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Olympia im Visier - WM-Start gelungen: Ludwig/Kozuch setzen auf Welle

Beachvolleyball-WM  

WM-Start gelungen: Ludwig/Kozuch setzen auf Welle

28.06.2019, 20:46 Uhr | dpa

Olympia im Visier - WM-Start gelungen: Ludwig/Kozuch setzen auf Welle. Laura Ludwig (l) und Margareta Kozuch feiern ihren Sieg über das US-Duo auf dem Center Court.

Laura Ludwig (l) und Margareta Kozuch feiern ihren Sieg über das US-Duo auf dem Center Court. Foto: Christian Charisius. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Nach dem erlösenden Auftaktsieg setzt Titelverteidigerin Laura Ludwig bei der Beachvolleyball-WM in ihrer Wahlheimat auf eine neue Euphoriewelle.

Nach dem 2:0 (21:19, 21:15)-Sieg zusammen mit ihrer Partnerin Margareta Kozuch im ersten Gruppenspiel gegen das starke US-amerikanische Team Kelley Larsen und Emily Stockman feierten die Zuschauer im Hamburger Stadion am Rothenbaum schon wieder ausgelassen.

Die 33-jährige Ludwig und ihre ein Jahr jüngere Blockspielerin Kozuch legten am Freitag einen Blitzstart hin, danach schlichen sich noch einige Fehler ein. Doch am Ende des zweiten Satzes demonstrierte vor allem Abwehrspielerin Ludwig schon wieder alte Souveränität.

Für die 33 Jahre alte Wahl-Hamburgerin und die ein Jahr jüngere Kozuch geht es wie für die meisten Beachvolleyball-Frauen der Gastgeber bei der WM um mehrere Dinge: Nach dem Wechselkarussell zum Jahresbeginn wollen und müssen alle schnell Fortschritte nachweisen und zugleich gute Ergebnisse abliefern. Denn längst ist der Kampf um die begehrten Olympia-Plätze für 2020 in vollem Gang - und einen Bonus gibt es auch für Sand-Königin Ludwig nicht.

Die Beach-Weltmeisterschaft ein Jahr vor Tokio ist bereits ein Knackpunkt, auch wenn die Qualifikation bis wenige Wochen vor dem Olympia-Start läuft. Denn das WM-Resultat von Hamburg geht mit einer höheren Punktzahl als ein normales Welttour-Turnier in die erforderlichen zwölf Ergebnisse ein, mit denen sich die Teams einen von 15 Startplätzen über die Weltrangliste sichern können. Zudem bringt ein gutes WM-Abschneiden deutliche Pluspunkte im nationalen Wettbewerb um maximal je zwei Tokio-Tickets für Frauen und Männer.

"Die Konkurrenz ist natürlich brutal", betonte Jürgen Wagner, der Trainer von Ludwig/Kozuch. "Es ist ein Spagat. Wir müssen einzelne Elemente entwickeln, um die Qualität hinzubekommen, uns damit qualifizieren zu können", ergänzte der Erfolgscoach zum Neuaufbau nach dem verletzungsbedingten Rücktritt der langjährigen Ludwig-Partnerin Kira Walkenhorst. Um das Duo in Rio de Janeiro 2016 zum Olympiasieg zu führen, hatte Wagner dreieinhalb Jahre Zeit. Vor Tokio sind es für Ludwig/Kozuch nur noch 13 Monate.

Während bei den Männern die Aufsteiger Julius Thole und Clemens Wickler, die am Sonntag gegen ein unbekanntes Außenseiterteam aus Ruanda in die WM starten, seit Monaten näher an die Weltspitze heranrücken, blieb bei den Damen dieser Effekt aus. "Die deutschen Teams haben sich alle nicht mit Ruhm bekleckert", hat Wagner (63) erkannt. Die fehlende Zeit für Verfeinerungen sei das größte Problem.

Karla Borger (30) und Julia Sude (31), ein weiteres der neu zusammengestellten Nationalteams, wollen die WM-Aufgabe dennoch genauso angehen "wie jedes andere Turnier", sagte Blockspezialistin Sude: "Wir müssen in dem Konkurrenzkampf unsere Leistung abrufen, was im Moment sehr gut funktioniert." Im aktuellen Olympia-Ranking ist das Schwaben-Duo am besten von allen deutschen Damen-Duos platziert.

"Die Chancen sind weiterhin offen, bisher hat sich kein Team so richtig abgesetzt", bemerkte dagegen Kontrahentin Chantal Laboureur, die mit ihrer neuen Partnerin Sandra Ittlinger zum WM-Auftakt gegen die Außenseiterinnen Patricia Pena und Michelle Amarilla aus Paraguay deutlich mit 2:0 (21:15, 21:10) gewann.

Ein besonderes Olympia-Bonbon hält die WM noch bereit. Die Sieger bei Damen und Herren haben schon einen Tokio-Startplatz sicher. Allerdings geht der an den jeweiligen Nationalverband, nicht direkt an das Team, erinnerte Borger: "So ist es lange nicht gesagt, dass man als Weltmeister auch zu Olympia fährt."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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