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FC Bayern: Wohin wechselt Jérôme Boateng? Das ist der ideale Bundesligaklub


"Es gibt den idealen Verein für Boateng – in der Bundesliga"

  • Robert Hiersemann
  • Florian Wichert
Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

16.11.2020Lesedauer: 1 Min.
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Jérôme Boateng: Der Verteidiger wird den FC Bayern nach der Saison wohl verlassen.
Jérôme Boateng: Der Verteidiger wird den FC Bayern nach der Saison wohl verlassen. (Quelle: t-online/imago-images-bilder)
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Die Meldung über seinen baldigen Bayern-Abschied überraschte viele – auch den Verteidiger selbst. Die Frage ist nun: Wie geht es für Boateng nach dieser Saison weiter?

Trotz seines jüngsten Formhochs steht Jérôme Boateng nach Informationen der "Bild" vor dem Abschied vom FC Bayern nach dieser Saison. Demnach habe sich der deutsche Rekordmeister gegen eine Vertragsverlängerung mit dem Abwehrspieler entschieden. Boatengs Kontrakt in München läuft nur noch bis Sommer 2021, dem Bericht zufolge soll es keine Gespräche mehr geben.


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Boateng, der seit 2011 bei den Bayern spielt, reagierte verwundert auf diese Neuigkeit. Der frühere Nationalspieler äußerte sich gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" zu seinem angeblich beschlossenen Abschied: "Auf mich ist keiner zugekommen, mit mir hat keiner gesprochen, ich wusste nichts davon, ich war überrascht." Die Bayern-Bosse äußerten sich bisher nicht.

Was für einen Abschied spricht: Boateng ist inzwischen 32 Jahre alt. Und auch wenn er in dieser Saison noch einmal groß aufspielt, sollen sich die Verantwortlichen der Bayern längst nach möglichen Nachfolgern umsehen. Sein Abgang ist also sehr wahrscheinlich.

Sollte Boateng ins Ausland wechseln, wenn der FC Bayern seinen Vertrag nicht verlängert?

Pro
Florian Wichert
Florian Wichert

Ja, mit der Bundesliga ist Boateng durch

Reals Sergio Ramos ist 34, Barças Gerard Piqué 33, Chelseas Thiago Silva 36. Wer würde diesen Spielern nahelegen, zu einem kleineren Verein zu wechseln, geschweige denn aufzuhören? Niemand. Sie gehören zu den besten Verteidigern der Welt und müssen auch für Topklubs spielen – das gilt auch für den erst 32-jährigen Jérôme Boateng.

Der hat mit 90,7 Prozent erfolgreicher Pässe die zweitbeste Quote aller Bayern-Stars nach Joshua Kimmich. Mit 34,4 km/h Topspeed ist er der schnellste Bayern-Spieler nach Alphonso Davies und Leroy Sané. Und mit elf gewonnenen Kopfballduellen hat er die meisten aller Bayern-Spiele für sich entschieden. Boateng hat seinen Karriereknick nach der WM 2018 überwunden und will ganz offensichtlich noch mal angreifen. Oben. Nicht unten.

Chelsea, Arsenal oder Tottenham wären hervorragende Adressen dafür – genauso wie mit Juventus die Herausforderung in einem für ihn neuen Land. Selbst die USA wären ein spannendes Ziel. Nur eines braucht Boateng nicht: den Abstieg zu einem Mittelklasseklub wie Hertha mit dem hundertsten verzweifelten Versuch, etwas "aufzubauen", was eh nichts wird. In einer Liga, in der Boateng ohnehin schon alles gewonnen und erlebt hat.

Kontra
Robert Hiersemann
Robert Hiersemann

Nein, es gibt einen idealen Bundesliga-Verein für Boateng

Wenn Jérôme Boateng voraussichtlich im Sommer 2021 den FC Bayern verlässt, ist er fast 33 Jahre alt – und hat alles erreicht. Er ist Weltmeister und zweifacher Champions-League-Sieger, achtfacher Deutscher Meister sowie fünfmaliger DFB-Pokal-Champion – wenn bis dahin nicht sogar noch weitere Titel dazukommen. Und Auslandserfahrung braucht er nicht mehr, durfte er diese bereits als Spieler von Manchester City sammeln.

Boateng sollte nun lieber seine grandiose Karriere in Deutschland ausklingen lassen – und noch einmal seinen Heimatklub Hertha BSC unterstützen. Denn das ist der ideale Verein für ihn.

Beim aktuell glanzlosen, aber äußerst ambitionierten Hauptstadtverein könnte er den Mitspielern mit seiner enormen Erfahrung und Spielqualität weiterhelfen. In Berlin wäre Boateng sofort Stammspieler und müsste sich keine Sorgen machen, von jüngeren Verteidigern verdrängt zu werden.

Bei Hertha wäre Boateng, der den Klub 2007 als 19-Jähriger verließ, der Topstar. Die Fans würden ihn lieben, die Mitspieler zu ihm aufsehen, und: er wäre endlich wieder zu Hause. In der Stadt, die er so liebt und bis heute regelmäßig besucht.

Die Rückkehr von Boateng zu Hertha wäre etwas ganz Besonderes. Nicht nur für alle Fans des Vereins, sondern sicher auch für den Spieler selbst.

Wer hat recht?

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Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online.de) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen.

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