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Champions League: Pleite gegen Atlético – Bayer Leverkusen vor dem Aus

Niederlage bei Atlético  

Drittes Spiel, dritte Pleite – Bayer vor CL-Aus

22.10.2019, 22:32 Uhr | sid , t-online.de

Champions League: Pleite gegen Atlético – Bayer Leverkusen vor dem Aus. Atléticos Morata: Der Joker traf kurz vor Schluss. (Quelle: imago images/Agencia EFE)

Atléticos Morata: Der Joker traf kurz vor Schluss. (Quelle: Agencia EFE/imago images)

Lange war Leverkusen bei Atlético am Drücker. Die Mannschaft von Peter Bosz verpasste aber, sich Torchancen herauszuspielen. Stattdessen schlug ein Atlético-Joker in der Schlussphase zu.

Bayer Leverkusen kann trotz einer engagierten Leistung bei Atletico Madrid die Hoffnungen auf das Achtelfinale der Champions League praktisch begraben. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz steht nach dem 0:1 (0:0) beim lange harmlosen spanischen Vizemeister weiter ohne Punkte auf dem letzten Platz der Gruppe D. Der Einzug in das Achtelfinale ist nach den drei Pleiten zum Start utopisch – die Werkself muss den Fokus nun darauf richten, zumindest über Platz drei die Trostrunde Europa League zu erreichen.

Der eingewechselte spanische Nationalspieler Alvaro Morata (78.) sorgte in einer lange chancenarmen Partie dafür, dass Atletico bereits sieben Punkte vor den Leverkusenern liegt. Im Rückspiel am 6. November in der Bay-Arena ist der Fußball-Bundesligist schon zum Siegen verdammt. In der Geschichte der Champions League gelang es bislang nur Newcastle United in der Saison 2002/03, nach drei Niederlagen in den ersten drei Partien noch die K.o.-Runde zu erreichen.

Bayer von Anfang an mutig

Die Marschroute der Leverkusener, die nun schon seit vier Pflichtspielen auf einen Sieg warten, war nach den Niederlagen gegen den vermeintlich schwächsten Vorrundengegner Lokomotive Moskau (1:2) sowie Juventus Turin (0:3) eindeutig. Torjäger Kevin Volland sprach im Kampf um das Weiterkommen bereits von der "letzten Chance", Sport-Geschäftsführer Rudi Völler forderte ein "Topspiel" und Bosz stellte klar: "Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir dort Punkte holen, wo man das nicht erwartet. In Turin hat das nicht geklappt, daher sollte es bei Atletico klappen."

Der Bundesliga-Neunte zeigte sich vor 65.000 Zuschauern im nicht ausverkauften Wanda Metropolitano von Beginn an gewillt, die Forderungen umzusetzen, und spielte gegen Atletico mutig mit. Julian Baumgartlinger (9.) verfehlte das Tor der Gastgeber aus aussichtsreicher Position knapp. Mit gewohnt aggressivem Pressing machten die Leverkusener dem spanischen Vizemeister das Leben schwer, ließen aber in der Offensive meist die nötige Präzision vermissen.

Atléticos Correa (l.) gegen Bayers Amiri (r.): Das Spiel lief zumeist im Mittelfeld ab. (Quelle: imago images/Cordon Press/Miguelez Sports)Atléticos Correa (l.) gegen Bayers Amiri (r.): Das Spiel lief zumeist im Mittelfeld ab. (Quelle: Cordon Press/Miguelez Sports/imago images)

Leverkusen kaum torgefährlich

Trainer Bosz hatte nach dem schmerzlichen 0:3 am vergangenen Freitag in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt seine Startelf auf drei Positionen verändert. Linksverteidiger Wendell fiel aufgrund einer Oberschenkelzerrung aus, neben Kapitän Lars Bender rückten auch Nationalspieler Jonathan Tah und Karim Bellarabi ins Team. Die Umstellungen zeigten Wirkung: Bellarabi brachte über die rechte Seite immer wieder Tempo ins Bayer-Spiel, die Viererkette um Tah und den starken Bender stand gut. Lediglich bei einer Unkonzentriertheit von Torwart Lukas Hradecky (18.) wurde es kurz brenzlig.

Leverkusen war das dominante Team und verzeichnete gegen weitgehend biedere Spanier mehr Ballbesitz, gefährliche Torchancen kamen in der ersten Hälfte aber auf keiner Seite zustande. Bei Atletico machte sich auch das Fehlen von 127-Millionen-Mann Joao Felix bemerkbar. Das portugiesische Ausnahmetalent hatte am Samstag im Ligaspiel gegen den FC Valencia eine Sprunggelenkverletzung erlitten.


Vor dem Spiel gegen Leverkusen waren die Madrilenen vier Heimspiele in Serie ohne Sieg geblieben – gegen die gut organisierte Werkself unternahmen sie auch nach der Pause lange zu wenig, um an dieser Negativserie etwas zu ändern. Zwar wurde die Mannschaft von Trainer Diego Simeone etwas gefährlicher, die Bayer-Defensive stand jedoch weiter sicher – bis Morata per Kopf eiskalt zuschlug.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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