Sie sind hier: Home > Unterhaltung >

Drama, Politik, Komödie: Deutschland sucht den Oscar-Kandidaten

Jury entscheidet  

Deutschland sucht den Oscar-Kandidaten

28.10.2020, 07:15 Uhr | dpa

Drama, Politik, Komödie: Deutschland sucht den Oscar-Kandidaten. Der berühmteste und wichtigste Filmpreis der Welt: der Oscar.

Der berühmteste und wichtigste Filmpreis der Welt: der Oscar. Foto: Li Rui/XinHua/dpa. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Es geht um Menschen auf der Flucht, um historische Momente, um Hochpolitisches ebenso wie um menschliche Dramen - die deutschen Bewerber für den Auslands-Oscar sind keine leichte Kost.

Viele prominente Namen der Filmbranche machen sich Hoffnungen wie Caroline Link, Oskar Roehler und Christian Petzold. Auch eine Komödie ist dabei: Philipp Stölzls knallbuntes Gute-Laune-Musical "Ich war noch niemals in New York" mit Hits von Udo Jürgens. In München wird an diesem Mittwoch der deutsche Kandidat für die Oscar-Verleihung gekürt.

Link ist im Rennen mit "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", der anrührenden Verfilmung des gleichnamigen Jugendbuchs von Judith Kerr, die darin ihr eigenes Schicksal als jüdisches Mädchen auf der Flucht vor den Nationalsozialisten schildert.

Wie sich ein Oscar anfühlt, weiß sie bereits. 2003 bekam die Münchnerin die Goldtrophäe für "Nirgendwo in Afrika", für den besten nicht-englischsprachigen Film. Die Kategorie wurde mittlerweile umbenannt. Jetzt geht es um den "International Feature Film", den besten internationalen Spielfilm.

Roehler ist mit seinem Biopic "Enfant Terrible" am Start. Mehr als zwei Stunden lang erzählt er das Leben von Rainer Werner Fassbinder zwischen Wahnsinn und Genie - und erhielt dafür das Gütesiegel "Cannes 2020" der französischen Filmfestspiele. Christian Petzold setzt auf "Undine", eine märchenhafte Liebesgeschichte mit "Bad Banks"-Darstellerin Paula Beer, die dafür auf der Berlinale als beste Darstellerin gewürdigt wurde.

Burhan Qurbani legt mit "Berlin Alexanderplatz" eine kraftvolle Neuinterpretation des Romans von Alfred Döblin aus den 1920er Jahren vor - eine rauschhafte Reise durch Berlin, durch Strip-Bars und Clubs, in Plattenbauten, eine Flüchtlingsunterkunft und Edelhotels. Hochpolitisch ist "Und morgen die ganze Welt" von Julia von Heinz, die im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig lief. Im Mittelpunkt steht eine antifaschistische Jugendclique, die gegen Nazis und eine ziemlich rechte Partei kämpft.

Beworben haben sich auch die Macher der Filme "Fritzi - Eine Wendewundergeschichte", "Crescendo #makemusicnotwar", "Curveball" und "Ein nasser Hund".

Wer deutscher Oscar-Kandidat wird, entscheidet eine Jury im Auftrag von German Films, der Auslandsvertretung des Deutschen Films. Später wählt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) aus allen internationalen Bewerbungen fünf Filme aus - eine Hürde, an der Nora Fingscheidt mit ihrem Drama "Systemsprenger" im vergangenen Jahr gescheitert war. Wer dieses Jahr nominiert wird, wird am 5. Februar 2021 bekanntgegeben. Die Oscars werden dann am 25. April 2021 verliehen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal