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Abstiegskampf - Turbulente VfB-Woche: Was wird aus Trainer Weinzierl?

Abstiegskampf  

Turbulente VfB-Woche: Was wird aus Trainer Weinzierl?

15.02.2019, 13:00 Uhr | dpa

Abstiegskampf - Turbulente VfB-Woche: Was wird aus Trainer Weinzierl?. Steht in Stuttgart vor wegweisenden Wochen: VfB-Coach Markus Weinzierl.

Steht in Stuttgart vor wegweisenden Wochen: VfB-Coach Markus Weinzierl. Foto: Sebastian Gollnow. (Quelle: dpa)

Stuttgart (dpa) - Die turbulente Woche in Stuttgart hat die Situation von VfB-Trainer Markus Weinzierl zumindest nicht verschlechtert. Die Personalrochade von Michael Reschke zu Thomas Hitzlsperger eröffnet auch dem 44-Jährigen eine neue Chance. 

Das Ende der kurzen VfB-Ära von Sportvorstand Reschke könnte seine Bewährungszeit verlängert haben. Aber für wie lange? Bis wann wird Weinzierl weiter daran tüfteln dürfen, den Umschwung im Abstiegskampf zu schaffen? Seine Zukunft wird womöglich auch davon abhängen, wie sich seine Elf am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen RB Leipzig präsentiert.

"Als Trainer lebst du von Spiel zu Spiel, von Tag zu Tag", räumte Weinzierl ein und geht mit seiner Position realistisch um. Hitzlsperger hat ihm seine Unterstützung versichert. Und manches deutet darauf hin, dass der Coach zum früheren Nationalspieler ein besseres Verhältnis pflegt als zu dessen Vorgänger. Aber: "In der Konstellation ist es nichts anderes als in der vorherigen - dass wir Punkte brauchen, dass der Trainer Punkte braucht", sagte Weinzierl.

Anders als Abstiegskonkurrent 1. FC Nürnberg hat der VfB Anfang der Woche von einem kompletten Umbruch abgesehen. Weinzierl, der erst im Oktober kam, arbeitet (vorerst) weiter. Stattdessen musste am Dienstag überraschend Sportvorstand Reschke gehen, der Weinzierl zuvor nur das Leipzig-Spiel versprochen hatte. Zwar lehnte Hitzlsperger ebenfalls ein längerfristiges Treuebekenntnis zum Coach ab, sagte aber auch: "Ich werde alles tun, solange, wie ich spüre, dass es sinnvoll ist und das geht hoffentlich eine lange Zeit."

Mit dem Arbeitsbeginn des früheren VfB-Profis soll sich die Atmosphäre sogleich verbessert haben: "Die positive Herangehensweise kann ein Trumpf jetzt sein", behauptete Weinzierl. Ob positive Worte des neuen Sportvorstands aber der schwächsten Offensive der Liga gegen die stärkste Defensive und damit gegen den Champions-League-Aspiranten Leipzig helfen? Äußerst zweifelhaft. Das Ergebnis allein aber dürfte nicht entscheiden.

Für Weinzierl selbst steht ein weiterer Imageschaden auf dem Spiel, sollte sein drittes Bundesliga-Engagement frühzeitig enden. Die Arbeit des Straubingers funktionierte in der 1. Bundesliga bislang nur mit dem FC Augsburg, mit dem er 2012/13 eine beinahe aussichtslose Situation mit nur neun Punkten aus der Hinrunde meisterte. Damals hielt der Verein an ihm fest - mit Erfolg.

In Stuttgart muss Weinzierl auch mit dem Erbe der misslungenen Kaderplanung von Reschke leben. Mit teuren Millionen-Transfers hatte der Rheinländer eigentlich eine Mannschaft zusammenstellen wollen, die die Europapokal-Plätze angreift. Dem Kader fehle es an "Geschwindigkeit, Zweikampfstärke, Führung, defensiver Stabilität, Homogenität", kritisierte der frühere Weltmeister Guido Buchwald jetzt scharf. Der Ex-Profi war vor knapp zwei Wochen aus dem VfB-Aufsichtsrat zurückgetreten, auch das hatte für Unruhe gesorgt.

Taktisch hat Weinzierl bereits vieles probiert. Auch davor, Torjäger Mario Gomez auf die Bank zu setzen, schreckte er nicht zurück. Seine mickrige Ausbeute: zehn Punkte aus 14 Spielen, zuletzt sechs Partien mit fünf Niederlagen. Vorgänger Tayfun Korkut musste sich mit fünf Punkten nach den ersten sieben Saisonspielen verabschieden.

"Was soll der Trainer machen, wenn sich die Mannschaft so präsentiert?", fragte der frühere Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler am vergangenen Sonntag nach der 0:3-Pleite in Düsseldorf, mit der sich die sportliche Krise und Trainer-Debatte zugespitzt hatte. Die Frage aber dürfte sein, wie Hitzlsperger reagiert, falls sich die Elf weiter so erschreckend schwach präsentiert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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