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Österreich-Kandidat Thorsten Fink bestätigt Ausstiegsklausel

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Nationaltrainer Österreichs?  

Fink verteidigt "Brazzo" und bestätigt Ausstiegsklausel

16.10.2017, 10:08 Uhr | Luis Reiß, t-online.de

Thorsten Fink über den FC Bayern, Hamburger SV, Karlsruher SC und Austria Wien. (Screenshot: t-online.de)
Thorsten Fink über seine Karriere in Bildern

10552_TOL_VNE Thorsten Fink erklärt die Bilder seiner Karriere Austria Wien Trainer Thorsten Fink wirft einen Blick auf seine bisherige Karriere.

Thorsten Fink über seine Karriere in Bildern


Der Ex-Bayer ist Top-Kandidat als Österreichs Nationaltrainer. Im Interview mit t-online.de bestätigt er, dass ein Abschied bei Austria Wien möglich ist – und lobt Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Außerdem spricht Fink, der seit mehr als zwei Jahren erfolgreich bei Austria Wien arbeitet, über Interesse aus der Bundesliga und seinen Ruf in Deutschland.

t-online.de: Herr Fink, Sie sind als neuer Nationaltrainer Österreichs im Gespräch. Ihr Klub-Boss Markus Kraetschmer bestätigte, dass es eine Anfrage gibt. Wie ist der Stand der Dinge?

Thorsten Fink (49): Es gibt diese Anfrage, weil sich der Verband gerne mit mir unterhalten würde. Das Interesse des ÖFB ehrt mich, es ist eine interessante Aufgabe. Aber bis heute ist noch nichts passiert, es gab noch keinen Kontakt. Deshalb konzentriere ich mich im Moment voll auf meine Arbeit hier bei Austria Wien.

Ihr Sportdirektor Franz Wohlfahrt erklärte bei "Sport1", dass Sie eine Ausstiegsklausel haben. 

Normalerweise rede ich nicht über Vertragsinhalte. Aber da der Sportdirektor es bereits gesagt hat, kann ich schlecht widersprechen.

Sie sind mit dem FC Basel zwei Mal Schweizer Meister geworden, sind bei Austria Wien unter schwierigen Bedingungen seit mehr als zwei Jahren erfolgreich. Und sie landeten mit dem HSV auf Platz sieben, so gut wie kein Trainer mehr seitdem. Trotzdem haftet Ihnen aufgrund Ihres Rauswurfs in Hamburg der Ruf des Gescheiterten an. Stört Sie das?

Mir ist egal, was die Leute über mich reden. Aber wenn ich immer wieder darauf angesprochen werde, stört es mich natürlich. Ich glaube, dass alle von Ihnen genannten Ergebnisse für mich sprechen. Platz sieben mit dem HSV war sicher nicht so schlecht.

Haben Sie eigentlich mit etwas Abstand eine Erklärung gefunden, warum der HSV seit Jahren in der Dauer-Krise steckt?

Irgendwer muss etwas falsch machen, an der Luft im Norden oder der Stadt wird es wohl nicht liegen. Das ist in Hamburg beides bestens (lacht). Ich möchte aber nicht immer zurückschauen und über andere Klubs urteilen. Meine Konzentration liegt auf meiner Aufgabe hier. Wenn ich weiter gute Arbeit leiste, wird sich das auszahlen. Das habe ich auch durch das Interesse anderer Vereine schon gemerkt.

Hannover und Augsburg sollen in der Vergangenheit an Ihnen interessiert gewesen sein. Stimmt das?

Zu Augsburg hatte ich noch nie Kontakt. Hannover habe ich einmal vor Jahren abgesagt. Da war ich noch Trainer bei APOEL Nikosia auf Zypern. Es ging um ein Engagement für fünf Spiele, das war nicht der richtige Schritt für meine Karriere. Ich will langfristig etwas entwickeln. Dann war ein Vertreter von Hannover später noch einmal hier in Wien, zu diesem Zeitpunkt kam ein Wechsel aber nicht infrage.

