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Oscar-Preisträger - Vom Kinderstar zum Star-Regisseur: Ron Howard wird 65

Oscar-Preisträger  

Vom Kinderstar zum Star-Regisseur: Ron Howard wird 65

28.02.2019, 08:44 Uhr | dpa

Oscar-Preisträger - Vom Kinderstar zum Star-Regisseur: Ron Howard wird 65. Ron Howard stellt mit Chewbacca seinen Film "Solo: A Star Wars Story" in Cannes vor.

Ron Howard stellt mit Chewbacca seinen Film "Solo: A Star Wars Story" in Cannes vor. Foto: Vianney Le Caer/Invision/AP. (Quelle: dpa)

Los Angeles (dpa) - Es war ein ungewöhnlicher Besuch aus Hollywood in den Trümmern der ausgebrannten Ortschaft Paradise im vorigen Dezember. Der schlimmste Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens hatte dort mehr als 14 000 Häuser vernichtet, 85 Menschen starben.

Der zweifache Oscar-Preisträger Ron Howard, der an diesem Freitag (1. März) 65 Jahre alt wird, traf in der ländlichen Region mit Betroffenen und Helfern zusammen. Der Regisseur von Blockbustern wie "Solo: A Star Wars Story" und "Inferno" wird nun eine Dokumentation über die massive Zerstörung drehen.

Howard, ein engagierter Liberaler und Umweltschützer, will darin auch die Folgen des Klimawandels aufzeigen. Die Katastrophe von Paradise könne jedem von uns widerfahren, sagte Howard in einer Mitteilung.

Sein großer Oscar-Auftritt liegt viele Jahre zurück. 2002 nahm Howard für das Drama "A Beautiful Mind" gleich zwei Trophäen entgegen, als Regisseur und als Produzent des besten Films. Russell Crowe spielt darin ein an Schizophrenie leidendes Mathematik-Genie. Der Politfilm "Frost/Nixon" zum Watergate-Skandal brachte Howard 2009 eine weitere Oscar-Doppelnominierung ein.

Er zählt auch zu den wenigen, die gleich zwei Sterne-Plaketten auf Hollywoods "Walk of Fame" bekommen haben. 2015 enthüllte er seinen Stern in der Sparte Film, bereits 1981 war er für seine Fernsehverdienste geehrt worden. Rote Haare, Stupsnase und Sommersprossen - so war der kleine Ron Howard in den 1960er Jahren durch die Fernsehserie "Andy Griffith Show" bekannt geworden. "Zwei sind gut, drei wären besser", flachste der Filmemacher bei der zweiten Ehrung. Vielleicht schaffe er es in 20 Jahren noch zu einem Stern in der Sparte Musik. Er habe noch jede Menge Energie.

Das glaubt man Howard gerne, pausenlos dreht und produziert er. Bei "Solo: A Star Wars Story" (2018) war er nach dem plötzlichen Ausstieg der Regisseure Phil Lord und Chris Miller kurzfristig eingesprungen. Das Ergebnis ist ein packendes "Star Wars"-Abenteuer über die Vorgeschichte von Han Solo (Alden Ehrenreich) mit der richtigen Portion an Charme und Nostalgie.

Zuvor holte er für die Bestseller-Verfilmung "Inferno" (2016) zum dritten Mal Tom Hanks in der Rolle des Symbolforschers Robert Langdon vor die Kamera. Daniel Brühl gab für ihn im Motorsportdrama "Rush - Alles für den Sieg" (2013) Gas. Der deutsche "Niki Lauda"-Darsteller wurde für etliche Filmpreise nominiert, darunter für einen Golden Globe.

Howard konnte immer große Namen für seine Filme verpflichten, darunter Kurt Russell, Robert De Niro, Mel Gibson und Cate Blanchett. Das Liebesepos "In einem fernen Land" vereinte Tom Cruise und Nicole Kidman auf der Leinwand.

Seit über 40 Jahren ist der Oscar-Preisträger mit seiner Schulfreundin Cheryl Howard verheiratet. Sie haben vier Kinder. Die älteste Tochter Bryce Dallas Howard (37) ist ihrem Vater als Star von Filmen wie "Jurassic World" und "Gold - Gier hat eine neue Farbe" ins Geschäft gefolgt.

Auch Ron Howard hatte seinem Vater, dem Schauspieler Rance Howard, seinen frühen Start im Showbusiness zu verdanken. Nach zahlreichen Fernsehrollen feierte er mit dem Kultfilm "American Graffiti" (1973) seinen ersten Kinoerfolg. George Lucas holte die damals unbekannten Jungschauspieler Richard Dreyfuss, Harrison Ford und Howard als High-School-Schüler, die mit Ami-Schlitten durch die Kleinstadt cruisen, vor die Kamera.

Der Wechsel hinter die Kamera zahlte sich aus, nicht nur für Howard. Mit der Hit-Komödie "Splash - Die Jungfrau am Haken" (1984) brachte er Tom Hanks und Daryl Hannah groß heraus. Hanks war auch einer der Astronauten in Howards gefeiertem Weltraum-Drama "Apollo 13" (1995). Und das war kein Zufall. Mit der Trilogie nach den Bestsellern von Dan Brown rund um den klugen Wissenschaftler Robert Langdon setzte das eng befreundete Duo seine Zusammenarbeit fort.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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