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Zweikampf der Woche zum Bundesliga-Modus: "Die Langeweile ist nicht zu ertragen"

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"Die Langeweile ist nicht zu ertragen"

12.02.2018, 06:59 Uhr | t-online.de

Zweikampf der Woche zum Bundesliga-Modus: "Die Langeweile ist nicht zu ertragen". Robert Lewandowski und der FC Bayern gewinnen ein Spiel nach dem anderen, zuletzt mit 2:1 gegen den FC Schalke. (Quelle: imago)

Robert Lewandowski und der FC Bayern gewinnen ein Spiel nach dem anderen, zuletzt mit 2:1 gegen den FC Schalke. (Quelle: imago)

Stefan Effenberg und sein Konzept für mehr Spannung: Die Bundesliga diskutiert, ob der Modus geändert werden muss.

An dieser Stelle kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Head of Fußball und Sport bei t-online.de) und Heiko Ostendorp (Fußballchef beim Sportbuzzer) aktuelle Fußball-Themen.

Diesmal geht es um die Langeweile im Meisterkampf der Bundesliga und die Frage, ob man den Modus ändern muss. Stefan Effenberg hatte die Diskussion in seiner Kolumne bei t-online.de angestoßen. "So weitergehen wie bisher kann es nicht. Der Fußball verändert sich rasend schnell. Ob Videobeweis oder sogar eine Winter-WM in Katar – warum also nicht auch ein neuer Modus in der Bundesliga, der an den Abläufen nicht viel ändert? Die Spannung würde zurückkommen und damit auch die Attraktivität", so Effenberg.

Lesen Sie hier die Kolumne von Stefan Effenberg, in der er sein Konzept erklärt.

Sollte der Spielmodus der Bundesliga so verändert werden, dass es mehr Spannung im Saisonverlauf gibt?

Florian Wichert

Head of Fußball und Sport

Pro

Ja, weil die Langeweile nicht zu ertragen ist

Der FC Bayern spaziert mit 18 Punkten Vorsprung auf seine sechste Meisterschaft in Folge zu – das sagt doch schon alles. Die Bundesliga ist an Langeweile nicht zu überbieten. Spannend ist – wenn überhaupt – der Kampf um den Klassenerhalt oder um die Europapokal-Plätze. Aber das reicht einfach nicht. Und deshalb müssen wir über einen neuen Modus nachdenken.

Überraschungen wie die deutsche Meisterschaft von Kaiserslautern als Aufsteiger 1998 oder auch die von Stuttgart 2007 oder Wolfsburg 2009 haben diese Liga mal ausgemacht. Mittlerweile ist das undenkbar. Und das macht unsere Bundesliga kaputt.

Sind Playoffs die Lösung? Eher nicht. Zu viele Klubs wären zu früh raus, während andere noch spielen. Deshalb ist die Idee von Stefan Effenberg umso besser, mit zwei ausgelosten Neuner-Gruppen zu starten, um sich für zwei neue Gruppen ab Januar zu qualifizieren – eine spielt dann um den Titel, die andere gegen den Abstieg. Wie der Modus am Ende aussieht, ist sicher diskutabel. Aber Fakt ist: So geht es nicht weiter.

Heiko Ostendorp

Fußballchef

Contra

Nein, auch Bayern bekommt wieder Probleme

Der FC Bayern schlägt auch den FC Schalke 04, dominiert die Liga nach Belieben und wird vermutlich schon im März den sechsten Meistertitel in Folge einfahren. Natürlich kann das keinem Fußballfan gefallen, die Forderung nach einer Bundesliga-Reform gehört aktuell zu jeder Stammtischrunde – doch das ist obsolet.

Die Meisterschaft ist der ehrlichste Wettbewerb überhaupt und wird zur neuen Saison auch wieder spannender werden. Wer wird auf der Trainerbank in München sitzen? Was wird aus Robben und Ribery? Wagt Lewandowski doch mal den Schritt ins Ausland?

Auch Bayern wird nicht immer alles richtig machen, dann müssen die Verfolger da sein und zupacken, wie es Dortmund 2011 und 2012 zuletzt getan hat, wie es zuvor auch Überraschungsteams wie Wolfsburg oder Stuttgart gelungen ist. Nun über Playoffs oder Gruppenphasen zu schwadronieren, mag in Mode sein – es führt am Ende aber zu nichts. Übrigens marschiert Bayern auch im K.-o.-Wettbewerb DFB-Pokal durch. Den BVB und Leipzig haben die Münchner bereits ausgeschaltet. Muss deswegen also auch dieser Wettbewerb modifiziert werden...?

Was denken Sie – wer hat recht?

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