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Michael Groß: "Impfberechtigte könnten ihr Vorrecht an Sportler 'spenden'"

Olympiasieger macht ungewöhnlichen Vorschlag  

"Impfberechtigte könnten ihr Vorrecht an Sportler 'spenden'"

23.02.2021, 20:47 Uhr | t-online, dpa, BZU

Michael Groß: "Impfberechtigte könnten ihr Vorrecht an Sportler 'spenden'". Michael Groß: Die 2,01 Meter große Schwimmlegende trug zur aktiven Zeit den Spitznamen "Albatros".  (Quelle: imago images/STAR-MEDIA)

Michael Groß: Die 2,01 Meter große Schwimmlegende trug zur aktiven Zeit den Spitznamen "Albatros". (Quelle: STAR-MEDIA/imago images)

Das Thema Impfungen vor den Olympischen Spielen kocht aktuell hoch. Die einen fordern eine Priorisierung des Sports, andere lehnen sie strikt ab. Schwimmlegende Michael Groß machte nun einen ungewöhnlichen Vorstoß.

Impfberechtigte sollen nach einem Vorschlag des einstigen Schwimmstars Michael Groß Athleten für einen Olympia-Start freiwillig den Vortritt beim Corona-Schutz lassen. "Andere Impfberechtigte könnten ihr Vorrecht an Sportler 'spenden'", schrieb der Olympiasieger am Dienstag in einem Beitrag auf dem beruflichen Netzwerk "Xing".

Wahrung der Chancengleichheit?

Anlass für den Vorstoß, den der 56-Jährige selbst als "ungewöhnliche Idee in einer außergewöhnlichen Zeit" bezeichnete, ist das sogenannte Playbook. In dem sind die Hygienemaßnahmen und Verhaltensvorschriften bei den Olympischen Spielen in Tokio vom 23. Juli bis 8. August festgelegt. Diese einzuhalten, sei selbst in einem kontaktlosen Sport wie Schwimmen nicht möglich, meinte Groß und folgerte: "Ohne Impfung aller Beteiligten kann Olympia guten Gewissens nicht stattfinden."

Michael Groß bei der Vergabe der Goldmedaille für seinen Sieg bei den Olympischen Spielen in Los Angeles über die 200 Meter Freistil. (Quelle: imago images/Horstmüller)Michael Groß bei der Vergabe der Goldmedaille für seinen Sieg bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles über die 200 Meter Freistil. (Quelle: Horstmüller/imago images)

Groß, der wegen seines Schwimmstils den Spitznamen "Albatros" trug, sieht seinen Vorschlag auch als Idee zur Wahrung der Chancengleichheit. "Denn jedes Land hat einzeln zu entscheiden, ob und wie die Sportler rechtzeitig vor Olympia geimpft werden. Garantiert werden etliche Länder nicht zögern, ihre Sportler zu schützen", vermutete der dreimalige Olympiasieger.

Viele Stimmen gegen Bevorzugung

Verbände und Sportler hatten sich zuletzt immer wieder gegen eine Bevorzugung von Sportlern bei der Impfung gegen das Virus Sars-CoV-2 ausgesprochen. Priorität bei der Immunisierung haben die besonders gefährdeten alten Menschen, Personen mit gesundheitlichen Problemen sowie medizinisches und Pflegepersonal.

Unter anderem äußerte sich Arnd Peiffer kritisch. Der Biathlet sagte zu t-online: "Ich halte das für schwierig. Denn es ist einfach niemandem zu vermitteln, wenn über 80-Jährige oder Pflegekräfte später drankommen, damit die deutsche Olympiadelegation mit 600 Personen geimpft nach Tokio fliegen kann."

Einen ausführlichen Text dazu, wie die Impfdebatte die Sportwelt spaltet, finden Sie hier.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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