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Zweikampf der Woche: "Löw muss sich von fünf Weltmeistern trennen"


PRO & KONTRADFB-Umbruch  

"Löw muss sich endgültig von fünf Weltmeistern trennen"

19.11.2018, 07:54 Uhr | Von Heiko Ostendorp und Florian Wichert

Zweikampf der Woche: "Löw muss sich von fünf Weltmeistern trennen". Wirkt nachdenklich: Bundestrainer Joachim Löw, der hier im Regen ein Tor über den Trainingsplatz trägt. Der Umbruch im Nationalteam ist endlich eingeläutet – aber wird er ihn auch konsequent vorantreiben? (Quelle: dpa/Jan Woitas)

Wirkt nachdenklich: Bundestrainer Joachim Löw, der hier im Regen ein Tor über den Trainingsplatz trägt. Der Umbruch im Nationalteam ist endlich eingeläutet – aber wird er ihn auch konsequent vorantreiben? (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Reicht der vom Bundestrainer eingeläutete Umbruch, oder muss er noch konsequenter aussortieren?

An dieser Stelle kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Heiko Ostendorp (Fußballchef beim Sportbuzzer) aktuelle Fußball-Themen. Diese Woche geht es um die Nationalmannschaft.

Beim Jahresabschluss gegen die Niederlande heute Abend (20.45 Uhr, ARD und Liveticker bei t-online.de) geht es für die deutsche Nationalmannschaft zwar nicht mehr um den Klassenerhalt in der Nations League, trotzdem steht die Zukunft auf dem Spiel. Treibt Bundestrainer Joachim Löw den Umbau wirklich konsequent voran oder setzt er am Ende doch wieder auf seine "Achse" aus Weltmeistern.

Namentlich hatte er nach der verkorksten WM Manuel Neuer, Mats Hummels, Jérôme Boateng, Toni Kroos und Thomas Müller als Eckpfeiler für den Neustart genannt. Doch beim 3:0 gegen Russland, als die DFB-Elf endlich mal wieder überzeugte, fehlten Boateng und Kroos ganz, Hummels saß auf der Bank und Müller wurde spät eingewechselt. Wer spielt gegen die Niederlande? Kehren die Weltmeister zurück? Braucht Löw sie überhaupt noch?

Muss sich Bundestrainer Löw endgültig von seiner Achse aus Neuer, Boateng, Hummels, Kroos und Müller trennen?

Florian Wichert

Stellvertretender Chefredakteur

Pro

Ja, Löws Achse hat in der Nationalelf nichts zu suchen

Was für ein Jahr für die Nationalelf: Das erste Vorrundenaus überhaupt bei einer WM, die meisten Niederlagen in der Geschichte des DFB (sechs) und dann noch der historische Abstieg in der Nations League – weil Bundestrainer Löw den Umbruch verschleppt und erst im Rückspiel in Frankreich (1:2) sowie im Test gegen Russland (3:0) eingeleitet hat.

Sein größter Fehler: Den Neuaufbau mit der "Achse" Neuer, Boateng, Hummels, Kroos und Müller anzugehen, die im Nationalteam nichts mehr zu suchen hat. Neuer ist mit 46,2 Prozent abgewehrten Torschüssen der zweitschlechteste Torwart der Bundesliga, Müller hat seit acht Monaten nicht für den DFB getroffen, Hummels gewinnt am Boden kaum mehr als jeden zweiten Zweikampf, Boateng hat seit 2015 keine 20 Bundesliga-Spiele mehr in einer Saison geschafft und Kroos war seit Februar nur an vier Treffern in allen Wettbewerben beteiligt.

Löw muss sich nicht nur sporadisch, sondern endgültig von seiner Achse trennen, die ohnehin längst keine mehr ist.

Heiko Ostendorp

Fußballchef

Kontra

Nein, die Mischung muss stimmen

Lange hat sich Joachim Löw gegen den Umbruch in der Nationalmannschaft gewehrt – vermutlich sogar zu lange. Dass es absolut richtig und überfällig war und ist, den vielen tollen Talenten, die Deutschland hat, eine Chance zu geben, haben die letzten beiden Spiele bewiesen. Havertz, Sané, Gnabry & Co. machten Lust auf mehr.

Dennoch hat der Bundestrainer recht, wenn er sagt, dass es nur mit jungen Spielern alleine nicht geht. Die Mischung muss stimmen, jeder einzelne Generationenwechsel individuell abgewogen werden. Ter Stegen könnte Neuer sicher schon 1:1 ersetzen. Aber sind Rüdiger oder Tah schon so gut oder gar besser als Hummels und Boateng? Kroos ist ohnehin unverzichtbar in zentraler Rolle, Müller zumindest noch wichtig als Teamplayer, der die jungen Wilden führen kann. Die dürfen sich drumherum austoben.

Der Neuanfang im DFB-Team ist gemacht und muss weiter fortgeführt werden, doch ein radikaler Umbruch ohne die gewachsene Achse wäre ein Fehler. Es braucht Erfahrung UND frisches Blut.

Was denken Sie – wer hat recht?


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