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Conference League im Visier - Europa wird konkreter: Union-Träume von Rom & Villarreal

Conference League im Visier  

Europa wird konkreter: Union-Träume von Rom & Villarreal

16.05.2021, 10:59 Uhr | dpa

Conference League im Visier - Europa wird konkreter: Union-Träume von Rom & Villarreal. Joel Pohjanpalo (r) sorgte mit seinem Tor für einen Union-Punkt in Leverkusen.

Joel Pohjanpalo (r) sorgte mit seinem Tor für einen Union-Punkt in Leverkusen. Foto: Ina Fassbender/AFP-Pool/dpa. (Quelle: dpa)

Leverkusen/Berlin (dpa) - Ob José Mourinho schon mal von der Alten Försterei gehört hat? Viel fehlt nicht mehr, und der Startrainer muss sich mit dem Phänomen Union Berlin als möglichem Gegner bei seinem neuen Club AS Rom beschäftigen.

Wahrscheinlich würde der Portugiese den rasanten Aufstieg der Eisernen vom ewigen Underdog in die erweiterte Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga auch als "Wahnsinn" beschreiben.

Urs Fischer musste sich jedenfalls die Tabelle noch mal genau anschauen. Tatsächlich: Der 1. FC Union geht auf Platz sieben in den letzten Spieltag und kann aus eigener Kraft einen Platz im Europacup buchen. "Wahnsinn" - noch nie seit den Zeiten des Mauerfalls wurde dieses damals geflügelte Wort wohl so oft in Berlin-Köpenick benutzt wie im Endspurt dieser Saison.

"Wahnsinn", sagte der österreichische Kapitän Christopher Trimmel. "Wahnsinn" sagte auch der Schweizer Trainer Fischer. Der leichte Ärger, dass möglicherweise sogar noch mehr als das 1:1 (0:1) bei Bayer Leverkusen und damit eine noch bessere Ausgangsposition drin gewesen wäre, war bei den Eisernen schnell verflogen. Der Blick ging stattdessen nach vorne. RB Leipzig wartet am Pfingstsamstag als letzte riesige Hürde für die Qualifikation zur Conference League.

"Da freuen wir uns drauf, wir haben ein Heimspiel, wir wissen, da sind wir sehr, sehr stark, und wir hoffen, dass wir es schaffen", sagte Trimmel. "Wir müssen noch mal ran", sagte Fischer. Ein Sieg gegen RB reicht mit derzeit 47 Punkten definitiv, bei einem Remis oder einer Niederlage müsste gerechnet werden, ob einer der drei Kontrahenten, Borussia Mönchengladbach (46 Punkte), VfB Stuttgart oder der SC Freiburg (je 45), noch vorbeizieht.

"Wenn du am 33. Spieltag da stehst, hat es seinen Grund, dann beschäftigst du dich damit", sagte Torwart Andreas Luthe zu der Europa-Chance. Sicherlich wird sich mancher Union-Profi im schicken Quarantäne-Hotel am Scharmützelsee östlich der Hauptstadt spätestens jetzt schlau machen, was es mit dem möglichen Wettbewerb denn auf sich hat. Auch Max Kruse wird sein kritisches Statement über den neuen dritten Europacup bei genauerem Studium überdenken.

Die Conference League ist für manchen noch ein unbekanntes Gebilde. "So genau weiß ich es immer noch nicht, aber wir nehmen das sehr gerne mit", sagte Verteidiger Marvin Friedrich. So unattraktiv wie von vielen im Fußball-Business verschrien, ist der neue dritte Europacup auch gar nicht.

Einsteigen wird der Bundesliga-Siebte erst mit den Playoffs am 19. und 26. August. Die Saison-Vorbereitung wird nicht verkompliziert. In der Gruppenphase gäbe es sechs Spiele, wie in der Königsklasse und Europa League. Attraktiver als Haka Valkeakoski (Finnland) und Litex Lowetsch (Bulgarien) beim letzten Europacup-Abenteuer der Eisernen 2001 würden die Gegner auf jeden Fall sein.

Mögliche Kontrahenten wären Stand jetzt neben AS Rom auch andere kontinentale Top-Teams wie Tottenham Hotspur oder der FC Arsenal aus England, Europa-League-Finalist FC Villarreal aus Spanien, Fischers Ex-Verein FC Basel oder Fenerbahce Istanbul. Ein Duell mit seinem früheren türkischen Club fände sicherlich auch Kruse Wahnsinn.

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