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Wolfsburg nach 3:2 in Augsburg auf Europakurs

Von dpa
Aktualisiert am 23.12.2018Lesedauer: 3 Min.
Die Wolfsburger siegten beim FC Augsburg mit 3:2.
Die Wolfsburger siegten beim FC Augsburg mit 3:2. (Quelle: Tobias Hase./dpa)
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Augsburg (dpa) - Nach einem verrückten Fußballspiel mit dem Last-Minute-Siegtor durch Yannick Gerhardt hüpften die Wolfsburger Spieler ausgelassen vor ihren wenigen mitgereisten Fans.

Seinen bemerkenswerten Jahresendspurt hatte der VfL Wolfsburg zuvor mit einer vorweihnachtlichen Bescherung beim FC Augsburg gekrönt. Das Team von Trainer Bruno Labbadia gewann mit 3:2 (2:0) und beendete die Hinrunde nach 16 von 18 möglichen Punkten aus den letzten sechs Partien als Fünfter auf einem Europa-League-Platz.

"Ich hätte die Dramatik nicht gebraucht. Aber wir haben einen Lauf", sagte Matchwinner Gerhardt, als er klatschnass im trockenen Kabinengang die turbulenten 90 Minuten analysierte. Nach einem langen Abschlag von Torwart Koen Casteels vollendete Gerhardt in der 89. Minute im Strafraum entschlossen den Wolfsburger Konter. "Wir sind in der einen oder anderen Situation noch zu grün", haderte FCA-Trainer Manuel Baum.

Kapitän Joshua Guilavogui (33. Minute) und Abwehrspieler William (41.) hatten vor 28 152 Zuschauern die ersten Wolfsburger Tore gegen den FCA erzielt, der nach einer Serie von acht sieglosen Partien als Tabellen-15. und damit in Abstiegsgefahr in die Winterpause geht. "Geil, in der 89. Minute noch so einen Konter zu machen. Die Emotionen sind danach noch einmal größer", sagte Casteels und konstatierte: "Wir haben eine gute Hinrunde gespielt."

Die Augsburger standen bis zum späten Siegtor der Gäste vor einem großen Comeback. Rani Khedira (49. Minute) und der eingewechselte Angreifer Sergio Córdova (58.) belohnten ihre Mannschaft für das Aufbäumen in der zweiten Hälfte mit dem zwischenzeitlichen 2:2. "Das darf uns nicht passieren, dass wir uns so auskontern lassen kurz vor Schluss", haderte Augsburgs André Hahn.

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Der Höhenflug hat die Wolfsburger selbstbewusst gemacht. Die Gäste begannen abwartend, übernahmen dann aber zielstrebig und effektiv die Initiative im Augsburger Dauerregen. Das Führungstor war nur eine Frage der Zeit. Wout Weghorst köpfte vorbei (25.), danach schoss der agile Angreifer an den Pfosten (28.).

Die Passivität der Augsburger wurde beim Eckball von Maximilian Arnold schließlich bestraft: Erst kam John Anthnoy Brooks frei zum Kopfball, dann beförderte Guilavogui den Ball ungestört ins Tor. Die Gäste dominierten. FCA-Keeper Andreas Luthe parierte einen Kopfball von Daniel Ginczek (41.). Chancenlos war der Schlussmann aber danach beim Schuss von William. Robin Knoche hätte mit dem Kopf nach einer Weghorst-Flanke sogar fast noch das 0:3 erzielt (45.). "Wir hätten das 3:0 machen können. Dann wäre der Sack zu gewesen", sagte Trainer Bruno Labbadia, der die rasante Weiterentwicklung seiner Spieler lobte: "Die Mannschaft hat inzwischen ein Vertrauen in sich selbst."

FCA-Trainer Baum reagierte zur Pause auf die "ganz, ganz schwache" Vorstellung seiner Mannschaft. Er brachte in Cordova und Hahn zwei neue Offensivspieler für Marco Richter und Michael Gregoritsch. Die Maßnahme entfachte sofort Wirkung: Nach einer Hereingabe von Jonathan Schmid setzte sich Khedira im Strafraum energisch durch und traf aus sieben Metern. Außenverteidiger Schmid war auch Ausgangspunkt des 2:2: Córdova köpfte seine Flanke zum Ausgleich ins Tor.

Die Wolfsburger Souveränität war dahin. Nach vorne kam nicht mehr viel von den Niedersachsen. Augsburg war bissiger, agierte mit Wucht. Hahn brachte viel Schwung über rechts. Im Strafraum rutschte Córdova an einer Hereingabe vorbei (87.). Der entscheidende Schlag gelang den Gästen. "Wir setzen uns kein Limit", sagte Labbadia zum Europakurs.

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