ihnen bei Hertha mit Neuzugang Davie Selke genauso ergeht?

Angst habe ich keine. Jeder Spieler der uns weiterbringt, ist gut für die Mannschaft. Jeder muss sowieso kämpfen und Gas geben. Angst habe ich noch nie gehabt in meiner Karriere.

Es gibt auch die Überlegung, dass Sie beide zusammen spielen. Können Sie sich das vorstellen?

Wir müssen das erst einmal auf dem Platz ausprobieren, aber ich bin überzeugt, dass wir auch zusammen spielen können. Es ist aber die eine Sache, darüber zu reden und eine andere, es tatsächlich auch zu machen. Wichtig ist, ein System zu finden, mit dem wir unsere Ziele erreichen können.

Was sind denn die Ziele für diese Saison?

Ich bin da grundsätzlich immer etwas defensiv. Die zusätzliche Belastung durch die Europa League macht es für uns in der Bundesliga sicher härter. Dann gibt es ja noch einige Mannschaften, die nach oben gehören, die letztes Jahr aber ausgerutscht sind. Schalke, Wolfsburg, Leverkusen, Gladbach, die werden alle angreifen.

Worauf kommt es für Hertha mit der Zusatzbelastung durch die Europa League an?

Wir müssen schnell lernen. Die Trainingseinheiten müssen an die Reisen angepasst werden. Dazu kommt noch der Reisestress und wir müssen im Team viel rotieren, damit alle fit bleiben. Das sind wichtige Faktoren, die wir noch nicht kennen, aber schnell verstehen müssen.

Hertha war in der vergangenen Saison sehr auswärtsschwach. Ist das ein Problem für die Europa League?

Nein, mit dem Ende der Saison ist auch die Auswärtsschwäche vorbei. Das hatte keine bestimmten Gründe. Das war einfach eine Serie, die immer mal wieder vorkommen kann. Eine neue Saison ist eine neue Saison und wir werden nicht nochmal so auswärtsschwach sein.

Haben Sie einen Wunschgegner für die Europa League?

Ein bestimmtes Team habe ich nicht, aber ich wünsche mir schon ein, zwei attraktive Gegner. Solche Spiele habe ich lieber, als gegen Unbekannte.

Glauben Sie, mit Hertha noch einen Titel gewinnen zu können? Den Pokal oder vielleicht sogar die Europa League?

Am liebsten würde ich natürlich beides gewinnen nächstes Jahr (lacht). Mit ein bisschen Glück ist grundsätzlich vieles möglich. Ich habe das mit Stuttgart 2013 selbst erlebt. Da standen wir im Pokalfinale gegen Bayern und haben nur knapp mit 2:3 verloren. Ich bin ein Typ, der immer daran glaubt, egal wie alt ich bin und wie schwer die Situation ist.

Sie haben mal gesagt, dass Sie sich an jedes Ihrer Tore erinnern können. Welches war das schönste?

Gestern im Training, ein schönes Volleytor. Das war ein Tor des Monats, diesen Monat sowieso (lacht). Ich bin ja nicht unbedingt dafür bekannt, besonders schöne Tore zu schießen.

Aber letztes Jahr in der Europa League gegen Bröndby habe ich einen tollen Fallrückzieher gemacht. Das war wahrscheinlich mein schönstes Tor. 

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