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DFB: Staatsanwaltschaft eröffnet neues Ermittlungsverfahren

Verdacht der Steuerhinterziehung  

"Showdown" am Freitag: Streit und Ermittlungen beim DFB

14.01.2021, 17:26 Uhr | sle, t-online

DFB: Staatsanwaltschaft eröffnet neues Ermittlungsverfahren. Polizei-Auto und Journalisten vor DFB-Zentrale (Archivbild): Im Oktober hatte es eine Razzia wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung gegeben.  (Quelle: imago images)

Polizei-Auto und Journalisten vor DFB-Zentrale (Archivbild): Im Oktober hatte es eine Razzia wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung gegeben. (Quelle: imago images)

Der DFB kommt nicht zur Ruhe. An der Spitze soll sich ein Streit zwischen Präsident Keller und seinem Generalsekretär entwickelt haben – und jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft erneut gegen den Verband.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den DFB eröffnet. "Es gibt ein neues Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Abgabe unrichtiger Steuererklärungen und Steueranmeldungen wegen erhaltener Sachzuwendungen", bestätigte die leitende Staatsanwältin Anna Elisabeth Krause-Ablaß dem ZDF

Das Verfahren stütze sich auf eine Razzia vom Oktober 2020, bei der Beweise für Unregelmäßigkeiten in Steuerunterlagen gesucht wurden. Nach ZDF-Information gehe es konkret um falsche Angaben in Lohnsteueranmeldungen sowie in Körperschaft- und Gewerbesteuererklärungen von 2015 bis November 2020, sowie Steuern, die vom DFB verkürzt worden seien. 

Möglicher Verlust der Gemeinnützigkeit

Wenige Tage nach der Razzia im Oktober soll der Fußballbund vorsorglich 3,3 Millionen Euro an das Finanzamt überwiesen haben. Das sollen interne E-Mails belegen, die dem ZDF vorliegen. Eine Selbstanzeige seitens des DFB gibt es laut Staatsanwaltschaft allerdings nicht. Sollte sich der Verdacht der Steuerhinterziehung bestätigen, könnte der DFB seine Gemeinnützigkeit verlieren. Der Verband hatte sich zu den Vorgängen noch nicht geäußert.

Gegen den DFB läuft bereits ein Verfahren. Dabei geht es um Einnahmen aus Bandenwerbung bei Spielen der Nationalmannschaft in den Jahren 2014 und 2015. Hierbei ermitteln die Behörden auch gegen DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius. 

"Keinerlei Verständnis für dieses Vorgehen"

Mit diesem liegt Präsident Keller im Streit. Bei einer Präsidiumssitzung am Verbandssitz in Frankfurt am Main steht dem Vernehmen nach ein "Showdown" im Streit zwischen Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius bevor. Laut "Bild" soll Curtis und die von ihm beauftragten Dienstleister für Indiskretionen verantwortlich sein.

"Ich habe keinerlei Verständnis für dieses Vorgehen und versichere, keine Dienstleister dazu veranlasst zu haben, interne Erkenntnisse weiterzugeben", sagte Curtius der dpa. "Eine solche Behauptung entbehrt jeglicher Grundlage und ist absurd, auch den Dienstleistern gegenüber, von denen übrigens keiner konkret benannt wird."

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