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Recife ist der perfekte WM-Ort zum Scheitern

Von t-online
Aktualisiert am 26.06.2014Lesedauer: 3 Min.
Joachim Löw will in Recife das Ausscheiden in der WM-Vorrunde verhindern.
Joachim Löw will in Recife das Ausscheiden in der WM-Vorrunde verhindern. (Quelle: BPI/imago-images-bilder)
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Aus Recife berichtet Thomas Tamberg

Sonne, geschmĂŒckte Straßen, lebenslustige Menschen: diesen Eindruck vermittelten die bisherigen Spielorte Salvador und Fortaleza, das DFB-Basiscamp in Santo AndrĂ© sowieso. Auch wenn Philipp Lahm und Co. immer nur einen kleinen Blick auf Land und Leute werfen können, es gibt immer einen ersten Eindruck, der nachhaltig wirkt. Und dieser dĂŒrfte in Recife alles andere als positiv sein.


WM: Die Gruppenendspiele des DFB

WM 1954: TĂŒrkei - Deutschland 2:7 (1:3)
WM 1958: Deutschland - Nordirland 2:2 (1:1)
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Ein bisschen Lambada im Verborgenen

Am Tag der Ankunft pfiff ein krĂ€ftiger Wind durch die fast menschenleeren Straßen der Stadt. Wo normalerweise das Leben pulsiert, waren in Recife die meisten GeschĂ€fte und Restaurants geschlossen. Das DFB-Team war mitten in den "Sao Joao" hineingeraten, ein Fest zum Namenstag von Johannes dem TĂ€ufer, das in dieser Region groß gefeiert wird. Allerdings nicht öffentlich, sondern eher in Schulen, Vereinen, PrivathĂ€usern oder Gemeindezentren. Dort wird zwar viel getanzt und der ForrĂł zelebriert, aber fĂŒr den Außenstehenden eher im Verborgenen. Der in Europa bekannte Lambada hat ĂŒbrigens seine Wurzeln im ForrĂł.

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Doch zum Tanzen dĂŒrfte der Nationalmannschaft nicht zumute gewesen sein. Schon gar nicht, als sie am nĂ€chsten Tag in einem wolkenverhangenen Recife aufwachte und sich bei Regen zum Abschlusstraining in die knapp 44.000 Zuschauer fassende Arena Pernambuco aufmachte. Vorbei an unzĂ€hligen heruntergekommenen AutowerkstĂ€tten, die sich mit Slums abwechselten und nur von Polizei- und MilitĂ€ranlagen aufgelockert wurden, ging es rund 20 Kilometer ins Landesinnere.

Ein Mahnmal im Niemandsland

Es mag journalistisch nicht ganz astrein sein, aber dort, am "Arsch der Welt", wurde 2013 ein neues Stadion aus dem Boden gestampft, das bis heute nicht ganz fertig wurde und an dem bereits jetzt schon das feucht-warme Klima seine Spuren hinterlassen hat. Wer sich in den weiten GÀngen der Stadionkatakomben verirrt, findet dort immer noch Bauschutt, ZementsÀcke, abgerollte Kabeltrommel und Àhnliches. Plötzlich kann man die Wut der Brasilianer und die ProtestmÀrsche gegen Verschwendung mit HÀnden greifen. Am TV wird man von alledem nichts sehen.

Dann wird man aus deutscher Sicht hoffentlich ein engagiertes Spiel der Nationalmannschaft erleben. Zumindest Löw strahlte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Zuversicht aus. "Wir haben in den letzten Tagen darĂŒber gesprochen, was wir Ă€ndern und besser machen mĂŒssen", sagte der 54-JĂ€hrige in Bezug auf das Ghana-Spiel. Die USA lebe von ihrer Physis, daher mĂŒsse man "körperlich dagegenhalten." Mit welchem Personal er dies bewerkstelligen möchte, sagte er nicht.

WĂ€hrend Joachim Löw die Abwehr unverĂ€ndert lassen dĂŒrfte, sind im Offensivbereich einige Änderungen möglich. Insbesondere wenn die körperliche Fitness gegen die US-Dauersprinter eine große Rolle spielt, hoffen frische KrĂ€fte wie Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski oder Andre SchĂŒrrle auf ihr Start-DebĂŒt. Sogar ĂŒber einen Einsatz des 23-jĂ€hrigen Christoph Kramer wird spekuliert.

StĂŒrmische US-Boys erwartet

Wer von Anfang an spielt, sei allerdings nicht so wichtig, so Löw, der einmal mehr von der "ersten 14" sprach. Er erwartet wieder eine offensiv ausgerichtete US-Mannschaft, die den Gegner frĂŒh unter Druck setzen und versuchen wird, die DFB-Kicker bereits bei der Ballannahme zu stören. "Da mĂŒssen wir in der Lage sein, uns zu 100 Prozent zu wehren", sagte Löw. Erneut dĂŒrfte man also wieder körperlich an seine Grenzen gelangen. Ein schwĂŒl-warmer Tag mit 27 Grad und großer Regenwahrscheinlichkeit werden fĂŒr den Spieltag vorausgesagt.

Und dann ist da noch das Wiedersehen zwischen den beiden Freunden Löw und JĂŒrgen Klinsmann. FĂŒr den Bundestrainer ist klar, dass "egal wie es ausgeht", die Freundschaft der beiden keinen Kratzer erhĂ€lt. Überhaupt sei dies nur ein Thema fĂŒr die Medien. Dass man sich mit dem US-Trainer auf ein Remis einigen wĂŒrde, das beiden zum Weiterkommen reicht, kommt weder fĂŒr den einen noch fĂŒr den anderen in Frage. "Es gibt keinen Pakt. Wir spielen beide auf Sieg", stellte Löw noch einmal klipp und klar fest. Aus deutscher Sicht könnte bei einer Niederlage diese WM jedoch auch schon beendet sein. (Die Konstellation vor dem USA-Spiel: So kommt Deutschland ins Achtelfinale)

Keine zweite Schande wie einst in Gijon

Aufgrund der besonderen Ausgangslage wurden zuletzt Vergleiche mit der "Schande von Gijon" gezogen, als man 1982 mit den Österreichern einen Nichtangriffspakt abgeschlossen hatte. Im Zuge dessen durfte auch der Hinweis auf Cordoba nicht fehlen, wo sich die deutsche Mannschaft 1978 blamiert hatte und vorzeitig aus dem WM-Turnier ausgeschieden war. Nur Zufall, dass ausgerechnet hier in Recife diese Themen groß diskutiert werden oder doch schon ein dunkler Fingerzeig des Fußballgottes? Cordoba, Gijon, Recife?

Als Klinsmann seine US-Boys im Stadion zum Abschlusstraining bat, riss der Himmel auf und die Sonne schien wĂ€hrend der Trainingseinheit der USA. Als knapp zwei Stunden spĂ€ter Löw seine Spieler im Stadion um sich herum versammelte, setzte der Regen ein. Ein gutes Omen, wĂŒrde der Optimist sagen. Fritz Walter-Wetter. Was kann da also noch schief gehen?

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Von Melanie Muschong
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