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Leipzig wie im Rausch – nächstes Debakel für Nürnberg

Von sid
Aktualisiert am 08.10.2018Lesedauer: 2 Min.
Leipzigs Kampl (li.) und Werner jubeln.
Leipzigs Kampl (li.) und Werner jubeln. (Quelle: Jan Woitas/dpa-bilder)
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RB Leipzig hat seinen Aufschwung mit dem bislang höchsten Bundesligasieg der Klubgeschichte eindrucksvoll fortgesetzt und dem 1. FC Nürnberg das nächste peinliche Debakel beschert.

Die wiedererstarkten Sachsen gewannen am Sonntag gegen den völlig überforderten Aufsteiger verdient mit 6:0 (4:0) und eroberten mit dem dritten Ligasieg nacheinander den zweiten Tabellenplatz.

Leipzig, das nach mäßigem Saisonstart wettbewerbsübergreifend nur eines seiner vergangenen neun Spiele verlor, machte dank der Tore von Kevin Kampl (3.), Yussuf Poulsen (7.), Marcel Sabitzer (21.) und Nationalspieler Timo Werner (32.) schon in der ersten Hälfte alles klar. Nach der Pause legten Sabitzer (55.) und Werner (59.), der zudem einen Foulelfmeter (63.) verschoss, nach. Für Werner waren es vor 37.389 Zuschauern die Bundesligatore 50 und 51. Nürnbergs Tim Leibold hatte den Strafstoß mit einer Notbremse an Werner verursacht und dafür die Rote Karte gesehen.

Rangnick rotierte nach dem Europa-League-Sieg

Nürnberg legte die chronische Auswärtsschwäche auch in Leipzig nicht ab – im Gegenteil. Knapp zwei Wochen nach dem 0:7-Debakel bei Borussia Dortmund präsentierten sich die Franken abermals desolat, vom ersten Auswärtssieg der Saison war der Club erneut meilenweit entfernt.


RB-Trainer Ralf Rangnick rotierte drei Tage nach dem Europa-League-Erfolg bei Rosenborg Trondheim (3:1) kräftig. Unter anderem kehrten die zuletzt angeschlagenen Schlüsselspieler Emil Forsberg und Kampl in die Startelf zurück. Jubilar Kampl, der nach starken ersten 45 Minuten ausgewechselt wurde, kam zu seinem 100. Bundesligaeinsatz. Nürnberg-Coach Michael Köllner tauschte im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf nur auf einer Position: Yuya Kubo ersetzte Matheus Pereira auf der rechten Außenbahn.

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Kubo war zunächst allerdings nur defensiv gefordert. RB kam schwungvoll aus der Kabine und war über die linke Seite sofort brandgefährlich. Der äußerst spielfreudige Kampl initiierte im Zusammenspiel mit Werner den ersten gefährlichen Angriff und schloss diesen abgeklärt zur schnellen Führung ab. Nur vier Minuten später stieß RB erneut über links in den Strafraum – dieses Mal drückte Poulsen den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Leipzig auch nach der Pause bärenstark

Die lauffreudigen Kampl, Forsberg und Sabitzer wirbelten zumeist unbedrängt durch das Mittelfeld. Nürnberg fand selten in die Zweikämpfe und kam auch deshalb kaum zu Entlastungsangriffen. Durch fahrlässige Fehlpässe brachte sich der Club zudem immer wieder selbst in Bedrängnis.

Leipzig nutzte die gebotenen Räume klug und bestach auch mit enormer Effektivität. Sabitzer ließ bei seinem Treffer ins kurze Eck FCN-Torwart Fabian Bredlow schlecht aussehen. Wenig später nahm Werner genau Maß.

RB knüpfte nach dem Seitenwechsel nahtlos an die starke erste Halbzeit an. Das Rangnick-Team war Nürnberg in allen Belangen überlegen und hatte leichtes Spiel. Die Franken waren mit dem Ergebnis am Ende sogar noch gut bedient. RB-Kapitän Willi Orban traf nach einer Ecke nur den Pfosten (69.).

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