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Handball-Königsklasse - "Scheiß-Situation": Löwen-Frust über Champions-League-Aus

Handball-Champions-League  

"Scheiß-Situation": Löwen-Frust über Champions-League-Aus

31.03.2019, 10:28 Uhr | dpa

Handball-Königsklasse - "Scheiß-Situation": Löwen-Frust über Champions-League-Aus. Spieler von den Rhein-Neckar Löwen stehen nach der 27:30-Niederlage bei HBC Nantes auf dem Platz.

Spieler von den Rhein-Neckar Löwen stehen nach der 27:30-Niederlage bei HBC Nantes auf dem Platz. Foto: Ina Fassbender/dpa. (Quelle: dpa)

Nantes (dpa) - Der riesigen Enttäuschung folgte die große Stille. Es dauerte eine Weile, bis die frustrierten Handballer der Rhein-Neckar Löwen nach dem bitteren Aus in der Champions League beim Vorjahresfinalisten HBC Nantes ihre Kabinentür öffneten und mit versteinerten Mienen zum Bus schlichen.

Durch das 27:30 (14:14) im Rückspiel gingen die Löwen bereits zum fünften Mal nacheinander im Achtelfinale der Königsklasse K.o. und verspielten damit ihre letzte Titelchance in dieser Saison. "Das ist eine Scheiß-Situation", beschrieb Kapitän Andy Schmid in drastischen Worten die Gefühlslage.

Es wird also nichts mit einem Abschiedsgeschenk für den im Sommer scheidenden Erfolgstrainer Nikolaj Jacobsen. "Das hat er nicht verdient, aber wir haben alles gegeben", sagte Kreisläufer Jannik Kohlbacher. Jacobsen fühlte in der Stunde des Scheiterns mit seiner Mannschaft, die er zwischen 2016 und 2018 zu drei Supercuptiteln, zwei Meisterschaften und einem Pokalsieg geführt hatte. "Das ist hart für die Jungs", sagte der dänische Weltmeister-Coach.

In einem packenden Duell hatte der Pokalsieger aus Mannheim bis in die letzte Spielminute die Chance aufs Weiterkommen, doch nach dem 34:32-Hinspielsieg reichte es am Ende nicht. "Wir hatten es selbst in der Hand und müssen die Schuld bei uns suchen", sagte Nationalspieler Patrick Groetzki. Vor allem aus dem Rückraum fehlte die Torgefahr, die Nantes in Person von Romain Lagarde hatte. Der 22-Jährige, der 2020 zu den Löwen wechselt, war mit acht Toren der beste Werfer beim Sieger.

"Es ist bitter, hier so auszuscheiden", sagte Schmid, "aber es passt ein bisschen zu dieser Saison. Dass es nach den unglaublich erfolgreichen Jahren auch mal so etwas geben wird, war zwar nicht absehbar, aber wir müssen es in Kauf nehmen. Jetzt sind wir zurück auf dem Boden." Die Nordbadener waren zuvor bereits im DHB-Pokal gescheitert und haben auch in der Meisterschaft bei acht Punkten Rückstand auf Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt keine realistische Titelchance mehr.

Unaufgeregt nahm der Sportliche Leiter Oliver Roggisch das Verpassen aller Saisonziele: "Wir sind alle verwöhnt aus den vergangenen Jahren. Eine Saison ohne Champions League kann dieser Verein verkraften." Derzeit sind die Löwen in der Bundesliga nur Vierter - vier Punkte hinter dem THW Kiel auf Rang zwei, der das Ticket für die Königsklasse bringt.

"Es wird schwer, die Mannschaft jetzt aufzubauen“, räumte Jacobsen ein. "Aber wir wollen Dritter oder Vierter werden, damit wir sicher in der nächsten Saison im EHF-Pokal dabei sind." Diesen Wettbewerb gewannen die Löwen übrigens 2013 schon einmal - damals durch einen Finalsieg in Nantes. Ein solches Happy End blieb ihnen diesmal verwehrt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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