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BVB: Warum Marco Reus mal wieder zur tragischen Figur werden könnte

Der BVB-Star und seine Verletzungen  

Warum Reus mal wieder zur tragischen Figur werden könnte

21.05.2020, 14:58 Uhr | sid, t-online.de, ak

BVB: Warum Marco Reus mal wieder zur tragischen Figur werden könnte. Verletzungspech: Marco Reus machte für den BVB bisher 266 Pflichtspiele. Seit Februar kann er allerdings nicht mehr mitwirken.  (Quelle: imago images/Team 2)

Verletzungspech: Marco Reus machte für den BVB bisher 266 Pflichtspiele. Seit Februar kann er allerdings nicht mehr mitwirken. (Quelle: Team 2/imago images)

Marco Reus bleibt der große Pechvogel des deutschen Fußballs. Während der BVB immer besser in Tritt kommt, wird sein Kapitän wohl erneut den Saisonendspurt verpassen. Seine Verletzungsanfälligkeit wird zum Mysterium.

Marco Reus schien einer der großen Gewinner der Corona-Pause zu werden. Doch stattdessen ist er auf der Jagd nach seinem großen Meistertraum zum Zuschauen verdammt. Der Kapitän von Borussia Dortmund kann seinen Teamkollegen beim Angriff auf den Bundesliga-Thron wohl nicht mehr helfen. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung droht dem schon häufig vom Verletzungspech verfolgten Offensivstar das Saison-Aus.

Kein Schuss mit rechts ohne Beschwerden

Noch immer plagt sich Reus mit einer hartnäckigen Adduktorenverletzung aus dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen Anfang Februar. Laut "Kicker" hätte er nach ersten Angaben der medizinischen Abteilung des BVB rund vier Wochen danach das Training wieder aufnehmen sollen. Doch davon ist er offenbar noch weit entfernt.

Der 30-Jährige "kann offenkundig mit dem rechten Fuß nicht ohne Beschwerden schießen", heißt es in der "Bild". Deshalb trainiere er auf unbestimmte Zeit weiter individuell. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining ist auch über 100 Tage nach seinem letzten Einsatz nicht absehbar, geschweige denn ein Comeback im Saisonendspurt.

Haaland, Sancho und Brandt in Topform

Ein Einsatz im Meistergipfel gegen Bayern München am kommenden Dienstag (ab 18.30 Uhr im Liveticker von t-online.de) scheint vollkommen ausgeschlossen. Gut für die Schwarz-Gelben, dass die Abhängigkeit von ihrem Anführer längst nicht mehr so immens ist wie in früheren Zeiten. Der Traum vom Titel scheint sogar ohne den Kapitän greifbar – derart herausragend ist inzwischen die schwarzgelbe Offensive besetzt. Aktuell trennen die zweitplatzierten Dortmunder vier Punkte von Tabellenführer Bayern. Sollte der BVB das direkte Duell gegen den großen Rivalen aus dem Süden gewinnen, wäre der Meisterkampf wohl so offen wie lange nicht mehr.

Und die Hoffnung darauf lebt nicht nur rund um den Dortmunder Borsigplatz, der Gründungsstätte des BVB. Denn: Auch ohne Reus produzierte die Angriffsreihe um Erling Haaland, Jadon Sancho, Julian Brandt und Thorgan Hazard zuletzt Tore am Fließband. Fünf von sechs Bundesligaspielen gewannen die Westfalen während seiner Abwesenheit und erzielten dabei im Schnitt fast drei Treffer pro Partie. In der Champions League bewies man zumindest im Hinspiel gegen Paris St. Germain (2:1), dass die neuformierte Offensive auch gegen einen Topgegner brillieren kann.

Reus‘ prall gefüllte Verletzungsakte

Dennoch: Reus und seine Verletzungen, das bleibt ein Mysterium. Wie erwähnt sollte er eigentlich nach wenigen Wochen wieder ins Training einsteigen. Wegen Corona war plötzlich jedoch keine Eile mehr geboten. "Als sich abzeichnete, dass die Spiele vorerst ausfallen würden, haben wir uns noch mal zusammengesetzt und den Reha-Plan verändert", sagte Reus Anfang April: "Jetzt nutze ich die Pause, um meinen Körper komplett neu einzustellen und in einen Top-Zustand zu bringen, bevor ich wieder voll einsteige."

Ein Comeback direkt beim Restart schien die logische Konsequenz, doch diese Hoffnung nahm der gebürtige Dortmunder den BVB-Fans bereits Anfang Mai. "Ich liege gut im Reha-Plan, ich bin im Soll", sagte der 30-Jährige im Interview mit RTL Nitro, um den Comeback-Termin jedoch gleich nach hinten zu schieben: "Es kommt jetzt noch auf zwei bis drei Wochen an." Diese sind so langsam auch um und eine Rückkehr ist weiterhin nicht in Sicht.

Die prall gefüllte Verletzungsakte von Reus ist damit um ein leidiges Kapitel reicher. Syndesmoseriss, Außenbandrisse, Muskelbündelriss – nur mit seiner Schambeinentzündung 2016 und seinem Kreuzbandriss 2017 war er allerdings noch länger ausgefallen als mit seiner jetzigen Muskelverletzung im Adduktorenbereich.

Verwendete Quellen:

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