Sie sind hier: Home > Sport > Bundesliga >

Nach Rassismus-Vorfällen: Hans Sarpei bewirbt sich um Platz in Schalker Aufsichtsrat

Nach Rassismus-Vorfällen  

Hans Sarpei bewirbt sich um Platz in Schalker Aufsichtsrat

28.02.2020, 09:53 Uhr | sid, dpa

Nach Rassismus-Vorfällen: Hans Sarpei bewirbt sich um Platz in Schalker Aufsichtsrat. Hans Sarpei: Der Verteidiger spielte von 2010 bis 2012 beim FC Schalke 04 und möchte nun in den Verein zurückkehren. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Hans Sarpei: Der Verteidiger spielte von 2010 bis 2012 beim FC Schalke 04 und möchte nun in den Verein zurückkehren. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Verteidiger Hans Sarpei hielt nur zwei Jahre seine Knochen für den FC Schalke 04 hin, avancierte in dieser Zeit jedoch zum Gelsenkirchener Fan-Liebling. Nun will der Ghanaer zum Verein zurückkehren. Und aktiv gegen Rassismus kämpfen.

Ex-Bundesliga-Profi Hans Sarpei will beim FC Schalke 04 in den Aufsichtsrat. "Ich habe mich Ende Januar um ein Amt als Aufsichtsrat des S04 beworben", schrieb der 43-Jährige bei Twitter: "Sehr gerne möchte ich meine Erfahrungen im Fußball als Deutscher mit Migrationshintergrund einbringen. Wir müssen gemeinsam für Schalke und gegen Rassismus kämpfen."

Der gebürtige Ghanaer, der seit seinem dritten Lebensjahr in Deutschland lebt, spielte von 2010 bis 2012 für die Königsblauen. "Es ist der Verein, dem ich im Herbst meiner sportlichen Karriere am meisten zu verdanken habe. In einer Zeit, in der eine erfolgreiche Integration keine Selbstverständlichkeit mehr ist, möchte ich mit meiner Kandidatur den Mitgliedern und Fans etwas zurückgeben", sagte Sarpei der WAZ.

Zuletzt hatte es beim DFB-Pokalspiel auf Schalke rassistische Attacken gegen Hertha-Profi Jordan Torunarigha gegeben. Im Vorjahr hatten als rassistisch kritisierte Aussagen des Schalkers Aufsichtsratchefs Clemens Tönnies über Afrikaner für Wirbel gesorgt. Tönnies hatte gesagt, anstelle von Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren." Tönnies durfte danach sein Schalke-Amt drei Monate lang nicht ausüben.

Sarpei hatte Tönnies als einer der Ersten öffentlich für seine Äußerungen kritisiert. Sollte er es in den Aufsichtsrat schaffen, müsste er eng mit dem Fleischfabrikanten zusammenarbeiten. "Die Gelegenheit wird sich so oder so ergeben. Ich freue mich sehr auf die Gespräche mit den Kollegen", sagte Sarpei der "WAZ".

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur sid und dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal