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Daum: Nachwuchsförderung des DFB geht auf mein Konzept zurück


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Daum erinnert an seinen Anteil am Aufschwung

Von t-online
08.10.2011Lesedauer: 3 Min.
Mann mit Visionen und Motivationsgeschick: Christoph Daum.
Mann mit Visionen und Motivationsgeschick: Christoph Daum. (Quelle: imago-images-bilder)
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Die EM-Debakel 2000 und 2004 haben den deutschen Fußball gesund blamiert. Heute erntet Bundestrainer Joachim Löw die Früchte des Umdenkens und Umlenkens auf eine konzentrierte Förderung des Nachwuchses. Seine junge Auswahl brilliert, weil sie "überschwemmt" ist mit Talenten. Dafür heimst Löw weltweit Lob und Anerkennung ein. Als Baumeister im Hintergrund gilt auch DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. An Christoph Daum denkt in diesem Zusammenhang niemand. Der "Beinahe-Bundestrainer" von 2001 aber reklamierte in einem Interview mit "eurosport.de" sein Stück des süßen Kuchens: "Alles, was die Nachwuchsförderung angeht, war in meinem Konzeptpapier von vor elf Jahren vorhanden."

Vor genau elf Jahren, im Herbst 2000, hatte sich der DFB auf den damaligen Leverkusener Erfolgstrainer als neuen Retter verständigt. Das Trainer-Duo Erich Ribbeck/Ulrich Stielike hatte eine Generation von Spielern hinterlassen, die sich als "Bratwürste" bezeichnen lassen mussten und so genannten "Rumpelfußball" boten. Daum sollte am 1. Juli 2001 seine Aufbauarbeit aufnehmen. Doch dann platzte der heutige Präsident des FC Bayern München dazwischen: Uli Hoeneß enthüllte in einem Interview mit der "Münchner Abendzeitung" Daums Karriere als Kokser. Der damals 46-Jährige versuchte, dem ungeheuren Verdacht durch einen Haartest zu entkommen, musste nach dessen fatalem Ergebnis aber seine Abhängigkeit eingestehen. Daum war daraufhin nicht nur als Bundestrainer erledigt und verschwand für sechs Jahre ins Ausland.

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Was verschweigt Mayer-Vorfelder?

Mittlerweile hat Daum wieder in der Bundesliga gearbeitet, an seinen einstigen Erfolg und Glanz aber weder in Köln noch Frankfurt angeknüpft. Parallel dazu setzte sich die deutsche Nationalmannschaft mit zwei dritten WM-Plätzen und der EM-Finalteilnahme 2008 wieder in der Weltspitze fest. Die verbindliche Einführung der Nachwuchsleistungszentren in der Bundesliga, die 2001 erfolgte, gilt als Lichtquelle des derzeit gleißenden Sonnenscheins. Daum sagte dazu: "Eine meiner Forderungen war beispielsweise, ein DFB-Zentrum zu bauen. Dies nimmt jetzt immer konkretere Formen an. Aber da sollte man mal mit Mayer-Vorfelder (Gerhard, ehemaliger Präsident des DFB, Anmerkung des Verfassers) sprechen. Ich will da nicht zu viel von dem, was der DFB wirklich bewegt hat, erzählen."

Der Schwabe kann außer Hochdeutsch wirklich alles

In jedem Fall lässt sich an den Erfolgen des Nachwuchses und der A-Mannschaft ablesen, was der DFB bewegt hat - unabhängig davon, ob die Grundidee auf Daum, Sammer, Löw oder dessen einstigen "Chef" Jürgen Klinsmann zurückgeht. In allen Fällen - Mayer-Vorfelder eingeschlossen - führt die Spur in irgendeiner Form und Funktion zurück zum VfB Stuttgart: als Präsident, Trainer und Spieler.

Zurück in die Türkei?

20 Jahre, nachdem Daum die Schwaben zum Meister geformt hat, könnte er - wie Klinsmann analog mit und in den USA - sein Konzept zum Wohle seiner "zweiten Heimat" Türkei verbreiten. Unter dem Halbmond wird Daum verehrt wie sonst nur unter dem Kölner Dom. "Ich habe eine sehr große Bindung zur Türkei", betonte der 57-Jährige nach dem 3:1-Sieg der deutschen Mannschaft in Istanbul im ARD-Fußballtalk "Waldis Club". Daum wollte zwar "keine Trainer-Diskussion anfachen", steht aber bei manchem Verantwortlichen auf dem Zettel: "Ich habe sehr viele Anfragen und Angebote vorliegen. Mit den Interessenten habe ich vereinbart, dass ich darüber Stillschweigen und Diskretion walten lasse", sagte Daum gegenüber "eurosport.de". Für eine neue "Herausforderung" müssten "viele Dinge zusammenpassen".

Der türkische Nachwuchs kommt vor allem auch aus Deutschland

Ironischerweise würde Daum als türkischer Nationaltrainer, der noch der von ihm hochgeschätzte Guus Hiddink ist, auch von der hervorragenden Nachwuchsarbeit des DFB profitieren. Denn dessen Jugendmannschaften sind durchzogen von türkischstämmigen Talenten, die irgendwann vor der Frage stehen, weiter für Deutschland oder doch das Land ihrer Ahnen aufzulaufen. "Es geht letztendlich immer um einen Menschen. Dessen Entscheidung sollte toleriert und respektiert werden. Wir werden Fälle haben, in denen sich Spieler für den DFB entscheiden und Fälle, in denen sie die Türkei wählen", sagte Daum weiter. Im Zweifel hätte Daum kleine Özils "abzuwerben", die eine Idee der Förderung, die seiner Ansicht nach von ihm stammt, erst ermöglicht hat.

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