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EM-Qualifikation - Rassismus-Vorfälle: Bulgarische Fußball-Fans festgenommen

EM-Qualifikation  

Rassismus-Vorfälle: Bulgarische Fußball-Fans festgenommen

16.10.2019, 16:26 Uhr | dpa

EM-Qualifikation - Rassismus-Vorfälle: Bulgarische Fußball-Fans festgenommen. Bulgarische Fans fielen mit rassistischen Parolen auf.

Bulgarische Fans fielen mit rassistischen Parolen auf. Foto: Nick Potts/PA Wire/dpa. (Quelle: dpa)

Sofia (dpa) - In Bulgarien sind nach den Rassismus-Vorfällen beim EM-Qualifikationsspiel gegen England sechs bulgarische Fußballfans festgenommen worden.

Die Männer werden verdächtigt, an den Entgleisungen im Stadion beteiligt gewesen zu sein. Drei weitere Fans werden gesucht. Das teilte die bulgarische Polizei während einer Aktion zur Feststellung der Verantwortlichen für die Rassismus-Vorfälle vom Montagabend im Wassil-Lewski-Stadion in Sofia mit. Die Aktion sollte weiter gehen.

Bei der Partie in Sofia waren die englischen Nationalspieler Raheem Sterling und Tyrone Mings mit Affenlauten von der Tribüne attackiert worden. Zudem zeigten einige Zuschauer den Hitlergruß.

Staatschef Rumen Radew warnte davor, nach den rassistischen Entgleisungen von bulgarischen Fußballfans Rückschlüsse auf das ganze Land zu ziehen: "Es ist äußerst unangenehm, dass Bulgarien, das 50.000 Juden gerettet hat, nun durch Rassismus dargestellt wird", sagte Radew in Sofia. Er verwies damit auf die Weigerung des damaligen, mit Deutschland verbündeten Königreichs Bulgarien, im März 1943 seine Juden auszuliefern.

Radew forderte "drakonische Maßnahmen" gegen Fußball-Hooligans. Bei einem Großteil der Festgenommenen handelt es sich um Mitglieder radikaler Fan-Clubs von Fußballmannschaften, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Ergebnisse der Aktion sollen der Staatsanwaltschaft in Sofia vorgelegt werden.

Wegen der Ereignisse trat der Präsident des bulgarischen Fußballverbandes, Borisslaw Michailow, am 15. Oktober nach Aufforderung des bulgarischen Regierungschefs Boiko Borissow zurück. In der Verbandszentrale in Bojana bei Sofia begann kurz darauf eine polizeiliche Überprüfung wegen Korruptionsverdachts.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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