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BVB: Wer kommt und wer muss gehen?

Von t-online
Aktualisiert am 06.06.2019Lesedauer: 4 Min.
Die schwarz-gelben Zeiten sind vorbei: André Schürrle muss den BVB wohl verlassen.
Die schwarz-gelben Zeiten sind vorbei: André Schürrle muss den BVB wohl verlassen. (Quelle: Thomas Bielefeld/imago-images-bilder)
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Das Gesicht der Dortmunder Mannschaft wird sich verändern: Drei Stars hat der BVB schon verpflichtet – für sieben ausgeliehene Spieler stehen die Chancen schlecht.

Endlich darf wieder am Kader gebastelt werden: Für Borussia Dortmund die beste Gelegenheit, sich für den nächsten Titelkampf zu stärken. Drei Topverpflichtungen hat der BVB schon getätigt, etliche Spieler werden den Verein aber auch verlassen. Sieben Profis sind momentan an andere Vereine verliehen, für sie ist eine Rückkehr fast ausgeschlossen. „Mir fällt spontan keiner ein, der eine Option für uns wäre“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kürzlich der „Funke Medien Gruppe“ und betonte: „Der größte Teil kehrt nicht zu uns zurück.“


Transfermarkt: Neu-Nationalspieler Luca Waldschmidt besitzt Ausstiegsklausel

Freiburg-Profi Luca Waldschmidt stand schon in diesem Sommer bei einigen größeren Klubs hoch im Kurs: Laut "Sport Bild" sollen unter anderem Benfica Lissabon und Gladbach an einer Verpflichtung interessiert gewesen sein. Doch der Offensivspieler blieb beim SC. Das könnte sich im kommenden Sommer allerdings ändern: Denn wie die "Sport Bild" schreibt, greift dann eine Ausstiegsklausel, die im Vertrag des 23-Jährigen verankert ist. Die angeblich festgeschriebene Ablöse: 23 Millionen Euro.
Zweitligist Hannover 96 hat den ehemaligen deutschen Nationalspieler Dennis Aogo ablösefrei verpflichtet. Der 32-Jährige spielte zuletzt beim VfB Stuttgart, dort war sein Vertrag im Sommer ausgelaufen. Insgesamt absolvierte Aogo zwölf Länderspiele für die DFB-Auswahl. Hannover liegt mit fünf Punkten aus fünf Spielen nur im Mittelfeld der Tabelle.
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Wer kommt und wer geht beim BVB? Der Überblick:

Die Zugänge:

Nico Schulz
Hinten links wird es beim BVB öfter mal kritisch, wenn es ums Verteidigen der Bälle geht – Nico Schulz soll da Abhilfe schaffen. Der Nationalspieler kommt im Sommer von der TSG Hoffenheim nach Dortmund, für 25,5 Millionen Euro. Mehr wurde für einen deutschen Linksverteidiger noch nie gezahlt. Dabei war Schulz im Sommer 2017 für gerade mal drei Millionen Euro von Gladbach nach Hoffenheim gewechselt.

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Julian Brandt
Wenn es aus deutscher Sicht tatsächlich Profiteure von der WM im vergangenen Jahr in Russland gab, dann war einer davon Julian Brandt. Der U19-Europameister von 2014 hatte zwar nur wenige Einsatzzeiten, aber einige starke Szenen, was auf den Großteil der Mannschaft eher nicht zutraf. Sein Marktwert liegt laut transfermarkt.de bei 50 Millionen Euro, wegen einer festen Ablösesumme im Vertrag darf er nun aber für 25 Millionen Euro zum BVB wechseln. Ein Schnäppchen, das sich für Dortmund richtig lohnen könnte.

Thorgan Hazard
Noch mehr Angriffslust gefällig? Die wird Thorgan Hazard aus Gladbach mitbringen: In 33 Bundesliga-Spielen waren es zehn Tore und bereitete elf Treffer vor. Fähigkeiten, die Dortmund nun gerne auch im gelben Trikot haben möchte. 25,5 Millionen Euro soll die Ablösesumme betragen haben. Sportdirektor Michael Zorc hob vor allem das Tempo und die Abschlussqualität des belgischen Nationalspielers hervor.

Die voraussichtlichen Abschiede:

André Schürrle
In den Top Ten der teuersten deutschen Fußballer taucht André Schürrle gleich zweimal auf. Es gab eine Zeit, da hat der VfL Wolfsburg einst 32 Millionen Euro bezahlt, um den Stürmer vom FC Chelsea nach Niedersachsen zu holen, mit zehn Toren machte er sich folglich so wertvoll, dass in der nächsten Saison Borussia Dortmund zuschlug – und auch nochmal 30 Millionen Euro locker machte. Die große Liebe ist mittlerweile abgeflacht, in der vergangenen Saison lieh der BVB den 28-Jährigen zum FC Fulham aus. Die Leihe endet nun, einen Platz im BVB-Kader ist für Schürrle nicht mehr vorgesehen.

