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Heckings Aus "kann Eigentor für Borussia Mönchengladbach werden"

PRO & KONTRATrainerwechsel  

"Das kann ein Eigentor für Gladbach werden"

Von Florian Wichert und Dr. Sebastian Harfst

14.04.2019, 16:49 Uhr
Seine beste Saison mit Gladbach ist offenbar nicht gut genug: Dieter Hecking wird im Sommer als Trainer ersetzt. (Quelle: imago images/Sven Simon)
Borussia Mönchengladbach: Hecking von Aus nach Saisonende enttäuscht

Borussia Mönchengladbach hat den Vertrag mit Trainer Dieter Hecking zum Saisonende aufgelöst. Das gab der Verein am Dienstag bekannt. Hecking sprach auf der Pressekonferenz von einer "riesigen Enttäuschung". (Quelle: SID)

"Riesige Enttäuschung": So reagierte Gladbach-Trainer Dieter Hecking auf das Aus zum Saisonende. (Quelle: SID)


Erst hat Mönchengladbach den Vertrag mit Trainer Dieter Hecking verlängert – nun muss er doch schon am Saisonende gehen. Begeht die Borussia mit dieser Entscheidung einen großen Fehler?

An dieser Stelle kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und ein Redakteur des Sportbuzzer aktuelle Fußball-Themen. Diese Woche geht es um den Trainerwechsel bei Borussia Mönchengladbach.

Dieter Hecking will sich mit Stil von Borussia Mönchengladbach verabschieden. Dass er gehen muss und nach Saisonende durch den Salzburger Coach Marco Rose ersetzt wird, sei "verarbeitet, es gibt kein böses Blut", sagte der 54-Jährige: "Die Mannschaft zieht mit, die Mannschaft folgt mir."

Tatsächlich konnte die Borussia durch den 1:0-Sieg in Hannover am vergangenen Samstag wieder einen Erfolg feiern. Obwohl die Leistung wie so häufig in dieser Rückrunde nicht komplett überzeugend war, wird sich Gladbach voraussichtlich nach zwei Jahren wieder für den Europapokal qualifizieren. Sogar die Champions League ist noch in Reichweite. Da stellt sich unweigerlich die Frage:

Begeht Borussia Mönchengladbach mit dem Trainerwechsel einen Fehler?

Dr. Sebastian Harfst

Verantwortlicher Redakteur Sport

Pro

Ja, diese Wette ist unsicher

Die großen Ziele Max Eberls sind legitim. Im Tagesgeschäft Bundesliga leben die Klubs auch von Wetten auf die Zukunft, solange diese nur für Aufbruchsstimmung sorgen. Dass Eberl in seiner Wette aber einen der profiliertesten und routiniertesten Trainer opfert, kann zum Eigentor für Borussia Mönchengladbach werden. Dieter Hecking hat die „Fohlen“ im Dezember 2016 im Abstiegskampf übernommen, gerettet und stabilisiert. In dieser Spielzeit spielt Gladbach trotz eines Einbruchs seit der Winterpause um den Einzug in die Champions League. Was bitte kann Eberl angesichts der nationalen Konkurrenz mehr wollen?

Vielleicht fehlt ihm bei Hecking der große Glanz. Dabei hat der in seiner Trainerkarriere beständig abgeliefert, führt die aktuellen Coaches nach Einsätzen an der Seitenlinie an. Hecking steht für etwas, nach dem viele Bundesligisten gieren: Kontinuität. Sein Nachfolger Marco Rose ist in dieser Hinsicht ein unbeschriebenes Blatt und ein kaum zu kalkulierendes Wagnis für Eberl. Deswegen: ein Wechsel ohne Not.

Florian Wichert

Stellvertretender Chefredakteur

Kontra

Nein, Eberl macht alles richtig

Dieter Hecking hat in drei Jahren in Mönchengladbach einen ordentlichen Job gemacht. Nicht weniger – aber auch nicht mehr. Er hat zweimal Platz neun erreicht und schafft in dieser Saison womöglich die Quali für den Europacup.

ABER: Im zweiten Jahr in Folge ist die Borussia im Vergleich zur Hinserie abgestürzt. Manager Max Eberl hat nicht nur diesen Trend bemerkt – er kennt auch die Halbwertszeit von Trainern im Profifußball. Er weiß: Besser wird es nicht. Dementsprechend hat er zurecht die Chance ergriffen, einen neuen Trainer zu verpflichten. Und zwar einen, den die halbe Bundesliga gerne gehabt hätte.

Marco Rose hat mit Salzburg in den vergangenen beiden Jahren nicht nur tollen Fußball spielen lassen, er hat den Klub in der letzten Saison auch überlegen zur Meisterschaft in Österreich sowie ins Euro-League-Halbfinale geführt. Auch in dieser Saison wird er mit riesigem Vorsprung Meister werden. Anschließend wird Rose Gladbach wieder in die Champions League führen. Eberl weiß, was er tut.

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