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Bundesliga – Gegen Wolfsburg: FC Augsburg verpasst die Tabellenführung


Bundesliga am Sonntag
Gegen Wolfsburg: Augsburg verpasst die Tabellenführung

Von t-online, dpa, MEM

Aktualisiert am 04.10.2020Lesedauer: 2 Min.
Rafal Gikiewicz: Der Keeper des FC Augsburg hat den Wölfen keine Chance gelassen, ein Tor zu schießen.Vergrößern des BildesRafal Gikiewicz: Der Keeper des FC Augsburg hat den Wölfen keine Chance gelassen, ein Tor zu schießen. (Quelle: Joachim Sielski)
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Der FC Augsburg verpasste in Wolfsburg die Chance an die Tabellenspitze zu klettern. Gegen den VfL Wolfsburg erreichte der FCA ein 0:0 – die Wölfe scheiterten immer wieder an Keeper Rafał Gikiewicz.

Der FC Augsburg hat es verpasst, die Tabellenführung in der Bundesliga zu übernehmen. Ohne den krankheitsbedingt fehlenden Heiko Herrlich erzielte die Mannschaft nur ein 0:0 gegen den VfL Wolfsburg.

Trotz mehrerer guter Möglichkeiten für beide Teams blieb es am Ende vor 4.632 Zuschauern dabei: Augsburg ist neben Union Berlin der einzige aktuelle Bundesligist, der noch nie nach einem kompletten Spieltag auf Platz eins stand. Und der VfL bemühte sich zwar mit viel Elan, aber erneut vergeblich darum, seinen ersten Heimsieg in der Liga seit dem 23. Februar zu schaffen.


Bei beiden Klubs war die Vorbereitung auf dieses Spiel erheblich beeinträchtigt worden. Augsburgs Trainer Heiko Herrlich war zwei Tage zuvor mit einem Pneumothorax ins Krankenhaus eingeliefert worden. Bei diesem Krankheitsbild sammelt sich Luft in dem Raum zwischen Lunge und Brustwand. "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Ich hoffe, dass er schnell wieder bei uns ist", sagte sein Assistent Iraklis Metaxas bei "Sky", der ihn am Sonntag als Chefcoach vertrat.

Wolfsburg musste noch Euro-Aus verdauen

Beim VfL fehlte nicht nur der Schweizer Nationalspieler Renato Steffen nach einem positiven Corona-Test. Die Mannschaft musste auch noch in nur kurzer Zeit ihr bitteres Scheitern in der Europa-League-Qualifikation verdauen, das sie am Donnerstagabend bei AEK Athen erst in der letzten Minute der Nachspielzeit ereilte.

Gemessen daran entwickelte sich ein sehr engagiertes und intensives Spiel mit vielen Chancen. Vor allem den Wolfsburgern waren die enormen Belastungen für Körper und Geist kaum anzumerken. Sie zogen lange Zeit ein schnelles und gefährliches Flügelspiel auf.

An Gikiewicz kamen die Wölfe nicht vorbei

Schon in der sechsten Minute scheiterte Mittelstürmer Wout Weghorst an FCA-Torwart Rafal Gikiewicz. 20 Minuten später wurde im Stadion sogar schon laut und ausgiebig gejubelt, weil Josip Brekalo einen weiteren Angriff über die linke Seite zum vermeintlichen 1:0 abschloss (26.). Doch der Videobeweis ergab, dass Wout Weghorst kurz zuvor als Ballverteiler um Millimeter im Abseits gestanden hatte.

Wolfsburg tat mehr für die Offensive, doch auch der FCA blieb immer gefährlich. In der 11. Minute traf Michael Gregoritsch nur das Außennetz. Zehn Minuten später kam Florian Niederlechner nicht zum Erfolg, obwohl er im Strafraum nur noch den von seinen Knieproblemen genesenen VfL-Torwart Koen Casteels vor sich hatte (21.).

Neuzugang Baku kam von der Bank

Der zweite Durchgang begann wieder mit einer klaren Wolfsburger Chance. Diesmal parierte Gikiewicz stark gegen Admir Mehmedi (52.). Dem VfL gingen aber spürbar die Kräfte aus, sein Spiel verlor an Präzision und Durchschlagskraft. Dennoch versuchte es die Mannschaft von Oliver Glasner unermüdlich, den FCA unter Druck zu setzen.

In der 72. Minute wurde dazu auch erstmals Ridle Baku eingewechselt, der am Donnerstag für zehn Millionen Euro von Mainz 05 verpflichtet worden war. Der zweite Neuzugang Maximilian Philipp stand noch nicht im Kader.

Ein weiterer Spieler soll am letzten Tag der Transferfrist nicht mehr kommen. Das stellte Sportchef Jörg Schmadtke genauso klar, wie er einen Verkauf von Torjäger Weghorst ausschloss.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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