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Conference League: Antisemitische Aktionen der Union-Fans? Klub reagiert

Wegen antisemitischer Aktionen  

Polizeilicher Staatsschutz ermittelt gegen Union-Fans

01.10.2021, 08:14 Uhr | dpa, MEM

Conference League: Antisemitische Aktionen der Union-Fans? Klub reagiert. Fans von Union Berlin: Anhänger der Köpenicker sollen Fans von Maccabi Haifa antisemitisch beschimpft haben.  (Quelle: imago images/Matthias Koch)

Fans von Union Berlin: Anhänger der Köpenicker sollen Fans von Maccabi Haifa antisemitisch beschimpft haben. (Quelle: Matthias Koch/imago images)

Es sollte ein friedliches Spiel in der Conference League werden. Doch nach Abpfiff beklagen sich Fans von Maccabi Haifa, dass Anhänger von Union Berlin sie antisemitisch beschimpft hätten. Nun reagierte auch die Polizei.

Am Ende konnte sich Union Berlin in der Europa League mit 3:0 gegen Maccabi Haifa durchsetzen. Eigentlich ein Grund zur Freude. Doch nach dem Spiel in der Conference League hat das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft antisemitische Aktionen von Anhängern des Berliner Bundesligisten beklagt. Nun ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes in drei Fällen gegen mehrere Anhänger der "Eisernen". Wie die Berliner Polizei am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wird gegen mehrere noch unbekannte Personen wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

"Im gemischten Block wurden wir von Union-Fans bedroht, mit Bier beworfen und unter anderem als 'scheiß Juden' beleidigt", hieß es am späten Donnerstagabend bei Twitter des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Ein Union-Fan habe versucht, eine Israelfahne einer Zuschauerin anzuzünden. Dies sei durch das Einschreiten von Zivilpolizisten verhindert worden, hieß es.

Union kündigt Konsequenzen an 

Zugleich hätten andere Berliner Fans sich gegen das antisemitische Verhalten ausgesprochen, hieß es beim Jungen Forum. Der 1. FC Union Berlin reagierte auf die Vorfälle auf seinem Twitter-Account und forderte die Nennung von Block- und Sitzplatznummern zur Identifizierung der betreffenden Zuschauer.

Auch Berlins Justizsenator Dirk Behrendt hat entsetzt auf die Berichte beim Europapokalspiel reagiert. Der Grünen-Politiker bezeichnete diese am Freitag als "bestürzend". "Antisemitismus darf auch im Fußball keinen Platz haben. Meine Solidarität gilt den Fans des israelischen Meisters Maccabi Haifa", sagte der 50-Jährige.

1.000 Haifa-Fans feuerten ihr Team an 

Das Gastspiel von Maccabi Haifa war der erste Auftritt einer israelischen Fußball-Mannschaft in dem von den Nationalsozialisten erbauten Berliner Olympiastadion. Union Berlin darf wegen UEFA-Regularien zu Zuschauerkapazitäten seine Heimspiele nicht im eigenen Stadion an der Alten Försterei im Stadtteil Köpenick bestreiten.

Während der Partie herrschte unter den 23.324 Zuschauern eine überwiegend euphorische Atmosphäre. Rund 1.000 Haifa-Fans feuerten ihr Team ebenso leidenschaftlich an, wie die Union-Fans ihre Mannschaft. Am Spieltag hatte eine hochrangige Delegation der Eisernen die Gäste aus Israel im eigenen Stadion empfangen. Am Mittwoch hatten Vertreter von Maccabi Haifa das Holocaust-Mahnmal in Berlin besucht und einen Kranz niedergelegt.

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