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Europameisterschaft: Italiens Keeper Donnarumma mit 22 auf dem Gipfel


Europameisterschaft  

Italiens Keeper Donnarumma mit 22 auf dem Gipfel

12.07.2021, 18:52 Uhr | dpa

Europameisterschaft: Italiens Keeper Donnarumma mit 22 auf dem Gipfel. Bester Spieler der EM: UEFA-Boss Aleksander Ceferin ehrt Italien-Keeper Gianluigi Donnarumma.

Bester Spieler der EM: UEFA-Boss Aleksander Ceferin ehrt Italien-Keeper Gianluigi Donnarumma. Foto: Christian Charisius/dpa. (Quelle: dpa)

Rom (dpa) - Für Italiens Coach Roberto Mancini ist er "der beste Torhüter der Welt", die Medien in der Heimat feierten Gianluigi Donnarumma als "unüberwindbaren Elfmeter-Magier".

Nach dem bislang größten Triumph seiner Karriere nahmen die Superlative für den jungen italienischen Fußball-Nationalkeeper gar kein Ende. "Das ist unglaublich, ich weiß noch gar nicht, ob das wirklich wahr ist", schwärmte der 22-Jährige, der beim dramatischen 3:2-Sieg Italiens im Elfmeterschießen im EM-Finale gegen England mit zwei gehaltenen Schüssen einmal mehr zum Helden und zum Matchwinner wurde.

Erstmals Torhüter Spieler des Turniers

Nach der wilden Kabinenparty posierte er auf Instagram glücklich lächelnd mit dem silbernen EM-Pokal. "Stolz, allen Italienern ein Lächeln geschenkt und gemeinsam mit unseren außergewöhnlichen Fans viele 'magische Nächte' erlebt zu haben", schrieb der Keeper, der als erster Torhüter zum Spieler des Turniers gewählt wurde und jetzt mit erst 22 Jahren schon einen der größtmöglichen Erfolge im Fußball gefeiert hat. "Wir sind außergewöhnlich gewesen, wir sind super-glücklich. Es ist eine unglaubliche Sache", schwärmte er.

Nur vier Gegentore kassierte Donnarumma im gesamten Turnier, gegen England wurde er wie zuvor im Halbfinale gegen Spanien mit gehaltenen Schüssen zum Helden. "Ich war sicher, dass er einen Elfmeter halten würde. Er ist der beste Torhüter der Welt", lobte Mancini, während die "Gazzetta dello Sport" ihn zum "Elfmeter-Magier" kürte: "Im Elfmeterschießen ist er wieder einmal der unüberwindbare Torhüter." Auch Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella würdigte den Keeper: "Ihre letzte Parade hat Millionen von Menschen glücklich gemacht."

Der EM-Titel soll für den 1,96 Meter großen Torhüter aber nur der erste Gipfel seiner Karriere gewesen sein. "Ich muss mich noch weiter verbessern, das ist erst der Anfang für mich", sagte Donnarumma, der nach dem Ende seines Vertrages beim AC Mailand vor einem Wechsel zu Paris Saint-Germain steht und Italiens neue Fußball-Generation auch bei den nächsten großen Turnieren anführen will. Auch als Kandidat für die Wahl zum Weltfußballer sehen ihn italienische Medien bereits. "Setzt seine Unterschrift unter den EM-Titel und präsentiert sich als Mauer. Heldenhaft", schwärmte "Tuttosport" am Tag nach dem Triumph.

Buffon als Vorbild

Donnarumma reiht sich damit ein in die Tradition großer italienischer Torhüter wie Dino Zoff oder Gianluigi Buffon. Auf einer Stufe mit den Idolen seiner Kindheit sieht sich der 33-malige Nationalspieler aber noch lange nicht, auch wenn die "Gazzetta dello Sport" bereits schrieb: "Zoff, Buffon und...Donnarumma." Den Rekord von 1169 Minuten ohne Gegentor schnappte sich bei diesem Turnier jedenfalls schon mal die aktuelle Squadra Azzurra, Zoffs alte Bestmarke wurde überboten.

"Gigione ist der stärkste von allen, er ist die Nummer eins", sagte Donnarumma zurückhaltend auf die Frage nach seinem Vorbild Buffon. Gleichzeitig ergänzte er aber auch: "Mal sehen, wie weit ich es noch schaffe." Titel-Vorgänger Buffon übermittelte bereits via Instagram Glückwünsche: "Was für eine außergewöhnliche Mannschaft!"

Der heute 43 Jahre alte italienische Rekordnationalspieler war es auch, der Donnarumma in den Anfängen seiner Karriere begleitete - zumindest als Vorbild auf Postern an der Wand des Kinderzimmers. Mit 13 Jahren verließ Donnarumma seine Heimat Castellammare di Stabia bei Neapel, ein Jahr später unterschrieb er beim AC Mailand seinen ersten Profivertrag. Es folgten das Debüt in der Serie A mit 16 und das erste Spiel im Nationaltrikot mit 17. Fünf Jahre später ist er nun am Ziel - zumindest am ersten seiner noch jungen Karriere.

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