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Financial Fairplay: Manchester City und PSG wohl hart bestraft

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Je 60 Millionen Euro  

Angeblich harte Strafen für Manchester City und PSG

06.05.2014, 15:30 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Financial Fairplay: Manchester City und PSG wohl hart bestraft. Stimmungstöter für Sergio Aguero (li.) und Edin Dzeko: Manchester City droht eine harte UEFA-Strafe. (Quelle: imago/SportImage)

Stimmungstöter für Sergio Aguero (li.) und Edin Dzeko: Manchester City droht eine harte UEFA-Strafe. (Quelle: SportImage/imago)

Neun europäischen Spitzenklubs drohen harte Sanktionen, Manchester City und Paris St. Germain brummt die Europäische Fußball-Union (UEFA) offenbar sogar Rekordstrafen auf. Übereinstimmenden englischen und französischen Medienberichten zufolge sollen beide Klubs jeweils etwa 60 Millionen Euro zahlen, weil sie gegen das Financial Fairplay (FFP) verstoßen haben.

UMFRAGE
Sind die Strafen gegen ManCity und PSG gerechtfertigt?

Beide Scheich-Klubs dürften zudem in der kommenden Saison nur 21 statt der eigentlich üblichen 25 Spieler für die Champions League melden. Dennoch müssen wie üblich acht Akteure im Klub ausgebildet worden sein - da stoßen die transferfreudigen Vereine schon an ihre Grenzen. Zudem dürfen die Gehälter der Profis der 21 in der Königsklasse eingesetzten Spieler in der Summe nicht steigen, was die Verpflichtung neuer, teurer Superstars zumindest erschwert.

Manchester wehrt sich

Von den neun betroffenen Klubs spielt anscheinend keiner in der Bundesliga. Die Vereine können den von der zuständigen Untersuchungskommission der Finanzkontrollkammer für Klubs (FKKK) verschickten Vergleichen bis Freitag zustimmen.

Nach Informationen der englischen Zeitung "Telegraph" sollen sich die Citizens aber als einziger Klub weigern, die Strafe zu akzeptieren. Sollte Manchester die Frist verstreichen lassen, würde die FKKK den Fall an die rechtsprechende Kammer weiterleiten. Sollte diese nach einer erneuten Untersuchung zu den gleichen Ergebnissen kommen, werden womöglich sogar höhere Strafen ausgesprochen.

Die UEFA wollte die Berichte bislang nicht kommentieren. "Wir haben noch keine Entscheidung kommuniziert und für heute ist keine Mitteilung geplant", sagte ein Sprecher.

UEFA greift gegen Scheich-Klubs durch

Der Verband scheint jedoch seine Ankündigungen wahrzumachen und das Reglement gegen Verschuldung durchzusetzen. Die designierten Meister ihrer Länder stehen wegen Finanzspritzen ihrer Eigentümer und Geldgeber aus dem arabischen Raum seit längerem in der Kritik.

Im Kern sieht die Regel vor, dass die Klubbilanz nur in bestimmten Maßen von externen Geldgebern ausgeglichen werden darf. Die Verlustgrenze für die vergangenen beiden Spielzeiten lag in Summe bei 45 Millionen Euro. Laut Sky Sports aus England lagen die Verluste von Manchester in diesem Zeitraum bei rund 180 Millionen Euro.

ManCity vor der Meisterschaft

Seit fast sechs Jahren sind die Citizens in Besitz der Herrscherfamilie aus den Vereinigen Arabischen Emiraten. Die neue Arena heißt nach der dortigen Fluglinie Etihad Stadium. In den ersten fünf Jahren des Investments soll allein das Transferminus rund eine halbe Milliarde Euro betragen haben.

Doch der Erfolg gibt den Investoren recht: Am Sonntag können die Himmelblauen aus eigener Kraft ihren zweiten nationalen Titel seit der Übernahme einfahren. Wie für PSG reichte es in der Champions League aber noch nicht zum ganz großen Wurf.

Ibrahimovic und Beckham geholt

Die Pariser werden seit 2011 von einem Konsortium aus Katar geführt, das mehrere hundert Millionen Euro investierte - unter anderem in die Verpflichtung von Starspielern wie Zlatan Ibrahimovic oder David Beckham. Das Engagement der Katarer in Frankreich wurde besonders kritisch beäugt, da UEFA-Präsident Michel Platini enge Bande nach Katar hält und eventuell seine strengen Ankündigungen bezüglich des Financial Fairplays außer Acht lassen könnte.

"Wer Blut und Tränen erwartet, wird enttäuscht sein. Es wird harte Strafen geben, aber ich glaube, es wird keine Ausschlüsse aus dem Europapokal geben", hatte Platini kürzlich verkündet.

Gerade aus der Bundesliga kamen von der Deutschen Fußball-Liga und Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge immer wieder Kommentare, dass man die Bewertung durch die UEFA genau verfolgen und Platini Nachlässigkeiten beim von ihm selbst gepredigten FFP nicht nachsehen werde. Sollten sich die Zahlen bestätigen, wird es eine Lex Paris oder Lex ManCity nicht zu geben.

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