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Primera Division: Social-Media-Skandal beim FC Barcelona

Hetze gegen Messi & Co.  

Bericht: Social-Media-Skandal beim FC Barcelona

Von Cian Hartung

18.02.2020, 11:48 Uhr
Primera Division: Social-Media-Skandal beim FC Barcelona. Soll Opfer einer Hetzkampagne geworden sein: Barcas Weltstar Lionel Messi. (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Soll Opfer einer Hetzkampagne geworden sein: Barcas Weltstar Lionel Messi. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Der FC Barcelona soll Hetzkampagnen gegen aktuelle und ehemalige Spieler in Auftrag gegeben haben. Das Ziel: Das öffentliche Bild des Präsidenten schützen. Denn dieser will im kommenden Jahr wiedergewählt werden.

Der FC Barcelona soll eine Marketingfirma beauftragt haben, um das Bild des Klubpräsidenten Josep Bartomeu zu schützen. Die Firma "I3Ventures" soll im Auftrag des Vereins sechs Facebook-Accounts geführt haben, mit denen sie Hetzkampagnen gegen aktuelle und ehemalige "Barça"-Persönlichkeiten betrieben hat. Dies berichtet die spanische Radiostation "Ser Catalunya" in ihrer Fußballsendung "Què t’hi jugues".

Die Diffamierungen sind von Accounts ausgegangen, die jeweils rund 20.000 Follower haben. angeblich sind dafür fast eine Million Euro an die Firma geflossen, berichtet "Ser Catalunya". Die Herausgeber des Berichts hatten dazu am Montag einen 36-seitigen investigativen Bericht veröffentlicht, der sich auf Aussagen von zwei Informanten aus der Firma beruft.

Messi und Guardiola Opfer der Hetzkampagne

Unter den Opfern der Online-Angriffe befinden sich Kritiker des Präsidenten wie Weltstar Lionel Messi, der Ex-Barcelona-Trainer Pep Guardiola und ehemalige Spieler wie Carles Puyol. Messi hatte den Präsidenten in den letzten Jahren vermehrt kritisiert und sogar gedroht, den Klub zu verlassen sollte Bartomeu Präsident bleiben. Außerdem sollen auch Bartomeus Konkurrenten um die "Barça"-Präsidentschaft im kommenden Jahr Opfer der Hetze gewesen sein.

"I3Ventures" und der FC Barcelona wiesen in einer offiziellen Presseerklärung am Montag jegliche Anschuldigungen von sich. Eine Verbindung zu den genannten Social-Media-Attacken wurde vehement dementiert. Der Klub fordert nun eine baldige Richtigstellung der Herausgeber und drohte, notfalls rechtliche Schritte einzuleiten.

FC Barcelona gibt zu, "I3Ventures" beauftragt zu haben

Man gab allerdings zu, "I3Ventures" beauftragt zu haben, die Berichterstattung in den sozialen Medien rund um den Klub zu dokumentieren. Man wolle damit die "positive und negative Berichterstattung rund um den Verein analysieren", heisst es auf der Webseite des Klubs. Ungewöhnlich ist dies aber nicht: Auch viele andere Sportvereine und Unternehmen dokumentieren die Berichterstattung, um ein eigenes Bild in der Öffentlichkeit zu ermitteln.

Der Skandal kommt dem FC Barcelona und Präsident Bartomeu derzeit ungelegen. Aktuell steht man nur auf Platz zwei der Liga und läuft seinen eigenen Ansprüchen hinterher. Zuletzt war bei dem Verein Unruhe ausgebrochen, da Messi und Sportdirektor Eric Abidal öffentlich aneinander gerieten. Ein Verbleib des Topstars über den Sommer hinaus ist keineswegs sicher.

Außerdem stehen im Juni 2021 beim FC Barcelona Präsidentschaftswahlen an. Bartomeu ist seit 2014 im Amt und kandidiert im kommenden Jahr ein weiteres Mal. Einer seiner Konkurrenten ist der Ex-"Barca"-Präsident Joan Laporta, der den Klub von 2003 bis 2010 führte. Auch er soll laut dem Bericht Opfer der Hetzkampagnen gewesen sein.

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