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Berliner Ensemble: Castorf inszeniert Brechts "Galileo Galilei"

Berliner Ensemble  

Castorf inszeniert Brechts "Galileo Galilei"

20.01.2019, 13:49 Uhr | dpa

Berliner Ensemble: Castorf inszeniert Brechts "Galileo Galilei". Die Schauspieler Rocco Mylord (l) und Jürgen Holtz in "Galileo Galilei - Das Theater und die Pest" in Berlin.

Die Schauspieler Rocco Mylord (l) und Jürgen Holtz in "Galileo Galilei - Das Theater und die Pest" in Berlin. Foto: Jörg Carstensen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Theaterregisseur Frank Castorf (67) spart nicht mit Gekreische, Exkrementen und Blut: Am Berliner Ensemble hat am Samstagabend in seiner Inszenierung das Stück "Galileo Galilei - das Theater und die Pest" nach Bertolt Brecht Premiere gefeiert.

Schauspieler Jürgen Holtz (86) steht als Physiker Galilei anfangs völlig nackt auf der Bühne. "Ich muss das volle Risiko eingehen, anders geht es nicht", hatte Holtz vorab der "Süddeutschen Zeitung" gesagt. Der Berliner spielte früher zum Beispiel in der TV-Serie "Motzki". Dass er nackt auftrete, sei Holtz' Idee gewesen, sagte Castorf vorab.

Die Inszenierung des früheren Intendanten der Berliner Volksbühne dauert mit Pause rund sechs Stunden. Auf der Bühne sieht man Stroh, ein riesiges Fernrohr und die für Castorf typischen Videoleinwände. Galilei will im 17. Jahrhundert in Italien beweisen, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgedreht. Die Kirche verlangt von ihm, das zu widerrufen.

Es ist eine Geschichte über Wahrheitssuche, Fortschritt und Verantwortung. Castorf verwebt Textebenen, lässt Ausscheidungen essen und Pestbeulen aufschneiden. Das Publikum applaudierte vor allem den Darstellern Holtz, Jeanne Balibar und Andreas Döhler.

Castorfs letzte Brecht-Inszenierung hatte vor einigen Jahren zu einem Rechtsstreit geführt. Der Suhrkamp Verlag als Vertreter von Brechts Erben ging wegen des Hinzufügens von Fremdtexten gegen weitere Aufführungen von "Baal" in München vor. Das Stück wurde nach einem Vergleich schließlich vom Spielplan des Residenztheaters genommen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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