Sind Sie lieber bei Klubs in Österreich und der Schweiz, die dort aber um den Titel mitspielen, als bei einem durchschnittlichen Bundesliga-Klub?

Nein, es war auch in der Vergangenheit aufgrund der Rahmenbedingungen nie so, dass ich ernsthaft vor dieser Wahl gestanden hätte. Grundsätzlich stehe ich als Trainer für einen offensiv ausgerichteten Fußball und bin kein Maurermeister. Deshalb kommt mir und meiner Philosophie natürlich ein Team wie Austria entgegen, dass in der Liga um den Titel mitspielen kann.

Nach elf Spieltagen liegen Sie in Österreich auf Platz vier. Die Liga wirkt aber sehr ausgeglichen. Ist die Titel-Chance trotzdem größer als in den vergangenen Jahren?

Nein, das sehe ich nicht so. Klar: Wenn Salzburg Probleme bekommt, wollen wir da sein und Druck machen. Aber seien wir ehrlich. Selbst wenn es für sie jetzt bis zum Winter nicht mehr laufen sollte – dann holen die eben drei Spieler für jeweils drei Millionen Euro. Salzburg bleibt der Top-Favorit. Für uns wäre der zweite Platz ein Erfolg. Wenn du jedes Jahr mehrere Stammspieler verlierst und sechs bis sieben Neuzugänge in die Startelf einbauen musst, ist es schwer, noch besser zu werden.

Thorsten Fink (49) spielte in der Bundesliga für Wattenscheid, Karlsruhe und den FC Bayern. Insgesamt absolvierte der zentrale Mittelfeldspieler 367 Erstliga-Spiele und erzielte dabei 40 Treffer. Als Trainer war er bereits für Ingolstadt, Basel und den HSV tätig. Seit 2015 ist er bei Austria Wien.

Salzburg räumte sechs der letzten acht Meistertitel ab.

Das ist für die Motivation der Spieler natürlich schwierig. Trotzdem ist Salzburg in jedem Spiel schlagbar und nicht in dem Maße dominant wie es zum Beispiel die Bayern unter Guardiola waren. Sie sind aber unheimlich konstant. Sie haben individuell die besten, vor allem die schnellsten Spieler, gute Trainer und die mit Abstand besten Bedingungen. Um überhaupt eine Chance zu haben, haben wir uns diese Saison als Ziel gesteckt, dass wir die vier direkten Duelle mindestens mit einer ausgeglichenen Bilanz bestreiten wollen. Dann ist alles möglich.

Schauen wir auf Ihren Ex-Klub, den FC Bayern. Sie haben dort jahrelang mit Hasan Salihamidzic zusammengespielt. Wie denken Sie über ihn als Sportdirektor?

Er macht einen hervorragenden Job, weil er nicht alle internen Querelen und Probleme nach außen trägt. Wenn man langfristig erfolgreich arbeiten will, ist Hasans Verhalten extrem intelligent, keine großen Töne zu spucken. Auch wenn er nach außen ruhig ist, intern gibt er – wie ich gehört habe – richtig Gas und arbeitet seine Agenda sehr zielstrebig ab.

In den ersten Wochen seiner Amtszeit muss er viel Kritik einstecken. Der Vorwurf: er könne sich in diesem Amt nicht durchsetzen.

Es passiert leider oft, dass Menschen unterschätzt und in eine Schublade gesteckt werden. Man sollte einmal abwarten, damit sie in Ruhe ihre Arbeit machen können.

Für Carlo Ancelotti war das zuletzt nicht mehr möglich, sein Rauswurf kam überraschend schnell. Zu schnell?

Ich weiß nicht, was intern abgelaufen ist und werde das deshalb nicht bewerten. Sie können aber davon ausgehen, dass bei Bayern mit Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß Leute am Werk sind, die genau wissen, was sie tun.

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