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Fast Fashion: Die Modewoche und die Frage nach der Kleiderflut

Fast Fashion  

Die Modewoche und die Frage nach der Kleiderflut

30.06.2019, 12:42 Uhr | dpa

Fast Fashion: Die Modewoche und die Frage nach der Kleiderflut. Designerin Lena Hoschek neben ihren Kleidern auf der Fashion Week 2018.

Designerin Lena Hoschek neben ihren Kleidern auf der Fashion Week 2018. Foto: Jörg Carstensen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - An einer Entscheidung kommt man morgens nicht vorbei. Zumindest, wenn man nicht nackt vor die Tür gehen will. Was um Himmels Willen ziehe ich heute an? Und wo ist nochmal das Lieblings-T-Shirt in dem ganzen Wust? Denn die Kleiderschränke sind hierzulande oft voll - und werden manchmal noch voller.

Am Montag (1. Juli) beginnt in Berlin die Modewoche. Designer wie Guido Maria Kretschmer ("Shopping Queen") und Michael Michalsky zeigen ihre Ideen für den nächsten Sommer. Es gibt einen Laufsteg in einem früheren Industriegebäude, dem E-Werk. Erwartet werden zum Beispiel Sängerin Rita Ora, Influencerin Cathy Hummels oder Schauspielerin Jella Haase ("Fack ju Göhte").

Konfrontiert wird die Modebranche zuletzt öfter mit dem Schlagwort "Fast Fashion": Konzerne bringen schneller als früher neue Kollektionen in die Läden der Fußgängerzonen, ein Oberteil kostet bei manchen Ketten nur wenige Euro und landet daheim bald wieder auf dem "Aussortiert"-Stapel.

"Ich glaube, wir werfen zu schnell weg", findet die österreichische Designerin Lena Hoschek. Mittlerweile gebe es immense Textilabfälle. Früher sei Kleidung teurer, aber langlebiger gewesen. "Damals wurde auch viel mehr repariert und geflickt als heute. Das ist etwas, zu dem wir unbedingt zurückkehren müssen, um unsere Textilmüllberge in den Griff zu bekommen."

Auch sie freue sich natürlich, wenn die Wirtschaft boome und die Leute einkaufen gingen. Hoschek rät aber, nicht jeden Trend mitzumachen. Man solle vielmehr darauf achten, Kleidung zu kaufen, die zu einem selbst passe. "Solche Stücke bleiben einem länger erhalten und landen nicht gleich auf dem Müll."

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlichte 2017 ein Papier, wonach die Deutschen etwa 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr kauften. Die Stücke würden aber nur halb so lange getragen wie 15 Jahre vorher, schrieb Greenpeace. Was kann man dagegen tun? Und wie kann Kleidung weniger umweltschädlich produziert werden?

Darum geht es in Berlin auf der Messe Neonyt und einer dazugehörigen Konferenz. Daneben gibt es viele andere Messen und Veranstaltungen, die Trends für 2020 und andere Schwerpunkte zeigen. Die Berliner Senatswirtschaftsverwaltung rechnet mit rund 70 000 Besuchern während der Modewoche, dazu gehören dann auch viele Einkäufer.

Hoschek zeigt ihre neuen Entwürfe am Mittwoch (3.7.). Geplant sind auch Schauen von Marc Cain, Riani, Wolfgang Joop oder etwa Marina Hoermanseder. Eines ihrer Kleider sorgte zuletzt für Gesprächsstoff - als Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) damit bei der Verleihung des deutschen Computerspielpreises auftauchte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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