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Bundesliga: Stuttgart feiert ersten Saisonsieg – Spektakel in Wolfsburg

Bundesliga, 6. Spieltag  

Stuttgart feiert ersten Saisonsieg – Spektakel in Wolfsburg

29.09.2018, 18:54 Uhr | sid

Bundesliga: Stuttgart feiert ersten Saisonsieg – Spektakel in Wolfsburg. Jubel bei den Stuttgartern um Torschütze Donis (li.). (Quelle: imago images/imago / DeFodi)

Jubel bei den Stuttgartern um Torschütze Donis (li.). (Quelle: imago / DeFodi/imago images)

Der VfB gewinnt ein mitreißendes Spiel gegen Bremen – trotz eines irren Eigentors. Wolfsburg und Gladbach liefern sich ein heißes Duell – und Julian Nagelsmann verliert gegen seinen kommenden Klub.

VfB Stuttgart – Werder Bremen 2:1 (1:0)

Aufatmen im Ländle: Dem VfB Stuttgart ist am sechsten Spieltag der Bundesliga der erste Saisonsieg gelungen – trotz eines verrückten Eigentores. Die Mannschaft des schon leicht angeschlagenen Trainers Tayfun Korkut besiegte Werder Bremen mit 2:1 (1:0). Torschützen der ersten Stuttgarter Heimtreffer in dieser Spielzeit waren der Grieche Anastasios Donis (19.) auf Vorlage von Daniel Didavi und der eingewechselte Gonzalo Castro (75.) – alle drei hatte Korkut zuletzt eher spärlich bis gar nicht eingesetzt.

Kuriose Szene: Zieler kommt nach dem Sosa-Einwurf zu spät. (Quelle: imago images/imago / Eibner)Kuriose Szene: Zieler kommt nach dem Sosa-Einwurf zu spät. (Quelle: imago / Eibner/imago images)

Bremen musste nach Gelb-Rot für Milos Veljkovic (36.) eine gute Stunde lang mit neun Feldspielern auskommen – und verlor dennoch denkbar unglücklich: Den Ausgleich hatten die Stuttgarter (68.) durch ein kurioses Eigentor selbst verursacht. Nach einem Einwurf von Borna Sosa Richtung eigenes Tor streifte Torhüter Ron-Robert Zieler den Ball nur leicht – dieser trudelte daraufhin ins Netz. Hätte der Stuttgarter Schlussmann den Ball nicht mehr berührt, hätte der Treffer nicht gezählt und es hätte einen Eckball gegeben.


Der eingewechselte Castro riss die entsetzten Anhänger des VfB anschließend von den Sitzen – allerdings hatte Korkuts Mannschaft auch Glück: Maximilian Eggestein (58.) und der eingewechselte Claudia Pizarro (73.) trafen jeweils nur den Pfosten. Die Hanseaten, die bei einem Sieg sogar zwischenzeitlich die Tabellenführung hätten übernehmen können, gingen saisonübergreifend erstmals nach acht Ligaspielen ohne Niederlage wieder als Verlierer vom Platz – seit einem 0:2 in Stuttgart am 21. April.

TSG Hoffenheim – RB Leipzig 1:2 (0:0)

Julian Nagelsmann hat mit der TSG Hoffenheim gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber RB Leipzig eine schmerzhafte Niederlage kassiert. Der 31-Jährige, ab der kommenden Saison Trainer bei RB, verlor mit seinem Team das von Spöttern als "El Plastico" verunglimpfte Duell in Sinsheim mit 1:2 (0:0). Leipzigs Matchwinner war Yussuf Poulsen (53./73.), dem ein Doppelpack gelang.

Nach der dritten Niederlage der Saison steckt Hoffenheim, das durch Andrei Kramaric (90.+3/Foulelfmeter) zu spät zum Ehrentreffer kam, mit weiterhin sieben Punkten vorerst im Tabellenmittelfeld fest. Leipzig rückte derweil mit elf Zählern in die Spitzengruppe auf.

VfL Wolfsburg – Borussia Mönchengladbach 2:2 (1:1)

Borussia Mönchengladbach hat durch seine Auswärtsschwäche den Sprung auf die Champions-League-Plätze verpasst. Das Team von Trainer Dieter Hecking musste sich beim VfL Wolfsburg trotz einer zweimaligen Führung mit einem 2:2 (1:1) begnügen und wartet in der Bundesliga weiter auf den ersten Auswärtssieg seit sieben Monaten.

Torjäger Alassane Plea hatte die Fohlen in der 7. Minute mit seinem vierten Saisontreffer in Führung gebracht. Nur fünf Minuten später leitete der 23-Millionen-Euro-Rekordeinkauf aber den 1:1-Ausgleich durch Renato Steffen mit einem haarsträubenden Fehlpass in die Füße des Schweizers ein. Thorgan Hazard erzielte zu Beginn der zweiten Halbzeit das 2:1 (48.), doch VfL-Stürmer Wout Weghorst (59.) traf zum erneuten Ausgleich für die Hausherren.

1. FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 3:0 (1:0)

Der 1. FC Nürnberg hat erfolgreich Wiedergutmachung für die höchste Bundesliga-Pleite der Vereinsgeschichte geleistet. Drei Tage nach dem demütigenden 0:7 in Dortmund entschieden die effektiveren Franken das niveauarme Aufsteigerduell mit Fortuna Düsseldorf verdient mit 3:0 (1:0) für sich.

Kapitän Hanno Behrens (28., Foulelfmeter), Torjäger Mikael Ishak (64.) und der eingewechselte Federico Palacios (78.) bescherten dem 1. FCN mit ihren Toren den zweiten Saisonsieg. Vor der Nürnberger Führung hatte Dodi Lukebakio im Strafraum Tim Leibold gefoult. Düsseldorf, das mit fünf Punkten nun drei Zähler hinter dem Club liegt, wartet damit auch nach 13 Bundesliga-Gastspielen in der Noris auf den ersten Sieg dort (zwölf Niederlagen). 

In der zweiten Halbzeit wurden Treffer von Ishak (54.) für den Club und Ducksch (57.) für die Gäste wegen Abseitsstellungen zurecht aberkannt. Ishak sorgte für die Vorentscheidung, als er einen Konter alleine vor Michael Rensing kühl abschloss. In der Entstehung hatte der ansonsten gute Fortuna-Kapitän Adam Bodzek das Luftduell gegen Vorbereiter Eduard Löwen verloren.

Verwendete Quellen:
  • sid

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