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Die Lösung aller Probleme des FC Bayern hat einen Namen: Sadio Mané


Die Lösung aller Bayern-Probleme hat einen Namen

Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

30.05.2022Lesedauer: 1 Min.
Interview
Was ist ein Pro & Kontra?

Die subjektive Sicht zweier Autoren auf ein Thema. Niemand muss diese Meinungen übernehmen, aber sie können zum Nachdenken anregen.

Jürgen Klopp und Sadio Mané (r.): Der Spieler wird mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht.Vergrößern des Bildes
Jürgen Klopp und Sadio Mané (r.): Der Spieler wird mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. (Quelle: Nick Potts/PA Wire/dpa/dpa-bilder)

Der FC Bayern stellt sich für die kommende Saison neu auf – wahrscheinlich mit Liverpool-Star Sadio Mané. Aber ist der überhaupt der richtige Mann für den Rekordmeister?

Der FC Bayern München bemüht sich offenbar intensiv um die Verpflichtung von Fußballstar Sadio Mané (Vertrag beim FC Liverpool bis 2023). Einem Bericht der "Bild" zufolge steht beim deutschen Rekordmeister der Transfer des 30-Jährigen ganz oben auf der Prioritätenliste. Demnach sollen bereits Telefonate und auch ein Treffen mit Björn Bezemer, dem Berater des Torjägers, stattgefunden haben (Erfahren Sie hier mehr dazu). Laut Sky und "Bild" kann sich der Spieler sehr gut vorstellen, zukünftig für den FC Bayern zu spielen.

Nach Informationen von Sport1 tendiert Mané auch zu einem Wechsel nach München, weil er dort eine prominentere Rolle spielen könnte als beim anderen Interessenten Paris Saint-Germain. Sky will erfahren haben, dass die Bayern Mané einen Dreijahresvertrag bis 2025 anbieten wollen. Demnach ist eine Ablösesumme von 30 Millionen Euro nebst möglicher Zusatzzahlungen von bis zu zehn Millionen Euro im Gespräch.

Mané selbst hatte noch vor dem Champions-League-Finale seines Teams gegen Real Madrid die eigene Zukunft offengelassen. "Ob ich bleibe oder nicht, werde ich erst nach dem Champions-League-Finale beantworten", sagte er dem britischen TV-Sender Sky Sports.

Dabei sollte doch zunächst eine ganz andere Frage beantwortet werden. Und zwar:

Wäre die Verpflichtung von Sadio Mané ein guter Transfer für den FC Bayern?

Pro
Florian WichertStellvertretender Chefredakteur

Ja, dieser Typ ist ein Geschenk für Bayern

Bayern ist in der Offensive eigentlich gut besetzt. Eigentlich. Denn Leroy Sané ist in seinen alten Trott als ewiges Talent zurückgefallen, Serge Gnabry hat eine überschaubare Rückrunde gespielt, fordert viel zu viel Geld für einen neuen Vertrag – und denkt nun an Abschied, weil er das nicht bekommt. Und mit Mittelstürmer Robert Lewandowski und dessen Berater tobt ein Streit über die Zukunft.

Die Lösung für fast alle Probleme: Sadio Mané. Dessen einziger Nachteil ist, dass er mit 30 Jahren eher alt ist für einen Königstransfer. Allerdings ist ihm das Alter nullkommanull anzumerken. Mané ist in der Form seines Lebens, Stammspieler bei Liverpool und treffsicher wie eh und je. In acht Jahren England hat er jeweils zweistellig getroffen – allein in der Premier League. Einmal holte er sich sogar die Torjägerkrone.

Dabei kommt Mané in erster Linie über die offensiven Außenpositionen, kann aber genauso gut im Zentrum spielen – oder sogar im zentralen Mittelfeld. Er kann Sané ersetzen, Gnabry oder Lewandowski. Mehr Allrounder geht nicht. Dazu ist er noch ein feiner Kerl, den die Fans lieben.

Der Marktwert von Mané? Liegt völlig zu Recht bei 80 Mio. Euro. Dass er womöglich für die Hälfte zu haben ist, liegt an seinem Vertrag, der 2023 ausläuft. Das ist ein riesiges Geschenk für Bayern.

Kontra
Robert HiersemannBereichsleiter Entwicklung

Nein, denn Bayern hat schon herausragende Flügelspieler

Die Diskussion um Sadio Mané kommt zur völlig falschen Zeit. Der FC Bayern sollte sich zunächst mal darauf konzentrieren, im Sturmzentrum Fakten zu schaffen. Es ist weiterhin unklar, wie lange Robert Lewandowski noch in München spielt. Geht er noch in diesem Sommer, braucht der Rekordmeister nicht etwa einen Außenspieler wie Mané, sondern in erster Linie einen Top-Knipser wie Lewandowski.

Außerdem hat Bayern mit Kingsley Coman, Serge Gnabry und Leroy Sané doch schon herausragende Flügelspieler. Auch Jamal Musiala kann auf dieser Position spielen. Anstatt sich auf Mané zu konzentrieren, sollten die Klubbosse lieber alles dafür tun, den 2023 auslaufenden Vertrag von Nationalspieler Gnabry zu verlängern.

Und wenn man unbedingt einen Mann für die Außenbahn verpflichten möchte, dann doch lieber einen mit Perspektive. Mané ist inzwischen 30 Jahre alt. Auf seinem aktuellen Level spielt er vielleicht noch drei oder vier Jahre. Natürlich ist er ein absoluter Topfußballer, aber er geht langsam in den Herbst seiner Karriere. Leipzigs Christopher Nkunku hingegen hat mit seinen 24 Jahren noch die ganz große Karriere vor sich. Er wäre die bessere Wahl für Bayern.

Was meinen Sie? Wer hat recht?

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Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online) und Robert Hiersemann (Stellvertretender Redaktionsleiter Regional bei t-online) aktuelle Fußballthemen.

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  • Im „Zweikampf der Woche“ kommentieren wir wöchentlich ein aktuelles Fußballthema. Sehen Sie den Schlagabtausch auch im Video — am Montag ab 19.30 Uhr im Rahmen der „Sport 1 News“ bei Sport 1 oder ab Montagnachmittag hier oben im Artikel.
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