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Arbeitssieg gegen Österreich – DHB-Team steht in der Hauptrunde

Von t-online
Aktualisiert am 16.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Fingerzeig Richtung Hauptrunde: DHB-Star Lukas Mertens.
Fingerzeig Richtung Hauptrunde: DHB-Star Lukas Mertens. (Quelle: Marijan Murat/dpa-bilder)
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Das DHB-Team hat auch das zweite Spiel bei der Handball-EM gewonnen. Ein starkes Österreich hatte das Nachsehen. Wenige Stunden nach dem Sieg konnten die Deutschen erneut jubeln.

Die deutschen Handballer steuern bei der Europameisterschaft nach dem nĂ€chsten Erfolg bereits vor der letzten Vorrundenpartie in der Hauptrunde. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason setzte sich am Sonntagabend mit 34:29 (15:16) gegen Österreich durch und weist damit nach den ersten zwei Partien die perfekte Bilanz von 4:0-Punkten auf. Der anschließende 29:20-Sieg von Polen gegen Belarus bescherte Gislasons SchĂŒtzlingen das Weiterkommen.


DHB-Team in der Einzelkritik: Die Jungen ĂŒberzeugen gegen Österreich– einer ĂŒberstrahlt sie alle

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die deutschen Handballer ringen Österreich mit viel Arbeitseifer nieder und stehen so gut wie in der EM-Hauptrunde. Besonders einer der Jungprofis brilliert.
Till Klimpke (Archivbild): Steht erneut von Beginn an im Kasten. Bekommt in der Anfangsphase viele Gelegenheiten, sich zu beweisen – und brilliert mit starken Paraden. Macht in der zweiten HĂ€lfte genau da weiter. Der 23-JĂ€hrige ist mit 14 Paraden Deutschlands Fels in der Brandung. NOTE 1
+13

Rechtsaußen Timo Kastening war vor 1.485 Zuschauern mit neun Treffern bester Werfer der deutschen Mannschaft, die im abschließenden Vorrundenspiel am Dienstagabend (18 Uhr/im t-online-Liveticker) ebenfalls in Bratislava auf Polen treffen wird.

Ein hartes StĂŒck Arbeit war aber auch der zweite Sieg beim Turnier in der Slowakei und Ungarn. Erneut hatte die DHB-Auswahl leichte Anlaufschwierigkeiten, aber an Till Klimpke lag es diesmal nicht. Wieder vertraute Gislason dem jungen Keeper der HSG Wetzlar in der Startformation, Andreas Wolff saß dagegen fast die gesamte Partie auf der Bank. Und diesmal ging der Plan anders als beim Turnierauftakt gegen Belarus (33:29) auf. Über die gesamte Partie zeigte der 23-JĂ€hrige starke Paraden, auch RĂŒckraumspieler Sebastian Heymann fand dank frĂŒher Torerfolge deutlich stĂ€rker ins Spiel als zuletzt. Dennoch blieb es zunĂ€chst eng.

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Probleme in der Defensive

Nach dem positiven Corona-Test von Julius KĂŒhn war Gislason frĂŒh klar gewesen, dass seiner Mannschaft Wurfgewalt aus dem RĂŒckraum fehlen wĂŒrde. Außerdem erwischte Österreichs 39 Jahre alter TorhĂŒter Golub Doknic einen Ă€ußerst gelungenen Start in den Abend. Gleich mehrfach wehrte der Routinier Wurfversuche von Kastening und Co. ab, auch der gegen Belarus noch so treffsichere Marcel Schiller konnte seine ersten beiden Siebenmeter ĂŒberraschend nicht verwandeln. So lagen die Österreicher zur Pause in FĂŒhrung, auch, weil es erneut in der Defensive haperte.

"In der Abwehr hatten wir Probleme im Innenblock und vorne waren wir im Abschluss nicht so effektiv. Da mĂŒssen wir souverĂ€ner werden", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer in der Halbzeit der ARD. Vielleicht mangelte es auch an Routine. Jung und wild, so könnte man die neu formierte deutsche Mannschaft beschreiben. Anders als beim Auftakterfolg gab Gislason gegen die Österreicher sogar deutlich mehr Turnier-Neulingen die Chance: Luca Witzke, Lukas Mertens oder sogar der Zweitliga-Profi Julian Köster kamen zu ihren ersten EM-Minuten, der fĂŒr KĂŒhn kurzfristig nachnominierte und ebenfalls in der 2. Liga aktive Hendrik Wagner war dagegen noch nicht in der Halle.

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Trotz fehlender Routine steigerte sich die DHB-Auswahl. Die Abwehr stand stabiler, zudem erwies sich die Hereinnahme von Christoph Steinert als GlĂŒcksgriff. Der Profi vom HC Erlangen ist zwar schon 31 Jahre alt, spielt aber ebenfalls sein erstes großes Turnier – und das bislang mit einer UnbekĂŒmmertheit, die nicht nur dem Bundestrainer Spaß macht. Dank der Treffsicherheit von Steinert und Kastening sowie Klimpkes starker TorhĂŒterleistung zog die DHB-Auswahl langsam davon.

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