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Nach Nagelsmann-Wechsel: Magath kritisiert das System Bundesliga


Magath kritisiert das System Bundesliga: "kein Wettbewerb mehr"

Von Patrick Mayer

Aktualisiert am 01.05.2021Lesedauer: 2 Min.
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Hansi Flick und Hasan Salihamidzic: Der Bayern-Trainer verlässt den Klub zum Saisonende, Julian Nagelsmann wird sein Nachfolger.
Hansi Flick und Hasan Salihamidzic: Der Bayern-Trainer verlässt den Klub zum Saisonende, Julian Nagelsmann wird sein Nachfolger. (Quelle: Poolfoto/imago-images-bilder)
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Julian Nagelsmann wechselt von Leipzig nach München: Und auch deshalb sorgt sich Felix Magath um die Bundesliga. Zudem nimmt er Bayern-Sportvorstand Salihamidzic nach den Querelen mit Flick in Schutz.

13 Double holte der FC Bayern in seiner Vereinsgeschichte bislang. Zwei davon unter Cheftrainer Felix Magath – 2005 und 2006 war das. Der Franke kennt die Erwartungen des Rekordmeisters an einen Trainer nur zu gut. Im Sommer übernimmt nun Julian Nagelsmann als Nachfolger von Hansi Flick beim Bundesliga-Giganten.

Der 33-Jährige ist einer der begehrtesten Trainer Deutschlands. Magath sieht den Wechsel kritisch. Er glaubt, dass mit diesem Transfer nun auch der nächste Meistertitel bereits vergeben ist. "Das ist schon seit neun Jahren so. Und das wird sich nächstes Jahr nicht ändern", sagt Magath im Gespräch mit t-online, und bezieht sich damit natürlich auf den FC Bayern. Magath wird noch deutlicher: "Als Fußball-Interessierter wäre ich an Wettbewerb interessiert. Aber einen solchen Wettbewerb sehe ich kaum noch in der Bundesliga."

Leipzig wird sich erstmal sammeln müssen

Die nationale Dominanz des deutschen Rekordmeisters wird sich also fortsetzen, glaubt Magath, der in der Bundesliga auch den VfL Wolfsburg (2009) zum Meistertitel geführt hatte. Denn der bisherige ärgste Bayern-Verfolger Leipzig muss sich nach dem Verlust von Nagelsmann, Sportdirektor Markus Krösche und Top-Verteidiger Dayot Upamecano (ebenfalls FC Bayern) ab Sommer erst einmal sammeln. Der Abgang des Top-Trainers trifft die Sachsen dabei besonders schwer, meint Magath.

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Nagelsmann hatte dem Team in nicht einmal zwei Jahren stringenten Ballbesitzfußball gepaart mit disziplinierter Raumaufteilung und explosivem Umschaltspiel implementiert. Die Fußball-Philosophie nimmt der bayerische Schwabe nun mit nach München. Der Wettbewerb in der Bundesliga ist laut Magath aber nicht nur wegen dieser Trainer-Rochade in Gefahr.

Julian Nagelsmann wechselt zur neuen Saison von RB Leipzig zum FC Bayern.
Julian Nagelsmann wechselt zur neuen Saison von RB Leipzig zum FC Bayern. (Quelle: Sven Simon/Fotomontage/imago-images-bilder)

Man müsste woanders anfangen "als bei der Besetzung der Trainerposition. Es wird nichts für den Wettbewerb getan. Allein wie die Fernsehgelder verteilt werden. Jeder hat seine Interessen. Aber mit Wettbewerb hat das nichts zu tun", sagt der frühere Nationalspieler: "Wenn ein Klub in der Bundesliga fast 800 Millionen Euro Umsatz macht und ein anderer nur 200 Millionen Euro – wer soll da der Stärkere sein?"

Was Magath meint: In der Saison 2018/19 – der bisher letzten vollständigen Spielzeit mit Zuschauern – hatten die Bayern einen Umsatz von 750,4 Millionen Euro erzielt. Borussia Dortmund folgte weit abgeschlagen mit einem Umsatz von 489,5 Millionen Euro, RB Leipzig kam damals auf Gesamteinnahmen von 270 Millionen Euro.

Felix Magath nimmt Salihamidzic in Schutz

In München hoffen derweil alle Beteiligten nach den Unstimmigkeiten zwischen Noch-Trainer Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic auf ruhigere Zeiten mit Nagelsmann. Magath nimmt seinen Ex-Spieler Salihamidzic nach turbulenten Wochen in Schutz. "Die Betrachter einer Szene brauchen immer einen Schuldigen", meint der einstige Bundesliga-Coach: "Beim FC Bayern haben sich die Beobachter Hasan Salihamidzic als Schuldigen ausgesucht, was der Sachlage nicht gerecht wird."

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Verwendete Quellen
  • Gespräch mit Felix Magath, Ex-Trainer FC Bayern München (2004 – 2007)
  • "Kicker": Mintzlaff macht Nagelsmann Druck
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Von Nils Kögler
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