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Champions League – In Athen: FC Bayern hat Mühe, siegt aber verdient

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In Athen: Bayern haben Mühe, siegen aber verdient

24.10.2018, 09:09 Uhr | sid

Champions League – In Athen: FC Bayern hat Mühe, siegt aber verdient. Robert Lewandowski (links) feiert sein Tor zum 2:0 mit Rafinha. (Quelle: Reuters/ALKIS KONSTANTINIDIS)

Robert Lewandowski (links) feiert sein Tor zum 2:0 mit Rafinha. (Quelle: ALKIS KONSTANTINIDIS/Reuters)

Lange tut sich der FC Bayern München beim Champions-League-Spiel in Athen schwer. Doch dann platzt der Knoten und der deutsche Rekordmeister fährt einen verdienten Sieg ein.

Ein Doppelschlag von Javi Martinez und Robert Lewandowski binnen zwei Minuten hat Bayern München das nächste wichtige Erfolgserlebnis verschafft. Mittelfeld-Kämpfer Martinez (61.) in Kung-Fu-Manier und Torjäger Lewandowski (63.) brachten den deutschen Fußball-Rekordmeister beim 2:0 (0:0) in der Champions League bei AEK Athen nach einer Stunde einfallsloser Quälerei in die Spur.

Die Bayern übernahmen nach dem Geduldspiel gegen den international zweitklassigen griechischen Meister mit sieben Punkten zumindest vorübergehend die Tabellenführung in Gruppe E von Ajax Amsterdam. Die Niederländer (vier Zähler) empfangen am späten Abend Benfica Lissabon (drei). Das Rückspiel gegen Athen in München findet am 7. November statt.


Bayern-Trainer Niko Kovac, bisher ein Freund vieler personeller Wechsel, verzichtete diesmal überraschend auf größere Rotation. Einzig Rafinha rückte neu in die Startelf, weil David Alaba über muskuläre Probleme klagte. Die Nationalspieler Jérôme Boateng und Thomas Müller saßen damit wie am Samstag in Wolfsburg (3:1) auf der Bank. Müller wurde spät eingewechselt (74.).

"Der Trainer schaut, dass er die Mannschaft auf den Platz schickt, mit der er gewinnen kann", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic dazu bei Sky. Tatsächlich ließ es sich ordentlich an. Nachdem sich der gelbe Pyro-Nebel der Athener Ultras verzogen hatte, bekamen die 61.221 Zuschauer im Olympiastadion dominante Bayern zu sehen.

Den Bayern fehlt die Leichtigkeit

Serge Gnabry preschte über links ein ums andere Mal gefährlich nach vorne, doch der Elan der Anfangsphase verflog schnell. Stattdessen mischten sich immer mehr Fehler ins Passspiel der Bayern, die Präzision ging verloren und auch die defensive Konsequenz. So fasste AEK Mut, attackierte höher und kam durch Ezequiel Ponce zu einer guten Chance (20.).


Und die Bayern? Suchten ihr Selbstverständnis, vermissten Leichtigkeit. Thiago fand Robert Lewandowski nicht (27.), James schoss zu unplatziert (31.), Lewandowski zu hoch (32.), Gnabry ans Außennetz (39.). "Es fehlt sehr viel. Passgenauigkeit, Einstellung, das Miteinander – das ist nicht der FC Bayern, den wir erwartet hatten", sagte Sky-Experte Lothar Matthäus zur Pause.

Athen verpasst Führungstreffer

Doch nach dem Seitenwechsel wurde es zunächst nicht besser – im Gegenteil. Die Bayern hatten Glück, dass Takos Bakasetas einen gefährlichen Konter zu hektisch abschloss (52.). Doch als die Fans lauter wurden und AEK vom ersten Sieg in der Königsklasse seit zwölf Jahren träumte, fanden die Gäste plötzlich ihren Elan.

Über Gnabry und Mats Hummels kam der Ball zu Arjen Robben, dessen Abpraller Martinez im Fallen aus sieben Metern ins Tor drosch. Dem 0:2 ging der erste vollauf gelungene Spielzug des Rekordmeisters über Gnabry und Rafinha voraus, Lewandowski musste nur noch abstauben. Kurz darauf verpasste der Pole das 0:3 (66.).

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

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