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Kahn: Dieser Torwart ist besser als Manuel Neuer

Von dpa
Aktualisiert am 21.12.2018Lesedauer: 3 Min.
Oliver Kahn: Der Ex-Nationaltorwart sieht Liverpools Torwart Alisson aktuell vor Bayern-Keeper Manuel Neuer.
Oliver Kahn: Der Ex-Nationaltorwart sieht Liverpools Torwart Alisson aktuell vor Bayern-Keeper Manuel Neuer. (Quelle: DeFodi/imago-images-bilder)
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Anfang des Jahres bezeichnete Oliver Kahn Bayern-Keeper Manuel Neuer noch als "besten Torwart der Welt". Diese Meinung hat er inzwischen geändert. Die Probleme der Bayern sind für ihn nicht überraschend.

Der frühere Nationaltorhüter Oliver Kahn hält Manuel Neuer nicht mehr für den besten Torwart der Welt. Laut Kahn hat Liverpool-Keeper Alisson Becker (26) dem 32-jährigen Bayern-Torwart inzwischen den Rang abgelaufen. Auf die Frage, welcher der beiden Torhüter besser sei, antwortete Kahn im Interview mit "DAZN" und "Spox": "Im Moment Alisson. Er hat bei der Weltmeisterschaft gezeigt, dass er ein Weltklassetorwart ist. Neuer hat es seit seiner Verletzung nicht geschafft, an die Leistung anzuknüpfen, die man von ihm kannte. Ich denke, zwei Dinge haben ihn ein bisschen aus dem Konzept gebracht. Zum einen das frühe Ausscheiden in der WM-Vorrunde, aber auch die Verletzung."

Die langwierige Verletzung spielt für Kahn bei Neuers Leistungen weiterhin eine große Rolle. "Es ist nicht einfach, wenn man als Spieler weiß: Wenn dem Fuß nochmal etwas geschieht, ist meine Karriere vielleicht vorbei. Das sind schon mentale Aspekte, die eine sehr große Rolle spielen. Erst muss er wieder volles Vertrauen in seinen Körper finden und ich glaube, dann wird er wieder sehr schnell auf sein altes Niveau kommen."

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Kahn zu Bayern-Hinrunde: "Typisches Phänomen"

Die Probleme der Bayern in der Bundesliga-Hinrunde hält Kahn für normal. „Es ist ein typisches Phänomen bei einer Spitzenmannschaft, dass irgendwann die Motivation in der Bundesliga ein bisschen weniger wird. Das hängt nicht nur mit den sechs Meisterschaften in Folge zusammen, sondern auch mit der Weltmeisterschaft. Es ist immer schwierig nach einer WM, vor allem, wenn sie so fatal gelaufen ist. Viele deutsche Spieler haben diesen Meteoriteneinschlag, den sie in Russland erlebt haben, nicht so schnell aus den Kleidern schütteln können", sagte Kahn.

Typisch sei aber, "dass es da läuft, wo es wichtig ist, und das ist die Champions League. Nach so vielen Meisterschaften wird die Bundesliga eher als Pflichtaufgabe gesehen, aber dann kann man sich als Spieler immer wieder zusammenreißen, wenn es um die ganz großen Sachen geht.“

"Lewandowski-Partner kostet 250 Millionen"

Die angekündigte Transferoffensive sieht Kahn als wichtigen Impuls für die Münchner. Das "spornt den ein oder anderen an, dass er mal richtig Gas gibt", sagte der 49-Jährige.

Kahn spricht im Zusammenhang mit dem Rekordmeister, für den er zwischen 1994 und 2008 selbst spielte, von einer Kaderanpassung. "Da geht es sicher um (Arjen) Robben und (Franck) Ribéry, die beide schon ein gewisses Alter erreicht haben", sagte Kahn. "Es geht auch darum, ob man einen adäquaten Partner für (Robert) Lewandowski braucht – der kostet dann allerdings auch 250 Millionen, wenn man einen auf dem gleichen Niveau sucht. Und man wird sich sicher Gedanken übers Mittelfeld machen."

Kahn: "Nicht einfach, Weltklassespieler zu holen"

Selbst für den FC Bayern sei es aber "alles andere als einfach, heute absolute Weltklassespieler" zu holen, weil zum Beispiel durch Paris Saint-Germain, Real Madrid oder englische Klubs starke Konkurrenz auf dem Transfermarkt herrsche.

Vereinspräsident Uli Hoeneß hatte erst vor Kurzem wieder versichert, im Sommer 2019 "im größeren Stil" zu investieren. Kahn spielt in seinen Überlegungen zum Umbruch in der Vereinsführung zudem eine zentrale Rolle. Ein Szenario könnte sein, dass Kahn Ende 2021 nach einem möglichen Abschied von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in die Führung des operativen Geschäftes einsteigt.

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