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DFB-Boss Reinhard Grindel zweifelt an Zukunft des Confed Cups

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Überbelastung der Spieler  

DFB-Boss zweifelt an Zukunft des Confed Cups

14.06.2017, 21:36 Uhr | gh, t-online.de

DFB-Boss Reinhard Grindel zweifelt an Zukunft des Confed Cups. Reinhard Grindel wurde  am 15. April 2016 zum DFB-Präsidenten gewählt. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Reinhard Grindel wurde am 15. April 2016 zum DFB-Präsidenten gewählt. (Quelle: Jan Huebner/imago)

Die deutsche Fußball-Nationalmannaschaft startet am Donnerstagmorgen in das Abenteuer Confed Cup. Mit dem Flieger geht es nach Sotschi. Vor der Abreise äußerte sich DFB-Präsident Reinhard Grindel, trotz aller Vorfreude, auf einer Pressekonferenz kritisch.

Bundestrainer Joachim Löw hat auf viele Weltmeister verzichtet und insgesamt sieben Länderspieldebütanten nominiert. Ein wichtiger Grund: viele Profis sind überspielt. Toni Kroos, der mit Real Madrid Anfang Juni die Champions League gewann, hat in der abgelaufenen Saison 48 Pflichtspiele für die Königlichen bestritten – und dabei "nur" 29 von 38 möglichen Ligaspielen auf dem Platz gestanden.

Spieler, die auf diesem hochklassigen internationalen Niveau mit ihren Vereinen spielen, brauchen auch mal eine Pause zwischen den großen Endrunden Europameisterschaft und Weltmeisterschaft. 

"Confed Cup 2021 in Katar zu spielen, wird schwierig"

Die hohe Belastung macht auch DFB-Boss Grindel Sorgen: Die übermäßige Belastung wird mit der Aufstockung der WM auf 48 Mannschaften steigen. Ich glaube, dass es schwierig wird, einen Confed Cup 2021 in Katar zu spielen. Das wird man nicht zwei Saisons hintereinander machen können."

Aber Grindel stellt auch klar: "Wir müssen die sportliche Bedeutung und die sportpolitische Diskussion über die Bedeutung des Confed Cups trennen. Die Delegation sieht die sportliche Bedeutung des Turniers, aber im Hinblick auf die WM 2018. Wir haben diese schon heute im Blick."

Zur politischen Situation im WM-Gastgebeerland hat Grindel eine klare Meinung: "Wir werden ganz klar machen, dass Meinungs-, Demonstrations- und Pressefreiheit etwas ist, wozu sich auch Russland verpflichtet hat. Wir beobachten, dass es einen sehr starken bürgergesellschaftlichen Protest etwa gegen das Thema Korruption gibt. Auf so einen Protest sollte man mit Dialog und nicht mit Haftstrafen reagieren."

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