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Regionalligavereine klagen gegen BVB-Amateure

Von t-online, blu

Aktualisiert am 04.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Die BVB-Amateure nach dem Sieg gegen Bergisch Gladbach: Zwei Vereine der Regionalliga West haben gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund eine Klage beim Verband eingereicht.
Die BVB-Amateure nach dem Sieg gegen Bergisch Gladbach: Zwei Vereine der Regionalliga West haben gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund eine Klage beim Verband eingereicht. (Quelle: Thomas Bielefeld/imago-images-bilder)
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Der mögliche Aufstieg der BVB-Amateure ist vorübergehend auf Eis gelegt. Zwei Konkurrenzvereine aus der Regionalliga West haben beim Verband gegen den Tabellenführer Einspruch eingelegt.

Eigentlich könnte die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund am kommenden Samstag am letzten Spieltag der Regionalliga West mit einem Punktgewinn beim Wuppertaler SV den Aufstieg klarmachen. Doch auch wenn es sportlich klappen sollte, ist einem möglichen Aufstieg erst einmal ein Riegel vorgeschoben. Wie der Westdeutsche Fußballverband mitteilte, wurde die Meisterehrung vertagt – denn Konkurrenzvereine haben gegen die BVB-Amateure geklagt.

"Diese Verschiebung erfolgt, weil gegen die Spielwertungen einzelner beteiligter Vereine noch Einsprüche vorliegen und diesbezüglich noch keine Entscheidung durch das Sportgericht des WDFV erfolgt ist", heißt es dazu in einer Mitteilung. Wie beide Vereine "Reviersport" bestätigten, handelt es sich bei den Klägern um den Tabellenzweiten Rot-Weiss Essen und Bergisch Gladbach.

BVB hatte aufgrund von Corona-Fällen nicht gespielt

Auslöser für die Klage sollen zwei Corona-Fälle bei den Borussen sowie die Spielberechtigungsliste vor dem Spiel gegen den SV Rödinghausen (26.05.) sein. Die zweite Mannschaft von Dortmund hatte nach zwei positiven Corona-Tests in der Mannschaft den Spielbetrieb am 6. Mai zunächst ruhen lassen, weil durch die zweiwöchige Quarantäne von zwölf Borussen angeblich nicht die für ein Pflichtspiel erforderlichen 15 Spieler im Kader zur Verfügung standen.

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Festgestellt wurden die Corona-Fälle den Informationen von "Reviersport" zufolge nach einer mehrtätigen Trainingspause. Ein dritter Fall soll später hinzugekommen sein. Die drei Fälle hätten sich jeweils in einer der drei getrennten Trainingskabinen ereignet, in denen sich der BVB II aufgrund von Corona-Maßnahmen vorbereitet.

RWE und Bergisch Gladbach zweifeln an BVB-Spielermangel

Sowohl die Entstehung der Corona-Fälle als auch der angebliche Spielermangel werden nun von Bergisch Gladbach und Rot-Weiss Essen angezweifelt. Denn: Auf der Spielberechtigungsliste des BVB II sollen 28 Spieler stehen. Hinzu kommt Felix Passlack, der in der laufenden Saison bereits in der Regionalliga zum Einsatz gekommen war.

Doch vor dem Spiel gegen Rödinghausen hätten plötzlich Passlack sowie Ansgar Knauff und Steffen Tigges gefehlt. Am Tag vor dem Rödinghausen-Spiel habe der Verein außerdem eine Liste mit 22 Spielern dem Verband gemeldet.

Bergisch Gladbach und Rot-Weiss Essen werfen der Borussia nun vor, die Corona-Zwangspause ausgenutzt zu haben, um im Saisonendspurt wieder bei Kräften zu sein. Außerdem hätte der BVB II so nach der Pause die Leistungsträger Knauff und Tigges wieder einsetzen können.

"...dann wäre das eine Frechheit"

Beide Spieler verweilten ab dem 12. Mai zusammen mit dem BVB-Bundesligakader in zweiwöchiger Quarantäne und hätten die ursprünglich angesetzten Spiele der Regionalliga am 15. Mai gegen Bergisch Gladbach und am 22. Mai gegen SV Straelen verpasst.

"Sollte es wirklich so sein, dass der BVB II mit seiner Spielberechtigungsliste, ich sage mal zaubert, und die Spieler nach Lust und Laune hin und her schiebt, dann wäre das eine Frechheit", sagte Bergisch Gladbachs Sportchef Christian Schlösser zu "Reviersport". "Aber aktuell möchte ich auch zu diesem heiklen Thema nicht mehr sagen. Wir müssen abwarten, bis der Verband uns Einsicht in die Sachlage und in die Unterlagen gewährt." Nun muss das Sportgericht in dieser Sache entscheiden.

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Von Alexander Kohne
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