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Pro & Kontra: "Warum Thomas Doll als Trainer von Hannover 96 schon erledigt ist"


PRO & KONTRA96-Retter?  

"Warum Doll jetzt schon erledigt ist"

Von Heiko Ostendorp und Florian Wichert

04.02.2019, 08:40 Uhr
Pro & Kontra: "Warum Thomas Doll als Trainer von Hannover 96 schon erledigt ist". Thomas Doll gestikuliert am Spielfeldrand. Seine Rückkehr in die Bundesliga nach zehneinhalb Jahren hat er sich anders vorgestellt. (Quelle: dpa/Swen Pförtner)

Thomas Doll gestikuliert am Spielfeldrand. Seine Rückkehr in die Bundesliga nach zehneinhalb Jahren hat er sich anders vorgestellt. (Quelle: Swen Pförtner/dpa)

Katastrophenstart für Bundesliga-Rückkehrer Thomas Doll als Trainer in Hannover. Kann er den Tabellenletzten jetzt überhaupt noch retten? 

An dieser Stelle kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Heiko Ostendorp (Fußballchef beim Sportbuzzer) aktuelle Fußball-Themen. Diese Woche geht es um Hannover 96.

Thomas Doll wirkte nach seiner Bundesliga-Rückkehr regelrecht erschrocken. Von Hannover 96, von seiner neuen Mannschaft, die beim 0:3 gegen RB Leipzig jeglichen Beweis der Bundesligatauglichkeit schuldig geblieben war. "Wenig hat ausgereicht, um uns ganz sicher zu schlagen", sagte der 52 Jahre alte Ex-Nationalspieler und warf in seiner schonungslosen Analyse auch Zweifel am Fitnesslevel des Abstiegskandidaten auf. Doll wird bei seiner schwierigen Mission die Zügel kräftig anziehen.

Und das muss schnell gehen. Am kommenden Wochenende kommt der Tabellenvorletzte 1. FC Nürnberg zum Abstiegsendspiel. Doll kämpferisch: "Ich wusste, was auf mich zukommt. Jetzt haben wir eine Woche Zeit – und dann muss das anders aussehen." Bleibt die Frage:

Kann Thomas Doll Hannover 96 noch vor dem Abstieg retten?

Florian Wichert

Stellvertretender Chefredakteur

Pro

Ja, Doll kann zwei Klubs hinter sich lassen

Platz 18, erst zwei Siege, Unruhe im Klub und den schlechtesten Kader der Liga: Hannover hat alles, was ein Absteiger braucht. Aber: Seit letzter Woche gibt es wieder Hoffnung – dank Thomas Doll. Beim 0:3 gegen Leipzig hat der neue Trainer gesehen, was es braucht: "Da muss Alarm her. Da muss Zug rein. Es muss ein kalter Nordwind in die Trainingseinheiten." Und für den wird er sorgen.

Dass Doll ein Top-Trainer ist, hat er bewiesen. Beim Chaos-HSV hielt er drei Jahre durch, führte den Klub auf Platz drei in der Liga und in die Champions League. Heute spielt der HSV in der zweiten Liga und kann davon nur träumen. Doll rettete den BVB 2007 vor dem Abstieg und hatte auch im Ausland Erfolg. Mit Budapest gewann er das Double in Ungarn.

Wer geglaubt hat, dass Doll die Stimmung in fünf Tagen vor dem Leipzig-Spiel würde drehen können, ist ein Träumer. Wer glaubt, dass ihm das in wenigen Wochen gelingt und er am Ende Stuttgart und Nürnberg hinter sich lässt und die Relegation erreicht, ist Realist.

Heiko Ostendorp

Fußballchef

Kontra

Nein, der Trainer ist schon erledigt

Matthias Sammer brachte es mal wieder am besten auf den Punkt. "Er hat viel an der Psychologie gearbeitet die Woche, die Mannschaft stark geredet – nur erreicht hat er keinen", sagte der TV-Experte zum bitteren Einstand von Thomas Doll bei Hannover 96. Mit 0:3 gingen die Niedersachsen gegen RB Leipzig unter und sind nun Letzter.

Noch schlimmer als der Tabellenplatz ist die Tatsache, dass der neue Trainer praktisch nach nur einem Spiel schon wieder erledigt ist. Doll ist ein Übungsleiter, der vor allem über die Ansprache, über die Motivation kommt, der Emotionen wecken kann – eigentlich. Denn wer den blutleeren Auftritt am Freitagabend sah, der muss feststellen, dass weder Kampf noch Leidenschaft zu sehen waren, ein Armutszeugnis.

Der Trainereffekt ist komplett verpufft, das Team wirkt komplett verunsichert und hoffnungslos überfordert. Dazu kommt die anhaltende Unruhe im gesamten Klub, die Fans verhöhnten gegen RB erneut Patriarch Martin Kind. Diese Gesamtgemengelage lässt nur ein Fazit zu: Nächste Saison spielt 96 wieder eine Klasse tiefer.

Was denken Sie – wer hat recht?




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