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Showdown beim DFB: Machtkampf zwischen Keller und Curtius

Machtkampf um Keller  

Heute kommt es zum Showdown beim DFB

23.10.2020, 10:46 Uhr | sle, dpa

Showdown beim DFB: Machtkampf zwischen Keller und Curtius. Fritz Keller: Der DFB-Präsident ist seit einem Jahr im Amt. (Quelle: imago images/Martin Hoffmann)

Fritz Keller: Der DFB-Präsident ist seit einem Jahr im Amt. (Quelle: Martin Hoffmann/imago images)

Steueraffäre, fragwürdige Zahlungen bei der WM 2006 – beim DFB gibt es viele Skandale. Fritz Keller wollte im Verband für Ruhe sorgen. Doch der Präsident hat sich mit seinem Generalsekretär zerstritten. 

Vor gut einem Jahr versprach die Wahl von Fritz Keller zum DFB-Präsidenten Ruhe an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes. Keller, der den beschaulichen Breisgau für den DFB verließ, als Mann vor allem auch fürs Repräsentative. DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius, der da schon seit Jahren im Verband tätig war, war der Mann fürs Geschäftliche. Zwei unterschiedliche Charaktere zwar, aber, so die Hoffnung, zwei, die sich perfekt ergänzen können. Offenbar eine krasse Fehleinschätzung.

Wie nun auch die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, trennen die beiden DFB-Funktionäre tiefe Gräben. Curtius werde an diesem Freitag nicht an der DFB-Präsidiumssitzung teilnehmen. Er folge damit dem "Wunsch eines Präsidiumsmitglieds", zitiert die "SZ" aus einer E-Mail von Curtius an dessen Präsidiumskollegen. Der 44-Jährige war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der DFB teilte auf dpa-Anfrage mit, "die personellen Spekulationen in den Medien" nicht zu kommentieren.

Keller droht mit "Vertrauensfrage"

Keller soll die Auflösung des Vertrages von Curtius wünschen. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor schon berichtet, der DFB-Präsident wolle in der zerfahrenen Lage zur Not die "Vertrauensfrage" stellen. Curtius übt beim DFB seit 2016 das Amt des Generalsekretärs aus, zuvor war er als Leiter des Büros des damaligen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach tätig.

Keller soll laut "Sportbuzzer" seinem Generalsekretär auch vorwerfen, den Weggang von DFL-Boss Christian Seifert aus dem wichtigen DFB-Präsidialausschuss nicht verhindert zu haben. Mehr dazu hier

Laut "SZ" schrieb Curtius seinen Präsidiumskollegen, dass er am Mittwoch gemeinsam mit Keller versucht habe, bestehende Missverständnisse zu bereinigen. Leider habe man in dem Gespräch noch keine belastbare Lösung gefunden. Er habe Keller eine gemeinsame Mediation vorgeschlagen.

Wer übernimmt Uefa-Posten?

Bei der Präsidiumssitzung am Freitag will Keller der "Bild" zufolge zudem mitteilen, dass er nicht für ein internationales Amt kandidieren will. Im Exekutivkomitee der Uefa soll demnach DFB-Vizepräsident Rainer Koch bleiben, der dort seit März Mitglied ist. Für das Council des Weltverbandes Fifa wolle der DFB Peter Peters vorschlagen, der ebenfalls DFB-Vizepräsident ist. Der einstige Finanzchef des FC Schalke 04 ist auch Aufsichtsratschef der DFL. Die Uefa bestimmt im kommenden März ihre Vertreter für das höchste Fifa-Gremium, dem seit dem Rücktritt des früheren DFB-Präsidenten Reinhard Grindel kein deutscher Vetreter mehr angehört.

Verwendete Quellen:

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