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Serie A: Heftige Kritik an Brescia-Präsident nach Balotelli-Aussage

Serie A  

Heftige Kritik an Brescia-Präsident nach Balotelli-Aussage

25.11.2019, 18:45 Uhr | dpa

Serie A: Heftige Kritik an Brescia-Präsident nach Balotelli-Aussage. Sieht sich immer wieder rassistischen Anfeindungen ausgesetzt: Mario Balotelli.

Sieht sich immer wieder rassistischen Anfeindungen ausgesetzt: Mario Balotelli. Foto: Claudio Martinelli/Lapresse/Lapresse via ZUMA Press/dpa. (Quelle: dpa)

Brescia (dpa) - Der Präsident des italienischen Erstliga-Vereins Brescia Calcio, Massimo Cellino, hat sich mit einer anscheinend ironisch gemeinten Bemerkung über Stürmerstar Mario Balotelli heftige Kritik eingefangen.

"Er ist schwarz, was soll ich sagen, er arbeitet daran, heller zu werden, aber das fällt ihm sehr schwer", sagte Cellino auf die Frage, was mit Balotelli los sei, nachdem er am Wochenende in der Serie A nicht eingesetzt worden war.

Der italienische Abgeordnete Nicola Fratoianni von der kleinen Linkspartei Leu reagierte heftig. "Cellino, es tut mir leid, aber Sie haben idiotische Worte gebraucht, die die ohnehin schon kompromittierte Lage des italienischen Fußballs nur noch verschlimmern können. Schande", schrieb er auf Facebook.

Balotelli war von Brescia-Trainer Fabio Grosso aus dem Aufgebot für das Spiel am Sonntag bei AS Rom gestrichen worden. Damit reagierte der Coach auf eine Auseinandersetzung mit dem 36-maligen Nationalspieler im Training am vorigen Donnerstag.

Balotelli ist in Italien immer wieder rassistisch beleidigt worden. Der dunkelhäutige Spieler wurde als Sohn ghanaischer Eltern in Italien geboren. Anfang November hatten ihn Fans von Hellas Verona beim Heimspiel gegen Brescia mehrfach mit Affenlauten und rassistischen Rufen beleidigt. Daraufhin stoppte Balotelli während eines Angriffs den Ball, nahm ihn in die Hände und schoss ihn in Richtung eines Fanblocks der Gastgeber.

Der Verein versuchte nach Cellinos Bemerkung am Montag die Wogen zu glätten. "Brescia Calcio stellt klar, dass es sich ganz offensichtlich um einen Witz im Sinne eines Paradoxons handelte, der offenkundig missverstandenen wurde, und der in dem Versuch losgelassen wurde, eine übertriebene Medienzurschaustellung zu entschärfen und den Spieler selbst zu schützen", schrieb der Verein.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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