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Warnung des Weltstars: Lukaku fordert Cristiano Ronaldo

Von dpa
Aktualisiert am 25.06.2021Lesedauer: 3 Min.
Sind bereit fĂŒr Portugal und "CR7": Thomas Meunier (l) und Belgien-TorjĂ€ger Romelu Lukaku.
Sind bereit fĂŒr Portugal und "CR7": Thomas Meunier (l) und Belgien-TorjĂ€ger Romelu Lukaku. (Quelle: Bruno Fahy/BELGA/dpa./dpa)
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Sevilla (dpa) - An ein besonderes Treffen mit Cristiano Ronaldo in den Katakomben des MailĂ€nder San Siro erinnert sich Romelu Lukaku noch ziemlich genau. Im Oktober 2019 spielten die Weltklasse-StĂŒrmer im Derby d'Italia gegeneinander.

Lukaku, der Belgier, war gerade von Manchester United zu Inter Mailand gewechselt. Cristiano Ronaldo, der Portugiese, ging damals in seine zweite Saison bei Juventus Turin. "Er hat mir gesagt, dass das die Liga mit der hĂ€rtesten Defensive der Welt ist", sagte Lukaku ĂŒber das denkwĂŒrdige Treffen vor dem Spiel der "New York Times" einmal. "Er hat mir gesagt, dass er ĂŒberall Tore geschossen hat. Aber das hier sei der schwierigste Ort, um es zu tun. Und wenn Cristiano Ronaldo denkt, dass es schwierig ist, dann muss es wirklich schwierig sein."

Lukaku will die EM gewinnen

Es war ein Hinweis, wohl eher eine gut gemeinte Warnung eines Weltstars an einen vielleicht kĂŒnftigen. In der abgelaufenen Serie-A-Saison wurde Ronaldo mit 29 Treffern TorschĂŒtzenkönig in Italien, Lukaku landete direkt dahinter mit 24. Meister wurde aber Inter, Juve nur Vierter. "Auf persönlicher Ebene hat er gewonnen. Aber als Team haben wir den Titel geholt", sagte Lukaku. Und geht mit demselben Ziel in das EM-Achtelfinale am Sonntag (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Ronaldos Portugiesen: "Ich will die Euro gewinnen. Persönliche Ambitionen habe ich keine."

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Doch beim Spiel in Sevilla, das der deutsche Schiedsrichter Felix Brych leiten wird, will der fĂŒnfmalige Weltfußballer Ronaldo jubeln."Cristiano ist in der Form seines Lebens. Wir unterschĂ€tzen aber nicht den Rest des Teams. Wir haben Respekt, aber keine Angst", sagte Belgiens Abwehrspieler Toby Alderweireld vor diesem packenden KrĂ€ftemessen zwischen der "Goldenen Generation" seines Landes, WM-Dritter von 2018, und dem Titelverteidiger.

EM-RekordtorjÀger Ronaldo

Cristiano Ronaldo war alleine bei dieser Endrunde fĂŒnfmal erfolgreich. Mit 14 Treffern insgesamt ist der 36-JĂ€hrige sogar unangefochtener EM-RekordtorjĂ€ger. "Man kann ihn nicht alleine stoppen. Er ist einer der besten Spieler der Welt", meinte Alderweireld ĂŒber eine mögliche Abwehrtaktik.

Lukaku hat bei dieser Endrunde dreimal getroffen. Insgesamt steht der 28-JĂ€hrige bei fĂŒnf EM-Toren. "FĂŒr mich ist Romelu Lukaku in den letzten zehn Monaten ein ganz anderer Spieler geworden. Er hat die Reife, die FĂŒhrungsqualitĂ€ten, das VerstĂ€ndnis dafĂŒr, was es im Spiel braucht, und die notwendige FlexibilitĂ€t", sagte Nationaltrainer Trainer Roberto MartĂ­nez ĂŒber seine bullige Allzweckwaffe.

Belgiens TorjÀger auf neuem Level

Lukaku selbst sieht das ganz selbstbewusst auch so. "Alle sprechen immer ĂŒber meine Form", sagte er. Aber ich denke, in den letzten beiden Jahren habe ich ein neues Level erreicht. Es ist nicht mehr nur gute Form." Auf die Frage, was der eine gerne vom anderen hĂ€tte, sagte Lukaku in einem PressegesprĂ€ch am Freitag: "Ich hĂ€tte gerne seine FĂ€higkeiten im Dribbling und seine Schusstechnik. Und er hĂ€tte sicher gerne meine Power."

Lukaku, mit 63 Toren in 96 LĂ€nderspielen einsame Spitze in Belgien, hat bei einer EM aber noch nicht in der K.o.-Runde getroffen. An seinen grundsĂ€tzlichen FĂ€higkeiten Ă€ndert das natĂŒrlich wenig. "Er kann einen Neuner spielen, der mit dem RĂŒcken zum Tor steht - er kann hinten spielen, er kann zwischen den RĂ€umen spielen. Also ich bin froh, dass er in unserer Mannschaft ist", meinte MartĂ­nez weiter.

Portugals Nationaltrainer Fernando Santos geht das bei Cristiano Ronaldo, mit 109 Toren in 178 LÀnderspielen einsame Spitze in Portugal, genauso. "Um Ronaldo mache ich mir keine Sorgen. Ronaldo ist der Ronaldo, der er immer war, mit der gleichen Bereitschaft, dem Nationalteam zu dienen", erzÀhlte Santos. "Er trifft vielleicht nicht jedes Mal, aber er versucht es immer, er kÀmpft jedes Mal."

Belgien gut eingespielt

Portugal will als erstes Team seit den Spaniern 2012 den EM-Titel verteidigen. Belgiens Gala-Generation um Kevin de Bruyne, Lukaku und KapitĂ€n Eden Hazard hofft auf die erste Krönung. "Sie spielen schon lange zusammen, ihr Spiel hat einen ganz natĂŒrlichen Fluss", meinte Santos ĂŒber das eingespielte Team von MartĂ­nez. "Sie wissen, wie man den letzten Pass in den Angriff zu spielen hat." De Bruyne, Hazard oder Dries Mertens nannte er da.

Bei Portugal heißen diese möglichen finalen Passgeber Bruno Fernandes, Diogo Jota oder Bernardo Silva. Das sind auch internationale SpitzenkrĂ€fte. Am Ende könnte aber wieder ein Cristiano Ronaldo den Unterschied machen. Oder ein Romelu Lukaku.

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