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BVB-Star sauer: "Haben das Spiel hergeschenkt"

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 19.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Marco Reus: Dem BVB-Kapitän war das Entsetzen über die Leistung seiner Mannschaft anzusehen.
Marco Reus: Dem BVB-Kapitän war das Entsetzen über die Leistung seiner Mannschaft anzusehen. (Quelle: Revierfoto/imago-images-bilder)
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Herber Dämpfer für Borussia Dortmund. Der BVB verliert zum Hinrundenabschluss sensationell bei Hertha BSC. Der Abstand zum Spitzenreiter FC Bayern wächst weiter.

Borussia Dortmund geht mit einem kaum noch aufzuholenden RĂĽckstand auf den FC Bayern in die Winterpause der Bundesliga. Der mit Personalproblemen nach Berlin gereiste BVB kassierte am Samstagabend beim 2:3 (1:1) bei Hertha BSC die fĂĽnfte Saisonniederlage. Der MĂĽnchner TabellenfĂĽhrer ist bereits ganze neun Punkte enteilt.

Julian Brandt (31. Minute) brachte den BVB vor 5.000 Zuschauern im Olympiastadion zwar in Führung, doch Ishak Belfodil (51.) sowie Marco Richter (57. und 69.) drehten die Partie. Der Anschlusstreffer durch den eingewechselten Steffen Tigges (83.) änderte für den BVB nichts mehr.

"Wir haben das Spiel hergeschenkt. Das war gar nichts in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte, erst danach waren wir wieder drin. Die Tore haben wir zu einfach bekommen. Mit drei Gegentoren auswärts ist es sehr, sehr schwer", sagte BVB-Torwart Marwin Hitz im Anschluss der Partie bei Sky.

Borussia Dortmunds Trainer Marco Rose zog nach der 2:3-Niederlage bei Hertha BSC eine ernüchternde Bilanz. "Wir sind Borussia Dortmund. Wir haben uns vor der Saison hingestellt, dass wir die Bayern ärgern wollen. Und in der Verfassung momentan, in der wir sind und die Bayern, wird das relativ schwierig", sagte Rose am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. "Der Grund ist, dass wir es zu selten schaffen, auf Top-Niveau bedingungslos Fußball zu spielen", erklärte der vor dieser Saison aus Mönchengladbach nach Dortmund gekommene Coach.

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Mit seiner Formulierung spielte Rose auf die Schlussphase im Berliner Olympiastadion an, als die Dortmunder nach dem 2:3-Anschlusstreffer vehement auf den Ausgleich drängten und der Glaube daran vorhanden gewesen sei. "Es ist ein Gefühl, und das muss man sich als Mannschaft erarbeiten", erklärte Rose. Er erwartet einen derartigen Druck auf den Gegner von der ersten bis zur letzten Minute.

Die Berliner feierten einen enorm wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg. Statt mindestens bedrohlich nahe am Relegationsplatz verbringt die Hertha die Winterpause auf Platz elf.

BVB muss kurzfristig auf Stammtorwart Kobel verzichten

Das letzte BVB-Spiel des Jahres stand für Rose schon vor dem Anpfiff nicht unter den besten Vorzeichen. Der Trainer musste kurzfristig auch auf Torwart Gregor Kobel und Abwehrchef Mats Hummels verzichten, die erkältet fehlten. Kobels Stellvertreter Marwin Hitz musste gleich zu Beginn einen Schuss von Jurgen Ekkelenkamp entschärfen (6.).

Der BVB bestimmte zwar die ersten Minuten der Partie, Marco Reus vergab früh gute Chancen zur Führung (11. und 13.). In der Abwehr zeigte sich Dortmund aber immer mal wieder anfällig. Die Hertha ging sogar vermeintlich in Führung, Schiedsrichter Marco Fritz gab aber den Treffer von Myziane Maolida wegen einer vorausgegangenen, knappen Abseitsstellung nicht (15.).

Die Gastgeber, die das desolate 0:4 unter der Woche beim FSV Mainz 05 vergessen machten wollten, spielten immer wieder recht mutig in Richtung BVB-Strafraum – mussten sie auch. Die Aussicht, Reus, Erling Haaland und Co. nur mit Defensivarbeit aus dem eigenen Strafraum halten zu können, war gering.

Hertha belohnt sich für druckvolle zweite Hälfte

Über Haaland, der selbst in der ersten Halbzeit ohne Torschuss blieb, gelangte der Ball in der 31. Minute zum in den Strafraum stürmenden Brandt, der sein siebtes Bundesligator gegen die Hertha erzielte. Gegen keinen anderen Klub war der Nationalspieler bislang so erfolgreich, zudem war es seine sechste Torbeteiligung in fünf Spielen. Im Gästeblock jubelten rund 150 Dortmunder Fans.


Die Berliner versuchten auch zu Beginn der zweiten Halbzeit, die neuformierte BVB-Defensive unter Druck zu setzen – und belohnten sich. Belfodil wurde von Vladimir Darida mit einem starken Pass bestens bedient, der 29-Jährige setzte sich im Laufduell gegen den in die Innenverteidigung gerückten Axel Witsel durch und war per Flachschuss erfolgreich. Mitten in die Dortmunder Verunsicherung traf dann auch noch Richter von der Strafraumgrenze – Haaland blickte fassungslos auf die jubelnden Berliner.

Der BVB wehrte sich im Anschluss nicht hartnäckig genug, Mahmoud Dahoud hatte mit seinem Versuch zunächst kein Glück (65.). Ganz anders als Richter, der mit einem satten Linksschuss seinen fünften Saisontreffer erzielte. Tigges köpfte nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung zwar noch das 2:3, zu mehr reichte es aber nicht.

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