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Deniz Naki kritisiert Özil: "Zwischen Faschisten unterscheidet man nicht"


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Naki kritisiert Özil: "Zwischen Faschisten unterscheidet man nicht"

Aktualisiert am 27.07.2018Lesedauer: 2 Min.
Deniz Naki 2013 im Trikot des SC Paderborn: In der Türkei war er später heftigen Anfeindungen ausgesetzt.
Deniz Naki 2013 im Trikot des SC Paderborn: In der Türkei war er später heftigen Anfeindungen ausgesetzt. (Quelle: pmk/imago-images-bilder)
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Er ist in der Türkei wegen seiner kurdischen Abstammung angefeindet und bedroht worden, zuletzt wurde auf ihn geschossen. Nun wendet sich der frühere Junioren-Nationalspieler Deniz Naki an Mesut Özil.

Der kurdischstämmige und in der Türkei bedrohte Fußball-Profi Deniz Naki hat Mesut Özil in einem offenen Brief dazu aufgefordert, gegen Rassismus jeglicher Art zu protestieren. "Bitte denk dran: Diejenigen, die Dich bei der nächsten Reise in die Türkei mit offenen Armen empfangen, werden genau dieselben sein, die mich rassistisch angreifen", schrieb der ehemalige U21-Nationalspieler bei Facebook.

Naki war im Januar von der türkischen Fußball-Föderation (TTF) lebenslang gesperrt worden. Dem 29-Jährigen wird Diskriminierung und ideologische Propaganda vorgeworfen. "Du sagst, Du findest die Erklärungen des DFB falsch, findest Du die Entscheidungen der TFF über mich ebenfalls rassistisch?", schrieb Naki in Richtung Özil und fügte an: "Wieso zeigst Du diese Reaktion nicht, wenn es in der Türkei immer mehr zu rassistischen und faschistischen Angriffen auf mich oder auf kurdischstämmige oder anderen Minderheiten zugehörenden Fußballer kommt?"

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Naki war 2017 in der Türkei nach angeblicher Unterstützung der kurdischen Arbeiterpartei PKK in sozialen Medien wegen "Terrorpropaganda" zu 18 Monaten und 22 Tagen Haft auf Bewährung verurteilt worden. Später wurden auf ihn auf der A4 nahe seiner Geburtsstadt Düren aus einem fahrenden Auto zwei Schüsse abgefeuert, Naki blieb unverletzt.

Naki fordert Özil auf, "gegen Rassismus und Faschismus zu kämpfen"

"Ich fordere Dich dazu auf, nicht nur gegen den Rassismus in Deutschland zu kämpfen, sondern auch gegen jegliche Arten davon auf der Welt. Ich fordere Dich dazu auf, den in der Türkei den Kurden entgegengebrachten Rassismus und Faschismus sensibel wahrzunehmen und diesen ebenfalls zu bekämpfen. Rassismus ist eine Krankheit. Gestern hat es mich betroffen, heute betrifft es Dich, und übermorgen wird es jemand anderes sein", schrieb Naki.

Bereits zuvor hatten sich auch zahlreiche deutsche Politiker geäußert. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zeigte sich solidarisch. "Özil gehört selbstverständlich zu Deutschland, er ist einer von uns", sagte der auch für Sport zuständige Minister der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Freitag).

Seehofer: Fall Özil kein Beleg für Scheitern der Integration

Seehofer hatte im März zum Start der großen Koalition mit der Einschätzung, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, für heftige Debatten gesorgt. Zugleich hatte der CSU-Chef erklärt: "Die bei uns lebenden Muslime gehören aber selbstverständlich zu Deutschland."

Seehofer mahnte in der "FAZ", der Sport dürfe nicht in seiner wichtigen gesellschaftspolitischen Funktion für die Integration diskreditiert werden. Der Fall Özil sei kein Beispiel dafür, dass Integration im Sport oder generell gescheitert sei.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen sid und dpa
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