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FC Bayern: Jetzt kann nur noch ein alter Bekannter helfen


Neuer Vorstandsboss beim FC Bayern?
Jetzt kann nur noch ein alter Bekannter helfen


Aktualisiert am 25.04.2023Lesedauer: 1 Min.
Interview
Was ist ein Pro & Kontra?

Die subjektive Sicht zweier Autoren auf ein Thema. Niemand muss diese Meinungen übernehmen, aber sie können zum Nachdenken anregen.

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Kahn und Salihamidzic: Sollte der FC Bayern sich von ihnen trennen? (Quelle: t-online)

Nach dem Absturz auf Platz zwei droht dem FC Bayern eine titellose Saison. Muss der Klub jetzt Vorstandschef Kahn und Sportvorstand Salihamidzic feuern?

Die 1:3-Pleite am Samstag in der Bundesliga in Mainz hat die Bayern in eine noch tiefere Krise gestürzt. Nach 29 Partien steht der Rekordmeister nur auf Platz zwei hinter Borussia Dortmund und zittert um den letzten möglichen Titel: die Meisterschaft.

Raus aus der Champions League, raus aus dem DFB-Pokal, Streitigkeiten und Undiszipliniertheiten in der Mannschaft, Fehlkommunikation beim Trainerwechsel. Für all das tragen vor allem zwei Personen im Verein die Verantwortung: Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Und die stehen deshalb massiv in der Kritik.

Gerade Oliver Kahn droht der Verlust seines Postens spätestens am Saisonende. Laut "Bild" soll am 22. Mai über seine Zukunft entschieden werden. Dann trifft sich der Aufsichtsrat, der den Vorstand einsetzen, aber auch abberufen kann. Obwohl der Vertrag von Kahn noch bis zum 31. Dezember 2024 läuft.

Kahn ist mittlerweile seit dreieinhalb Jahren im Vorstand des FC Bayern. Noch deutlich länger ist Salihamidzic für die Kaderplanung verantwortlich: sechs Jahre, in denen er zunächst Sportdirektor war und dann zum Sportvorstand berufen wurde. Auch der Kader ist in seiner Zusammenstellung im Fokus zahlreicher Kritiker.

Das führt zu der brisanten Frage:

Muss sich der FC Bayern von Kahn und Salihamidzic trennen?

Pro
Florian WichertStellvertretender Chefredakteur

Ja, sie haben alles zu verantworten, was schief gelaufen ist

Sie haben Bayern in die größte sportliche Krise seit zehn Jahren geführt und – fast genauso schlimm – in ein Kommunikationsdesaster. Sie haben den derzeit viel kritisierten Kader zu verantworten, den Trainerwechsel zum falschen Zeitpunkt sowie die unzähligen Undiszipliniertheiten, Streitereien und Diskussionen in dieser Saison.

Und deshalb kann es nach dieser Spielzeit eigentlich nur eine Entscheidung geben: Kahn und Salihamidzic müssen ihre Posten räumen. Beide.

Der FC Bayern muss sich in der Führung komplett neu aufstellen. Denn auch Präsident Herbert Hainer hat seinen Laden offensichtlich überhaupt nicht im Griff. Mit seinem Treuebekenntnis zu Nagelsmann wenige Tage vor dessen Rauswurf hat er sogar noch zum Chaos beigetragen. Ex-DFL-Chef Christian Seifert wäre ein geeigneter Nachfolger.

Und eigentlich kann nur einer als neuer Vorstandschef helfen. Einer, der alle Qualitäten mitbringt, die Bayern jetzt braucht, von der Erfahrung bis zum Ehrgeiz. Einer, der schon mal geholfen hat, als der Klub nach drei Vizetiteln am Boden war. Der ihn in kürzester Zeit zum Champions-League-Titel geführt hat.

Matthias Sammer muss zurückkommen.

Als Vorstandsboss und Kahn-Nachfolger. Um dann einen klugen Sportvorstand wie Oliver Ruhnert (Union) oder Markus Krösche (Frankfurt) zu installieren.

Kontra
Robert HiersemannBereichsleiter Entwicklung

Nein, denn sie werden ihre Fehler korrigieren

Natürlich haben Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic Fehler gemacht. Aber doch keine so gravierenden, als dass sie den Verein im Sommer verlassen müssen. Das Duo brennt für den Klub und wird in der Spielpause alles dafür tun, um den FC Bayern wieder zu alter Stärke zu führen. Sie werden ihre Fehler korrigieren. Ein Top-Mittelstürmer muss her, auch das Mittelfeld und die Abwehr müssen gestärkt werden.

Außerdem haben die Bayern-Bosse vieles richtig gemacht. Sie haben beispielsweise Mut bewiesen, als sie Trainer Julian Nagelsmann durch Thomas Tuchel ersetzten. Sie wussten, dass es mit Nagelsmann auf lange Sicht keinen Sinn mehr ergibt, und sind prompt zum erfahreneren Trainer gewechselt. Das wird sich spätestens in der kommenden Saison auszahlen.

Und wer soll Kahn und Salihamidzic überhaupt ersetzen? Niemand ist besser geeignet als diese beiden. Sie sind Klublegenden und kennen sich mit dem Fußballgeschäft auf Weltniveau aus.

Und mit ihnen in der Führung gewann der FC Bayern doch 2020 noch das Triple, Kahn war zumindest Vorstandsmitglied. Ist das alles schon vergessen? Sie haben doch nicht auf einmal verlernt, wie man erfolgreich ist. Es gibt einfach auch mal Durststrecken.

Und warum eigentlich beschweren? Endlich ist es mal spannend im Meisterkampf! Natürlich wird das den Bayern nicht gefallen. Aber der Rest von Fußball-Deutschland atmet gerade auf. Für diesen kleinen Fehltritt in der langen Bayern-Geschichte sollte man Kahn und Salihamidzic doch vielmehr danken, als sie zu verteufeln. Die Bayern-Fans werden eine Saison ohne Titel auch mal verkraften ...

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