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"High Fidelity": Nick Hornby wird 65

Von dpa
17.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Der britische Autor Nick Hornby wird 65.
Der britische Autor Nick Hornby wird 65. (Quelle: Facundo Arrizabalaga/epa/dpa./dpa)
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London (dpa) - An welches seiner BĂŒcher sich die Menschen am ehesten erinnern, ist Nick Hornby egal. "Ich wĂ€re schon zufrieden, wenn eins fĂŒr den Rest meines Lebens gedruckt wird", sagte der Bestseller-Autor dem "Guardian".

"Ich glaube, "High Fidelity" hĂ€tte ein paar witzige Fußnoten, wenn es das in 100 Jahren noch gibt." Der Roman um einen Plattenladen-Besitzer und seine gescheiterten Beziehungen zĂ€hlt neben "About A Boy" und "Fever Pitch" zu den berĂŒhmtesten BĂŒchern von Nick Hornby. Am Sonntag (17. April) wird der Brite 65 Jahre alt.

Seinen bislang letzten Roman, "Just Like You", veröffentlichte Hornby vor zwei Jahren. Er spielt zur Zeit des Brexit-Referendums und handelt von der Liebesbeziehung einer geschiedenen weißen Lehrerin und Mutter zweier Jungs zu einem 20 Jahre jĂŒngeren, schwarzen Aushilfsschlachter. Das war fĂŒr Hornby, der in Nord-London lebt, neues Terrain. "Ich wollte, dass das Buch meine Stadt reprĂ€sentiert", sagte er der "Times". "Wenn ich meine TĂŒr öffne, bin ich in einer Multi-Kulti-Nachbarschaft, trotzdem hab ich nie darĂŒber geschrieben."

HauptsĂ€chlich hatte er, wie er selbst sagt, ĂŒber weiße MĂ€nner wie ihn geschrieben. Oft sind es besessene Fans. So wie in "Fever Pitch", das vor rund 30 Jahren seine Karriere als Schriftsteller begrĂŒndete. Bis dahin hatte Hornby, der 1957 in der Kleinstadt Redhill in Surrey geboren wurde, als Lehrer und freischaffender Journalist gearbeitet.

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Die Sammlung von Memoiren erschien in Deutschland als "Fever Pitch: Ballfieber – Die Geschichte eines Fans". Das Buch hat keine Kapitel, sondern ist lose anhand von Erinnerungen an Spiele des englischen Fußballclubs Arsenal gegliedert, dessen glĂŒhender Fan Hornby ist.

Drei Jahre spĂ€ter erschien "High Fidelity". Dessen Hauptfigur ist ein Musikbesessener, das Buch gespickt mit unzĂ€hligen popkulturellen Referenzen - und Liebeskummer. "Jedes Mal, wenn ich aus irgendeinem Grund wieder in das Buch geschaut habe, war ich beeindruckt von seiner Melancholie", schrieb Hornby in einer Kolumne fĂŒr das "Rolling Stones"-Magazin. Der Roman verkaufte sich Millionen Mal und wurde 2000 mit John Cusack in der Hauptrolle verfilmt. 2006 folgte ein Musical und 2020 eine kurzlebige TV-Serie mit ZoĂ« Kravitz.

Auch "Fever Pitch" wurde zweimal verfilmt, wenn auch nur lose auf Basis der Buchvorlage. 1997 kam "Ballfieber" mit Colin Firth ins Kino. FĂŒr die US-Adaption wurde 2005 aus dem Fußball- ein Baseball-Fan, den US-Showmaster und Comedian Jimmy Fallon spielte.

Irgendwie findet sich Hornby in fast jedem seiner BĂŒcher selbst wieder, zumindest in AnsĂ€tzen. Auch in seinem 1998 veröffentlichten, ergreifenden Roman "About A Boy" ist der Protagonist, den Hugh Grant spĂ€ter auf der Leinwand spielte, ein Arsenal-Fan und Musikliebhaber. Der ewige Junggeselle Will Freeman freundet sich mit einem Schuljungen an, dessen Mutter suizidgefĂ€hrdet ist.

Danach widmete sich Hornby hĂ€ufiger weiblichen Hauptfiguren, denn die hĂ€tten "mehr Probleme als weiße MĂ€nner", so Hornby. In "How To Be Good" schrieb er 2001 erstmals aus der Perspektive einer Frau. "Ich hatte mich zunehmend gefragt, ob Frauen tatsĂ€chlich insgesamt interessanter sind als MĂ€nner in meinem Alter", sagte er im Interview der "Irish Times". Und außerdem: "Man kann ja nicht fĂŒr immer ĂŒber sich selbst schreiben."

In "A Long Way Down" begegnen sich auf einem Hausdach zwei Frauen und zwei MĂ€nner, die sich ursprĂŒnglich das Leben nehmen wollten, es sich dann aber anders ĂŒberlegen. "Juliet, Naked" dreht sich um Annie, die - typisch Hornby - unter der extremen Musikleidenschaft ihres Freundes leidet. "Funny Girl" handelt von einer jungen Frau, die in den 1960er Jahren in London TV-Komikerin werden will.

Mittlerweile hat sich Hornby als Drehbuchautor fĂŒr Kino und Fernsehen etabliert. Seine eigenen BĂŒcher adaptiert er allerdings ungern, "Ballfieber" blieb eine Ausnahme. FĂŒr den Coming-of-Age-Film "An Education" und das Drama "Brooklyn - Eine Liebe zwischen zwei Welten" erhielt er 2010 und 2016 jeweils eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bestes Adaptiertes Drehbuch. Die von ihm geschriebene Fernsehserie "State Of The Union", bei der Stephen Frears Regie fĂŒhrt, geht demnĂ€chst in ihre zweite Staffel.

HĂ€ufig arbeitet er mit der Filmproduzentin Amanda Posey zusammen, die auch seine zweite Ehefrau ist. Aus erster Ehe hat Nick Hornby einen Sohn, der 1993 zur Welt kam und Autist ist. Hornby grĂŒndete deshalb eine Stiftung, die Kinder und Jugendliche mit Autismus oder Asperger-Syndrom fördert.

Mit Posey hat der Autor zwei weitere Söhne, die 2001 und 2004 geboren wurden. Beide sind natĂŒrlich glĂŒhende Arsenal-Fans. Die Familie lebt im Londoner Stadtteil Highbury - ganz in der NĂ€he des Fußballstadions.

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