Sie sind hier: Home > Sport > Fußball >

Wegen Erdogan-Affäre: Altkanzler Schröder nimmt Mesut Özil in Schutz

Wegen Erdogan-Affäre  

Altkanzler Schröder nimmt Özil in Schutz

28.08.2018, 18:11 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Wegen Erdogan-Affäre: Altkanzler Schröder nimmt Mesut Özil in Schutz. Mesut Özil: Nach der WM beendete der Arsenal-Star seine DFB-Karriere. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Mesut Özil: Nach der WM beendete der Arsenal-Star seine DFB-Karriere. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Die umstrittenen Fotos von Mesut Özil mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan sorgen weiter für Diskussionen. Jetzt äußert sich auch Gerhard Schröder – mit klaren Worten.

Altkanzler Gerhard Schröder hat um Nachsicht für das Verhalten von Ex-Fußball-Nationalspieler Mesut Özil in Bezug auf das Treffen mit dem umstrittenen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan geworben.

"Kein politisches Statement"

"Ich denke, dass es zu wenig Verständnis gegeben hat für jemanden wie Özil zum Beispiel. Er wollte mit seinem Treffen mit dem Präsidenten meiner Auffassung nach kein politisches Statement abgeben", sagte der 74-Jährige bei Sky Sport News HD.

Fußball-WM in Russland: Gerhard Schröder mit seiner Lebensgefährtin Soyeon Kim beim Spiel Südkorea gegen Deutschland. (Quelle: imago images/ITAR-TASS )Fußball-WM in Russland: Gerhard Schröder mit seiner Lebensgefährtin Soyeon Kim beim Spiel Südkorea gegen Deutschland. (Quelle: ITAR-TASS /imago images)

Der 2014er-Weltmeister Özil hatte nach dem historischen Vorrunden-K.o. der deutschen Auswahl bei der WM in Russland seinen Rücktritt aus dem Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erklärt. In seiner Stellungnahme warf er dem DFB Rassismus vor und attackierte Verbandspräsident Reinhard Grindel scharf.

Schröder meinte: "Als ein Junge, der nicht gerade aus goldenen Verhältnissen kommt – Vater war Arbeiter, Mutter war Putzfrau –, hat er einfach gesagt: Mein Präsident nimmt mich wahr, und warum soll er das nicht? Ich hätte damals empfohlen: Tiefer hängen das Ganze, das wäre vernünftiger gewesen."

Kritik an Maas wegen Özil-Äußerungen

Schröder hatte bereits Ende Juli scharfe Kritik an Außenminister Heiko Maas geübt. Der SPD-Politiker hatte nach Özils Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft für Aufregung gesorgt, als er sagte, dass er nicht denke, "dass der Fall eines in England lebenden und arbeitenden Multimillionärs Auskunft gibt über die Integrationsfähigkeit in Deutschland".


Es sei "schlicht und einfach unerträglich", dass sich ein Außenminister in der Debatte über einen deutschen Fußballspieler mit türkischen Wurzeln so einlasse, sagte Schröder damals der "Süddeutschen Zeitung". Maas' "dumpfe Kommentare" zu Özil hätten auch mit sozialdemokratischen Vorstellungen von Integration "absolut nichts zu tun".

Verwendete Quellen:
  • sid, dpa
  • Eigene Recherchen

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Erstellen Sie jetzt 100 Visiten- karten schon ab 9,99 €
von vistaprint.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal