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PSG gegen BVB: Thomas Tuchel – entscheidet dieses Spiel über seine Zukunft?

PRO & KONTRABesiegelt der BVB sein Aus in Paris?  

"Bayern? Tuchel passt auch zu einem anderen Bundesligaklub"

Von Robert Hiersemann, Florian Wichert

09.03.2020, 12:31 Uhr
PSG gegen BVB: Thomas Tuchel – entscheidet dieses Spiel über seine Zukunft?. Empfängt mit seinem Team den BVB in Paris: PSG-Trainer Thomas Tuchel.  (Quelle: imago images/t-online.de)

Empfängt mit seinem Team den BVB in Paris: PSG-Trainer Thomas Tuchel. (Quelle: t-online.de/imago images)

Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League geht es nicht nur um das Weiterkommen. Hier könnte sich auch die Zukunft von Trainer Thomas Tuchel entscheiden. Der "Zweikampf der Woche" mit Robert Hiersemann und Florian Wichert.

In der französischen Ligue 1 haben Trainer Thomas Tuchel und Paris St. Germain 12 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Olympique Marseille – und sogar noch ein Spiel in der Hinterhand. Der Meistertitel ist Formsache. Doch das interessiert im Verein schon lange niemanden mehr. Der Maßstab ist seit Jahren nur noch die Champions League – und der Druck auf Tuchel brutal.

In seiner ersten Saison als Trainer von PSG scheiterte er bereits überraschend und knapp im Achtelfinale an Manchester United. 

Dieses Jahr muss Tuchel es besser machen, sonst droht nach zwei Jahren der Rauswurf. Ein Jahr vor Vertragsende. Und ausgerechnet sein Ex-Klub Borussia Dortmund, bei dem er 2017 nach einem Streit gefeuert wurde, könnte sein Aus im Rückspiel am Mittwoch (21 Uhr, im Liveticker bei t-online.de) beschleunigen, oder gar besiegeln? Das Hinspiel hat der BVB bereits mit 2:1 gewonnen.  

Entscheidet das Spiel gegen den BVB über Tuchels Zukunft?

Robert Hiersemann

Head of Fußball und Sport

Pro

Ja, es wird eng für Tuchel – doch keine Sorge

Thomas Tuchel ist ein guter Trainer, er steht mit seinem Team im französischen Pokalfinale und an der Spitze der Ligue 1. Doch mit diesen Titeln rechnen die Fans und die Verantwortlichen des Klubs ohnehin. Der Top-Taktiker wurde geholt, um den Verein international voranzubringen. Und deshalb ist das Rückspiel gegen den BVB die wichtigste Partie für Tuchel seit seinem Amtsantritt.

Will er im Verein bleiben, muss er das Duell mit seinem Ex-Verein drehen und den Sprung ins Viertelfinale schaffen – um dann bis ins Finale der Königsklasse durchzumarschieren. Denn das ist der Anspruch von PSG.

Wenn er jetzt ausscheidet, ist Paris für ihn Geschichte – spätestens nach dieser Saison. Denn zweimal in Folge im Achtelfinale aus dem Wettbewerb zu fliegen, genügt mit einem topbesetzen Kader um Superstars wie Mbappé nicht. Sorgen um Tuchel muss man sich dennoch nicht machen.

Denn es gibt die perfekte Zukunftslösung: Tuchel und Hertha BSC, das würde passen. Investor Windhorst pumpt viel Geld in den Verein, die Ansprüche sind hoch. Mit Tuchel würde Hertha einen Trainer mit Strahlkraft verpflichten. Bei den kriselnden Berlinern wäre Tuchel selbst der Star – und er hätte alle Rückendeckung, um eine Topmannschaft zu formen.

 

Florian Wichert

Stellvertretender Chefredakteur

Kontra

Nein, Tuchels Schicksal ist längst besiegelt

Um zu erkennen, dass das Verhältnis zwischen Tuchel und Paris irreparabel geschädigt ist, reichte in den vergangenen Wochen ein gelegentlicher Blick in die französischen Zeitungen.

Mbappé schiebt Frust, weil er dauernd ausgewechselt wird. Neymar verweigert erst eine Trainingseinheit und kritisiert Tuchel nach dem BVB-Spiel, weil der ihn zu lange geschont habe. Die Spieler verweigern ein Tuchel-Trainingslager in Spanien, weil sie lieber zuhause bleiben wollen. Icardi geht Tuchel angeblich körperlich an, weil der ihn nicht aufstellt. Nur zwei Tage nach der 1:2-Niederlage gegen Dortmund im Achtelfinal-Hinspiel feiern Spieler eine wilde Geburtstagsparty. Bilder mit freien Oberkörpern tauchen in sozialen Netzwerken auf. Tuchel reagiert überrascht und wütend.

Selbst wenn nur ein Bruchteil der Berichterstattung zutreffen würde, ist eines klar: Das Schicksal von Tuchel ist längst besiegelt. Fans und der zurückgekehrte Sportchef Leonardo sehen Tuchel offenbar zunehmend kritisch. Selbst ein Sieg in der Champions League würde das kaum ändern – und ist unter den gegebenen Voraussetzungen ohnehin völlig utopisch.

Tuchel kann froh sein, wenn er den Sauhaufen los wird. Und wenn schon im Sommer bei Bayern kein Trainerposten frei wird, dann doch vielleicht beim DFB.

Wer hat recht?

Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen – auch als Podcast zum Hören und kostenlosen Abonnieren, bei AppleSpotifyGoogleDeezer und in jeder Podcast-App.

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