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Meinung
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Das ist Sprengstoff

  • Robert Hiersemann
  • Florian Wichert
Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

Aktualisiert am 27.12.2021Lesedauer: 1 Min.
Erling Haaland beim 2:3 bei Hertha BSC am letzten Spieltag vor der Winterpause. Er gestikulierte, haderte und ließ seinen Frust mehrfach raus.
Erling Haaland beim 2:3 bei Hertha BSC am letzten Spieltag vor der Winterpause. Er gestikulierte, haderte und ließ seinen Frust mehrfach raus. (Quelle: Revierfoto/imago-images-bilder)
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Der 21-jĂ€hrige Norweger ist heiß umworben. Im kommenden Sommer könnte er zu einem Topverein wechseln. Borussia Dortmund versucht alles, um ihn zu halten.

Bundesligist Borussia Dortmund kĂ€mpft um den Verbleib von TopstĂŒrmer Erling Haaland. Wie die "Sport Bild" berichtete, soll es im Januar konkrete GesprĂ€che mit dem BVB geben. Demnach plant der Verein eine Gehaltserhöhung, um den jungen Norweger zu halten. Und die soll es in sich haben: Dem Bericht zufolge soll ihm eine Verdopplung des Gehalts (hier erfahren Sie mehr dazu) von jĂ€hrlich 8 auf 16 Millionen Euro angeboten werden.


Bundesliga: Ex-BVB-Stars: Das machen Amoroso, Koller und Co. heute

Julio Cesar (1994-1998): Der Brasilianer wurde in Dortmund zum Fan-Liebling. Die BVB- Fans verabschiedeten ihn mit einem Banner, auf dem geschrieben stand: "Du kamst als Fremder und gingst als Freund und als Borusse." Heute engagiert er sich im Rahmen eines Regierungsprogramms in Sao Paulo fĂŒr bessere Bildung von Kindern und sucht nach neuen Fußballtalenten.
Sebastian Kehl (2002-2015): Heute ist der Ex-Nationalspieler Leiter der Lizenzspielerabteilung beim BVB. 2022 wird Kehl in der Dortmunder Hierarchie weiter aufsteigen und zum Nachfolger von Michael Zorc als Sportdirektor.
+18

Seit Monaten halten sich die GerĂŒchte, dass Haaland den Verein vorzeitig im kommenden Sommer verlassen könnte. In seinem Vertrag, der bis 2024 lĂ€uft, ist eine Ausstiegsklausel verankert, die es ihm erlaubt, fĂŒr deutlich unter seinem Marktwert von 150 Millionen Euro zu wechseln.

"Wir werden nach der besten Option suchen. Ich schließe nicht aus, dass er noch ein Jahr bei Dortmund bleibt", sagte Haaland-Berater Mino Raiola zuletzt dem niederlĂ€ndischen Radiosender NOS. Ähnlich hatte sich BVB-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Hans-Joachim Watzke bei "Bild" geĂ€ußert und auf ein unlĂ€ngst gefĂŒhrtes "sehr gutes GesprĂ€ch" mit Raiola verwiesen: "Es kann sein, dass Erling geht, es kann sein, dass er bleibt." Das fĂŒhrt zu der Frage:

Sollte der BVB das Gehalt von Haaland verdoppeln, um ihn zu halten?

Pro
Robert Hiersemann
Robert Hiersemann

Ja, denn es ist Dortmunds einzige Chance

Erling Haaland ist die Lebensversicherung von Borussia Dortmund. In 76 Pflichtspielen fĂŒr den Verein hat er 75 Tore erzielt. Eine irre Quote! Mit 21 Jahren ist er AnfĂŒhrer und zugleich grĂ¶ĂŸter Star der Mannschaft. StĂŒrmer von seinem Kaliber gibt es nur ganz wenige auf der Welt. Und die sind nun mal teuer. Deshalb ist es richtig, wenn die BVB-Bosse auch aus finanzieller Sicht alles dafĂŒr tun, um ihn noch etwas lĂ€nger zu halten. Das Gehalt zu verdoppeln, ist Dortmunds einzige Chance.

Haaland ist nach Robert Lewandowski der beste StĂŒrmer der Bundesliga. Doch wĂ€hrend der Bayern-Star knapp 20 Millionen Euro im Jahr verdient, sind es beim Norweger "nur" acht. Und: Haaland steht laut der Gehalts-Vergleichsseite "salarysport.com", die sich auf Profisportler spezialisiert hat, nicht mal im vereinsinternen Gehalts-Ranking an der Spitze, sondern nur auf Platz fĂŒnf – hinter Marco Reus, Mats Hummels, Thomas Meunier und Emre Can. Das ist nicht okay.

Eine Verdopplung auf 16 Millionen klingt illusorisch, wĂ€re aber marktgerecht. Auch wenn das fĂŒr uns Normalsterbliche nur schwer zu akzeptieren ist: Der BVB muss Haaland ein unmoralisches Angebot machen, um ihn von einem Verbleib zu ĂŒberzeugen. Sonst ist er im Sommer ganz sicher weg.

Kontra
Florian Wichert
Florian Wichert

Nein, das ist Sprengstoff fĂŒr das GehaltsgefĂŒge

Ist Haaland ein Gehalt von 16 Millionen Euro im Jahr wert? Auf jeden Fall! Erst recht, wenn er dann bis 2023 die Bundesliga bereichert.

Leider wĂŒrde eine Gehaltsverdopplung am Thema vorbeigehen. Der StĂŒrmer ist frustriert, das wurde beim 2:3 gegen Hertha deutlich. Er Ă€rgert sich in erster Linie aber wohl kaum ĂŒber zu niedrige BezĂŒge, sondern vielmehr ĂŒber das Unvermögen seiner Mitspieler. Haaland will alles gewinnen, sie können das nicht.

Diese Diskrepanz ist auch das wahre Problem des BVB. Bevor Haaland endgĂŒltig daran verzweifelt, sollte Dortmund lieber die Ablöse kassieren und einen Topnachfolger holen, der auch langfristig bleiben möchte – sowie den Kader insgesamt verstĂ€rken.

Ohnehin: Wenn Dortmund einem Spieler 16 Millionen zahlt, ist das Sprengstoff fĂŒr das GehaltsgefĂŒge. Bei einem schwĂ€cheren Spiel von Haaland geht sofort das GemĂ€kel los und Mitspieler wie Reus wollen auch mehr Geld. Genauso setzen Berater potenzieller ZugĂ€nge höher an. Das ist nicht mehr einzufangen.

Will der BVB bald wieder ĂŒber eine Bayern-Jagd diskutieren statt ĂŒber den Abgang seines besten Spielers, sollte er sein Geld sinnvoll investieren und nicht einfach Haaland in den Rachen schĂŒtten.

Wer hat recht?

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Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen.

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