Shinji Kagawa
Früher war Shinji Kagawa inoffiziellen Studien zufolge der beliebteste Japaner der Bundesliga. 2011 und 2012 feierte er mit Borussia Dortmund die Meisterschaft, schoss damals in 49 Bundesligaspielen 21 Tore. Nach einem zweijährigen Abstecher zu Manchester United kehrte er 2014 nach Dortmund zurück, doch die Zeit im BVB-Trikot scheint nun endgültig zu enden: Nach einer Ausleihe an Besiktas Istanbul in der vergangenen Winterpause soll Kagawa laut "Bild" den Klub im Sommer verlassen. Die Shinji-Sprechchöre sind ja auch längst verklungen.

Jeremy Toljan
Hoffnungsfroh wechselte Jeremy Toljan im August 2017 von Hoffenheim zu Borussia Dortmund – und lernte dann, was Konkurrenzkampf im Bundesligageschäft bedeuten kann. Ein paar Wochen zuvor war er mit der U21 Europameister geworden, doch in Dortmund konnte er sich in zwei Jahren nicht wirklich durchsetzen, kam nur auf 16 Bundesliga-Spiele. Im Winter wurde er schließlich zu Celtic Glasgow ausgeliehen und lernte die schottische Geselligkeit kennen, dank Double aus Meisterschaft und Pokal war die besonders herzlich. Warme Worte hat man beim BVB sicher noch für ihn, allerdings wohl keinen neuen Vertrag.

Alexander Isak
Seine Sternstunde beim BVB hatte Alexander Isak in Magdeburg. Im Oktober 2017 trafen die Dortmunder in der zweiten Runde des DFB-Pokals auf den Drittligisten und gewannen 5:0. Eine gute Gelegenheit für eine Nachwuchskraft, sich hervorzutun. Einen Treffer bereitete der 18-Jährige damals vor, ein Tor schoss er selber. Der BVB wähnte sich im Glauben, ein Sturmtalent gefunden zu haben, doch der große Durchbruch ist dem Schweden mit eritreischen Wurzeln bisher nicht gelungen. Im Januar verlieh Dortmund ihn in die Niederlande zu Willem II Tiburg. Trotz einer bärenstarken 14 Tore und sieben Assists in 18 Pflichtspielen, gibt es beim BVB derzeit keinen Platz für ihn. Aber er ist ja immer noch keine 20 Jahre altPotential für eine Rückkehr besteht auf jeden Fall.

Felix Passlack
Für Spieler wie ihn haben fachkundige Fußballbeobachter das Wort „Juwel“ in die Branche eingeführt: Felix Passlack wurde 2016 mit einem Tor gegen Legia Warschau zum jüngsten Deutschen, der in der Champions League einen Treffer erzielen konnte. 18 Jahre und 177 Tage war er damals alt und bekam nicht nur aus Dortmund Lobeshymnen zu hören. Gerade ist die Karriere des Außenverteidigers ins Stocken geraten, nach dem Anschlag auf den BVB-Bus kämpfte Passlack zudem mit Schlafstörungen. Dass er nach seiner Ausleihe nach Norwich City zum BVB zurückkehrt, ist gerade nicht absehbar.

Dzenis Burnic
Die Trikots sind fast dieselben geblieben: In Dresden musste sich Dzenis Burnic diesbezüglich nicht groß umstellen, ohnehin hat sich die Leihe des Mittelfeldspielers an den Zweitligisten durchaus gelohnt. Der 21-Jährige absolvierte bei den Dresdnern nach seiner Ausleihe im Winter fast alle Partien – Spielpraxis, die er beim BVB mit Konkurrenten wie Thomas Delaney oder Axel Witsel nie bekommen hätte. Die Dresdner liebäugeln nun mit einem Kauf von Burnic, was dem BVB auch ganz recht wäre.


Sebastian Rode
Der siebte Spieler, der aktuell noch verliehen ist: Sebastian Rode steht nach seinem Engagement beim FC Bayern bis 2014 nun wohl auch auf der Dortmunder Verkaufsliste. Im Winter kehrte er zu seinem langjährigen Verein Eintracht Frankfurt zurück und feierte mit seinem 2:0 gegen Benfica Lissabon den entscheidenden Treffer zum Einzug ins Halbfinale der Europa League. Allerdings ist Rode nun verletzt und leidet seit Mai an einem Knorpelschaden im rechten Knie. Frankfurt soll durchaus Interesse an einer Verpflichtung des 28-Jährigen haben, wofür Dortmund empfänglich wäre. Rodes Vertrag beim BVB läuft nur noch ein Jahr.

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Von Julian Buhl
André SchürrleBVBFC ChelseaJulian BrandtMichael ZorcRusslandShinji KagawaTSG 1899 HoffenheimVfL Wolfsburg
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